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Luka Pavicevic (l.) ist seit 2007 Trainer bei ALBA Berlin © getty

Die Berliner peilen drei Tage nach dem Eurocup-Viertelfinale einen Erfolg gegen die Dragons an. Doch die wollen in die Playoffs.

Von Nikolai Kube

München - Nach dem aufregenden Hinspiel im Eurocup-Viertelfinale bei Hapoel Jerusalem hat ALBA Berlin der Liga-Alltag eingeholt. (DATENCENTER: Eurocup)

Gegen die Artland Dragons Quakenbrück (Sa., ab 19.45 Uhr LIVESCORES und im DSF), die als Neunter nur einen Punkt hinter Playoff-Platz acht liegen, benötigt das Team von Trainer Luka Pavicevic im Kampf um Rang eins dringend einen Sieg.

Denn die drittplatzierten Oldenburger liegen nur drei Punkte zurück, haben aber noch zwei Partien in der Hinterhand.

Bereits ab 17.30 Uhr (LIVESCORES und im DSF) treffen die Walter Tigers Tübingen im Duell zweier abgeschlagener Teams auf Trier.

Leibenath: Doppelbelastung für ALBA kein Problem

Dass ALBA noch am Mittwoch ein kraftraubendes Spiel zu bestreiten hatte, sieht "Drachen"-Trainer Thorsten Leibenath nicht als Vorteil für sein Team:

"Berlin hat diese Doppelbelastung schon die ganze Saison und trotzdem erst sieben Spiele in der BBL verloren." Die "Albatrosse" seien das am tiefsten besetzte Team.

Den besten Beweis für diese These lieferte das Hinspiel:

Beim 78:70-Erfolg der Berliner gelangen Julius Jenkins, der mit durchschnittlich 15,5 Punkten pro Spiel ALBAs Topscorer ist, nur magere fünf Zähler.

Rückkehrer Price voller Vorfreude

Stattdessen übernahm Teamkollege Rashad Wright das Kommando und führte den Tabellenführer mit 18 Punkten zum Sieg.

"Dass es nicht ausreicht, Jenkins unter Kontrolle zu haben, hat unser Hinspiel gezeigt", stellte auch Leibenath fest.

Auf einen ganz besonderen Abend freut sich derweil "Neudrache" Hollis Price, der in der Saison 2005/06 das Trikot der Berliner überstreifte.

Während seines einjährigen Gastspiels holte der US-Guard mit seinem Team den BBL-Pokal in die Hauptstadt und wurde Vizemeister.

"Berlin war bisher meine schönste Station", blickte Price zurück.

ALBA-Offensive bereitet Kopfzerbrechen

Viele Bekannte wird der 30-Jährige aber nicht zu Gesicht bekommen. Denn außer Philip Zwiener haben sich alle "Albatrosse" aus der damaligen Zeit bereits aus der Hauptstadt verabschiedet.

Doch der aktuelle ALBA-Kader steht dem von damals in nichts nach. Vor allem die Offensivabteilung der Berliner bereitet Quakenbrücks Coach Kopfzerbrechen.

"Wir dürfen ALBAs Pick-and-Roll-Spiel nicht in gewohnter Weise zur Entfaltung kommen lassen", forderte Leibenath.

Zweiter Schlüssel zum Erfolg sei eine konzentrierte Rebound-Arbeit: "Wir müssen beim Rebound ähnlich wie in der Partie gegen Gießen agieren." Dem Tabellen-14. ließ Artland beim 102:80 in eigener Halle nicht den Hauch einer Chance.

Rund 200 Fans begleiten die Dragons

Unterstützt werden Price und Co. beim Duell mit dem Meisterschaftsanwärter ALBA von rund 200 Anhängern.

"Ich bin froh, unsere Fans im Rücken zu wissen. Ihre Unterstützung hat uns in dieser Saison schon einige Male nach vorne gebracht", sagte Coach Leibenath.

Gelingt es ALBA allerdings, sich nach dem kraftraubenden Europacup-Spiel unter der Woche voll auf Quakenbrück zu fokussieren, wird Artland gegen die individuell besser besetzten Berliner einen schweren Stand haben.

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