vergrößernverkleinern
Patrick Flomo wechselte 2006 von den Hertener Löwen nach Bonn © imago

Der Forward ist im Krimi gegen die Phantoms der Matchwinner. Die Göttinger erhalten einen Dämpfer. Auch die Skyliners patzen.

München - Vizemeister Telekom Baskets Bonn hat den zweiten Platz in der Basketball-Bundesliga zurückerobert. Am 29. Spieltag gewann das Team von Trainer Mike Koch gegen die Phantoms Braunschweig trotz zwischenzeitlichen 16 Punkten Vorsprung nur knapp mit 79:78 (48:37).

Power Forward Patrick Flomo erzielte 19 Sekunden vor Ende der Partie die entscheidenden zwei Punkte für die Gastgeber.

Damit überholten die Rheinländer mit 49 Zählern wieder die EWE Baskets Oldenburg (48). Es führt weiter der frühere Serienmeister ALBA Berlin (51).

Im Kampf um die beste Ausgangssituation für die Playoffs schafften die Brose Baskets Bamberg beim 88:81 (50:35) gegen die BG Göttingen einen wichtigen Sieg und liegen mit 47 Zählern nun vor den punktgleichen Skyliners Frankfurt auf Platz vier.

Oldenburg weiter im Höhenrausch

Die Frankfurter unterlagen überraschend den Giants Düsseldorf 64:66 (38:36).

Titelverteidiger Oldenburg feierte den achten Sieg in Folge und weist mit bislang nur sechs Niederlagen die beste Zwischenbilanz aller Spitzenklubs im Kampf um die beste Ausgangsposition für die Play-offs auf. (DATENCENTER: Bundesliga).

Mit dem 58:48 (33:23) über die LTi Giessen 46ers bestätigte das Team von Trainer Predrag Krunic seine Ambitionen. Nur aufgrund von zwei mehr absolvierten Spielen führt ALBA Berlin (sieben Niederlagen) die Tabelle weiterhin an.

Ohne Schlaf zurück nach Deutschland

Zwar rehabilitierte sich das Team von Luca Pavicevic mit einem 63:61 (33:27) über die Artland Dragons aus Quakenbrück für die 70:76-Heimpleite eine Woche zuvor gegen die Skyliners Frankfurt, doch die Vorstellung konnte nur wenig überzeugen.

"Unter der Woche sind wir in den Nahen Osten gereist und sind ohne zu schlafen wieder zurückgeflogen. Auch wenn es vielleicht kein schönes Spiel war - meine Mannschaft ist mit der richtigen Energie und dem richtigen Fokus aufgetreten", sagte Pavicevic.

"Das Spiel müssen wir jetzt schnell abhaken und uns auf das Rückspiel gegen Jerusalem vorbereiten", erklärte der Coach mit Blick auf das zweite Viertelfinal-Duell mit Hapoel im Eurocup am Mittwoch (19.45 Uhr LIVESCORES).

Price vergibt den Sieg

Vor 10.510 Zuschauern zitterten sich die Berliner zum Sieg, den Rashad Wright, zugleich mit 15 Punkten bester Werfer der "Albatrosse", mit einem Freiwurf 14 Sekunden vor dem Ende sicherstellte.

"Natürlich sind wir enttäuscht, da wir den letzten Angriff hatten, diesen aber nicht erfolgreich abschließen konnten", resümierte Dragons-Coach Thorsten Leibenath mit Blick auf das erfolglose Penetration des Ex-Berliners Hollis Price.

Zufrieden zeigte sich sein Oldenburger Amtskollege Krunic. "Heute haben beide Teams hervorragend verteidigt, was sich auch im Ergebnis widerspiegelt", meinte der Serbe.

Oldenburg nun viermal auswärts

Vor 3148 Zuschauern in der abermals ausverkauften EWE Arena war Je'Kel Foster mit nur 12 Punkten bester Werfer der "Donnervögel", die wegen zwei Nachholspielen nunmehr viermal in Folge auswärts antreten müssen.

Hinter den Spitzenteams wahrten die Walter Tigers Tübingen mit einem 65:54 (25:34) über TBB Trier ihre Chance auf einen Playoff-Platz.

Trotz des Sieges wetterte Coach Igor Perovic: "Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Es reicht nicht aus, nur ein Viertel guten Basketball zu spielen. Ich erwarte Leidenschaft und Energie."

Tübingen profitierte von zahlreichen Ballverlusten des Gegners und 22 Punkten ihres sichersten Schützen Branislav Ratkovica.

Paderborns Aufholjagd nicht belohnt

Die Paderborn Baskets verpassten nach einer imposanten Aufholjagd nach einem 17-Punkte-Rückstand mit dem letzten Wurf noch den Sieg, verbesserten sich aber trotz der 86:87 (40:46)-Niederlage bei ratiopharm Ulm auf den vorletzten Tabellenplatz.

Die Ostwestfalen müssen damit weiter um den Klassenerhalt zittern.

Ungefährdete Siege feierten der Mitteldeutsche BC beim 82:59 (44:21) gegen EnBW Ludwigsburg und die Eisbären Bremerhaven beim 79:60 (49:27) gegen Schlusslicht Phoenix Hagen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel