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Die Bamberg Brose Baskets gewannen 2007 die deutsche Meisterschaft © getty

Berlins Coach hat so etwas "noch nie erlebt". Vor allem die Wurfquote von ALBA ist miserabel. Meister Oldenburg spielt stark auf.

Berlin - Eigentlich wollte sich Pokalsieger ALBA Berlin für das Pokal-Aus rächen, doch am Ende wurden die Hausherren von den Brose Baskets Bamberg in ihrer eigenen Halle böse vorgeführt.

Nach der bitteren 64:79-Niederlage gegen den Erzrivalen am 26. Spieltag der Basketball-Bundesliga kletterten die Berliner aufgrund des kuriosen Tabellensystems zwar wieder an die Spitze, trösten konnte das ALBA-Coach Luka Pavicevic aber nicht (Bonn gelingt Sprung an die Spitze).

"Was bei uns passiert ist, fällt mir schwer zu begreifen. Es schien, als ob uns das Spiel umso mehr aus den Händen geronnen ist, je mehr wir investiert haben. Es ist ein komisches Gefühl. Das habe ich noch nicht erlebt", sagte der Serbe nach der zweiten Niederlage seiner Mannschaft in Folge. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Berlin fehlt die Genauigkeit

Eigentlich habe sein Team die notwendige Energie aufgebracht, um sich für das Pokal-Aus Mitte Februar in Bamberg zu revanchieren, sagte Pavicevic entgeistert.

Doch bei den Berlinern, die wie der zweitplatzierte Vizemeister Telekom Baskets Bonn nun 44 Punkte auf dem Konto haben, fehlte es vor allem an Genauigkeit: Nur zwei der insgesamt 20 Distanzwürfe fanden ihr Ziel.

Die Gäste trafen vor 11.749 Zuschauern dagegen sechs ihrer 13 Dreipunktewürfe.

"Müssen uns auf Badalona vorbereiten"

"Wir hätten noch zwei Tage lang spielen können, und es wäre immer so weitergegangen. Trotzdem müssen wir die Niederlage sofort vergessen und uns auf Badalona vorbereiten", sagte Pavicevic mit Blick auf die Eurocup-Begegnung am Dienstag beim spanischen Spitzenklub Joventut Badalona.

Die Generalprobe für das im Kampf um das Viertelfinale entscheidende Spiel ging jedenfalls gründlich in die Hose.

Der Meister siegt in Braunschweig

Besser läuft es dagegen beim deutschen Meister EWE Baskets Oldenburg. Das 93:80 bei den Phantoms Braunschweig war schon der neunte Sieg des Titelverteidigers in den letzten zehn Partien.

"Wir haben sehr gut von der Dreierlinie getroffen, aber wir haben auch als Team immer gut zusammengespielt, und konzentriert und geduldig die guten Würfe herausgearbeitet. Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns", sagte Baskets-Coach Predrag Krunic, für dessen Team Rickey Paulding und Je'Kel Foster jeweils 21 Punkte erzielten.

Umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen

Oldenburg ist mit nun 42 Punkten Dritter, dicht gefolgt von der punktgleichen BG Göttingen, die ratiopharm Ulm 80:69 besiegte.

Die Göttinger profitierten allerdings von einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung, in deren Folge die Ulmer drei technische Fouls kassierten und bereits entscheidend ins Hintertreffen gerieten.

"Ich bin der Meinung, dass die Spieler das Spiel entscheiden sollten. Mehr möchte ich zu der Situation am Ende nicht sagen", äußerte Ulms Assistenztrainer Rainer Bauer anstelle des disqualifizierten Chefcoaches Mike Taylor.

Price sichert Sieg in letzter Sekunde

Die Artland Dragons Quakenbrück bedankten sich derweil bei Neuzugang Hollis Price für den 76:73-Sieg gegen TBB Trier.

Der frühere Berliner markierte durch einen Dreier in letzter Sekunde die letzten Punkte.

"Wie er im letzten Angriff agiert hat - mit dieser Ruhe und Sicherheit - verdient größten Respekt", sagte Dragons-Trainer Thorsten Leibenath.

Frankfurt gelingt Pflichtsieg

Weiterhin auf Playoff-Kurs befinden sich die Frankfurt Skyliners nach dem 89:76 (54:31) gegen Neuling und Schlusslicht Phoenix Hagen.

Platz acht im Visier hat auch EnBW Ludwigsburg, dass mit 82:70 (33:33) gegen die Walter Tigers Tübingen gewann.

Um den Klassenerhalt bangen müssen neben Hagen auch die Paderborn Baskets nach der 63:78 (31:46)-Heimniederlage im Kellerduell gegen die Giessen 46ers.

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