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Bonns Ex-Nationalspieler Alex King (M.) verbucht pro Spiel 4,7 Punkte und 1,7 Rebounds © imago

Im Kampf um eine gute Ausgangslage für die Playoffs reist Vizemeister Bonn nach Tübingen. Dort ging zuletzt der Meister unter.

Von Rainer Nachtwey

München/Tübingen - Eigentlich wären die Walter Tiger Tübingen der ideale Gegner für die Telekom Baskets Bonn, um im Kampf um Platz eins einen lockeren Sieg einzufahren.

Von den letzten 14 Duellen mit den Württembergern gewann der Vizemeister 12, aber Trainer Michael Koch traut dem Braten vor dem Auftaktspiel zum 32. Spieltag (ab 19 Uhr LIVESCORES und LIVE auf SPORT1) nicht so ganz.

Die Gastgeber können als Tabellenzwölfter in ihrem letzten Heimspiel befreit aufspielen, sind sie die Abstiegssorgen seit einigen Spieltagen doch schon los, und nach oben Richtung Playoffs geht ebenfalls nichts mehr.

Koch hat großen Respekt und nennt die Tigers nicht erst seit dem Heimsieg über Meister Oldenburg "Favoritenkiller".

Kein Taktieren bei Koch

Dennoch will Koch von seiner Mannschaft einen Sieg sehen, von Taktieren um die Platzierung für die erste Playoff-Runde will der Coach nichts wissen (Bonn bleibt Spitzenduo auf den Fersen).

"Die Teams oben spielen noch teilweise gegeneinander, da kann der Schuss ganz leicht nach hinten losgehen", weiß Koch.

Stetes Bergauf

Zudem erwartet er, dass der Aufwärtstrend der letzten Jahre unter ihm anhält.

"Seitdem ich in Bonn Trainer bin, haben wir uns stetig verbessert. In der letzten Saison waren wir nach der Hauptrunde Vierter mit 22:12-Siegen", erinnert sich Koch.

"Jetzt haben wir nach 31 Spielen 22:9-Siege." (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Yarbrough vor Comeback

Zudem darf man gespannt sein, ob Vincent Yarbrough erstmals seit dem 8. Spieltag wieder im Trikot der Baskets auflaufen wird.

Hoffnungen macht sich der Amerikaner, der seinen Sehnenriss ausgeheilt hat, und am Dienstag erstmals mit der Mannschaft trainierte.

"Vielleicht gegen Tübingen, vielleicht gegen Gießen, ich weiß es nicht. Ich bin jedenfalls heiß darauf, wieder dabei zu sein. Aber der Trainer entscheidet", sagte der Draftpick der Denver Nuggets von 2002.

Belastungstest im Ernstfall

Auch der Trainer ist positiv gestimmt. "Eigentlich wollten wir ihn heute langsamer einbauen, aber er hat voll mitgezogen und hat es durchgestanden", sagt Koch. "Das sah gut aus."

Allerdings weiß Koch auch, dass es eine Zeit dauern wird, bis Yarbrough wieder der Alte ist: "Wir werden die ein oder andere Trainingseinheit opfern müssen, um ihm die Systeme einzuimpfen."

Zudem bieten sich dem Coach bis zu den Playoffs noch drei Möglichkeiten, den Flügelspieler im Spielbetrieb zu testen. Nach dem Tübingen-Spiel reisen die Bonner nach Gießen, ehe es im letzten Heimspiel gegen Meister Oldenburg geht.

Herber bleibt wohl ein Tiger

Auch bei den Tübingern steht ein Rekonvaleszent im Mittelpunkt. Beim letzten Auftritt vor den eigenen Fans, bei dem sich das Team von Coach Igor Perovic in Bestform von den Zuschauern verabschieden will, könnte Nationalspieler Johannes Herber sein Debüt im Tigers-Dress geben.

Zwar fühlt er sich "noch nicht voll fit", ein Kurzeinsatz ist durchaus drin.

Herber kann sich nach seinem Wechsel aus Berlin in die Universitätsstadt ein längeres Engagement durchaus vorstellen. "Es liegt nahe, dass ich nächste Saison hier in Tübingen spiele."

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