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Chris Ensminger (l.) war mit 14 Punkten der beste Scorer bei den Baskets Bonn © getty

Die Demütigung gegen ALBA mit 35 Punkten Rückstand liegt dem Coach schwer im Magen. Frankfurt rückt vor auf Platz drei.

Berlin - Blamiert, demontiert und gedemütigt - der deutsche Vizemeister Telekom Baskets Bonn erlebte im Gipfeltreffen der Basketball-Bundesliga buchstäblich ein Fiasko.

14.500 Zuschauer feierten am Ende einer unerwartet einseitigen Partie einen 83:48 (45:21)-Heimsieg von Pokalsieger und Tabellenführer ALBA Berlin über den Zweiten aus dem Rheinland.(DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Besonders Michael Koch gaben die Bonner einige Rätsel auf.

"Es fällt mir schwer zu kapieren, was heute auf dem Parkett passiert ist", sagte der Trainer.

Halbzeit-Donnerwetter verpufft

Während die "Albatrosse" in der ausverkauften Arena groß aufspielten, erlebten die Bonner im zweiten Viertel (7:28) den absoluten Tiefpunkt der Saison.

"Wenn man so motivationslos und inspirationslos auftritt, hat man in Berlin keine Chance. Dabei muss man sich für so ein Spiel eigentlich nicht extra motivieren", klagte Koch, dessen Donnerwetter in der Halbzeit nur wenig Wirkung zeigte.

Den Berlinern war es nur recht.

Jenkins erneut überragend

Mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung und einem überragenden Julius Jenkins (22 Punkte) nutzten die Gastgeber den Top-Hit zur Werbung in eigener Sache und zeigten ihr bestes Saisonspiel.

"Wir haben unsere Fans mit diesem Spiel belohnt. Wir haben heute sehr ruhig, aber voller Energie agiert und über die 40 Minuten nie aufgehört zu spielen", meinte ALBA-Coach Luka Pavicevic.

Nur Ensminger punktet zweistellig

Dass bei den Bonnern nur der 36 Jahre alte Chris Ensminger zweistellig (14) punktete, spricht Bände.

"Wir haben gegen Bremerhaven auch ein Viertel gut gespielt und sind dann komplett eingelaufen", sagte Koch und erinnerte an das 68:91 während der Woche im BBL-Pokal.

Es bleibt viel zu tun für den Europameister von 1993.

Frankfurt jetzt Dritter

Die Frankfurt Skyliners rückten derweil mit einem klaren Heimsieg auf den dritten Tabellenplatz vor. Gegen den Mitteldeutschen BC gewannen die Hessen souverän 77:65 (37:30) und liegen mit 39 Punkten drei Zähler hinter Spitzenreiter ALBA.

Die Skyliners setzten sich im zweiten Viertel von den Gästen ab und verteidigten ihren Vorsprung bis zum Ende der Begegnung erfolgreich. Bester Werfer der Gastgeber war Jimmy McKinney mit 17 Punkten.

Der MBC rangiert mit 36 Punkten weiter im Tabellenmittelfeld.

Auch Bremerhaven klettert

Hinter die Skyliners schoben sich die punktgleichen Eisbären Bremerhaven auf Platz vier vor. Gegen die Walter Tigers Tübingen gewannen die Gastgeber mit 82:60 (39:33).

Bester Werfer der Eisbären war Brandon Brooks mit 17 Punkten.

Die Phantoms Braunschweig wiederum schoben sich durch einen 94:73 (47: 40)-Sieg gegen TBB Trier auf den letzten Play-off-Platz vor. Dagegen konnten die Gäste durch die 15. Niederlage ihr Polster auf die Abstiegsränge nicht vergrößern.

Im Abstiegskampf stecken weiterhin auch die Giants Düsseldorf. Die Rheinländer verloren in eigener Halle mit 72:75 (37:37) gegen ratiopharm Ulm.

Bamberg und Ludwigsburg siegreich

Im Kielwasser der beiden Spitzenteams punkteten die Brose Baskets Bamberg und Artland Dragons aus Quakenbrück im Kampf um die Play-off-Plätze.

Bamberg feierten beim Neuling Phoenix Hagen nicht zuletzt durch 26 Punkte von Nationalspieler Tibor Pleiß einen ungefährdeten 100:80 (46:41)-Sieg.

Die Dragons bezwangen die Paderborn Baskets noch souveräner mit 96:57 (49:27). Weiter Anschluss an die ersten acht Plätze hielt EnBW Ludwigsburg mit dem dritten Sieg in Folge.

Allerdings konnten sich die Schwaben erst in der Verlängerung mit 98:90 (78:78, 43:39) gegen die weiterhin abstiegsgefährdeten Giessen 46ers durchsetzen.

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