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Steffen Hamann spielte mit einer Unterbrechung bis 2008 in Bamberg © getty

Berlins Hamann geht mit hohen Erwartungen ins Spiel gegen seinen Ex-Klub. Die Spielweise von Bambergs Coach sieht er als Chance.

Von Björn Seitner und Olaf Mehlhose

München/Berlin - Zwei Meisterschaften hat Steffen Hamann mit den Brose Baskets Bamberg gewonnen, doch jetzt zieht der 28-jährige die Fäden bei ALBA Berlin.

Am Samstag treffen nun ALBA und die Brose Baskets im Spitzenspiel (alle Spiele ab 14.45 Uhr LIVESCORES und ALBA - Bamberg ab 19.45 Uhr LIVE im DSF) aufeinander.

Für Berlins Spielmacher Hamann sind die Spiele gegen den Klub, bei dem seine Karriere begann, auch im zweiten Jahr bei den Albatrossen immer noch etwas Besonderes. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

"Es wird zwar langsam zur Routine, aber für mich ist es auf jeden Fall noch ein besonderes Spiel. Es werden einige Freunde aus Bamberg in die Halle kommen, die mich an meine Zeit in Bamberg erinnern werden. So schnell vergesse ich die alte Heimat nicht."

Heile Welt bei ALBA

Für die Berliner sieht es im Moment sehr gut aus: ALBA steht in der Bundesliga auf dem ersten Platz und nach dem Sieg gegen Le Mans hat der achtmalige Meister gute Chancen im Eurocup die nächste Runde zu erreichen.

"In der Saison ist nicht alles perfekt gelaufen, aber wenn wir auf die Tabelle blicken, können wir zufrieden sein. Wenn wir Eurocup am Dienstag unter die letzten acht kommen, sind wir auf einem guten Weg."

Spitzenspiel in Berlin

Das letzte Bundesliga-Spiel ging für ALBA beim Mitteldeutschen BC mit 69:71 verloren. Demzufolge dürften die Berliner gegen Bamberg besonders motiviert sein.

"Nicht nur wegen der Niederlage, auch weil wir gegen Bamberg zu Hause spielen. Vor eigenem Publikum wollen wir immer eine gute Leistung bringen." (STENOGRAMME: 26. Spieltag)

Unter Flemming offensiver

Auch für die Brose Baskets brachen 2008 nach dem Weggang von Hamann neue Zeiten heran, denn mit dem Spieler verließ auch Trainer Dirk Bauermann das Team. Unter dem neuen Coach Chris Fleming hat sich auch die Spielweise der Baskets verändert.

Während in der Zeit von Hamann vor allem auf eine stabile Defensive gesetzt wurde, suchen die Bamberger unter Fleming ihr Heil in der Offensive. Genau darin liegt für Hamann die Chance.

"Ich denke, Bamberg spielt jetzt sehr viel offensiver. Früher haben wir auch Spiele gewonnen, wenn wir mal nicht so gut getroffen haben. Jetzt sind sie viel abhängiger von ihrem Wurf. Wir dürfen ihre Schützen einfach nicht ins Spiel kommen lassen. Wenn sie einmal heißlaufen, sind sie schwer zu stoppen. Das müssen wir von Anfang an unterbinden. Dann haben wir gute Chancen."

Revanche für Pokal-Niederlage?

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams hat ALBA allerdings verloren. In der Qualifikation zum Final-Four-Turnier siegten die Brose Baskets mit 79:77.

Als Hamann noch in Bamberg spielte, war er in Berlin nicht sonderlich beliebt. Beim Pokalspiel gab es Pfiffe von den Bamberger Fans.

"Ich habe mir kurz Gedanken gemacht. Einige Leute aus Bamberg, die sich für das Verhalten der Bamberger Fans geschämt haben, haben mit mir gesprochen. Es war natürlich nicht schön, aber es bleibt kaum Zeit, sich lange damit zu beschäftigen."

Bamberg hofft auf Jacobsen

Die Bamberger Hoffnungen ruhen vor allem auf Casey Jacobsen, der in der Saison 2008/09 noch für Berlin spielte. Mit 25 Punkten, sechs Rebounds und zwei Assists sicherte sich der Guard gerade erst den Titel als MVP der Woche im Eurocup.

"Dass Casey ein richtig guter Spieler ist, wussten wir schon vorher. Wenn wir ihm zu viel Raum lassen, wird es ganz schwer. Wenn wir mit dieser Einstellung ins Spiel gehen, haben wir ganz gute Karten", meint Hamann.

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