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Bonn klettert nach dem Sieg gegen Trier auf Rang drei © imago

Der Vorjahresfinalist schlägt Trier und klettert auf Rang drei. Göttingen verliert. Oldenburg profitiert vom Wertungssystems.

München - Liga kurios: Als ALBA Berlin nach dem europäischen Basketball-Thron griff, übernahm der Deutsche Meister EWE Baskets Oldenburg mit einem seltenen Kunststück die Bundesliga-Spitze.

Denn die Oldenburger verloren ihr Auswärtsspiel bei den Walter Tigers Tübingen 72:76, zogen wegen des komplizierten Wertungssystems in der Tabelle aber an Alba vorbei, weil der Verlierer einen Punkt erhält. (DATENCENTER: Bundesliga)

So richtig freuen konnte man sich in Oldenburg über das Geschenk allerdings nicht. "Uns bleibt nur der Glückwunsch an den Gegner. Die Niederlage war absolut verdient. Tübingen hat sehr gut und wir haben in den entscheidenden Phasen nicht clever genug gespielt", sagte Trainer Predrag Krunic.

Bonn jagt Spitzenduo

Mit jeweils 54 Punkten haben Oldenburg und Berlin drei Spieltage vor Hauptrundenschluss aber nur einen Punkt Vorsprung vor ihrem schärfsten Verfolger, den Telekom Baskets Bonn.

Der Vorjahresfinalist setzte sich mit einem 82:66 (47:28) gegen TBB Trier auf Platz drei vor die BG Göttingen, die bei den Frankfurt Skyliners 88:90 (78:78, 34:46) nach Verlängerung verlor.

Die Hessen (50) sicherten sich damit ebenso zwei wichtige Zähler für die Playoffs wie die Brose Baskets Bamberg (51) mit einem 100:77 (51: 29) gegen die Phantoms Braunschweig.

Zahlreiche Fehlversuche

Oldenburg-Bezwinger Tübingen darf nach dem überraschenden Sieg mit nun 46 Punkten wieder von den Playoffs träumen.

Romeo Travis war mit 18 Punkten bester Schütze und holte elf Rebounds. Oldenburg zeigte besonders in der Schlussphase Nerven. Höhepunkt waren vier Fehlversuche nach Offensiv-Rebounds in Folge beim Stand von 69:70.

Gnad nach Klatsche deprimiert

Die Artland Dragons feierten im Kampf um die Playoff-Teilnahme einen 93:60-Erfolg bei den Giants Düsseldorf.

Von Beginn an beherrschten die Gäste die Partie. In der 35. Minute sorgte Nathan Peavwy mit einem Dreier zum 79:49 für einen 30-Punkte-Vorsprung. Da Artland auch in der Schlussphase konzentriert agierte, konnte Düsseldorf den Rückstand nicht mehr aufholen. (Stenogramme 31. Spieltag)

"Wir setzen immer mehr das um, was wir seit Saisonbeginn predigen, dass die Grundlage für eine gute Offensive eine gute Verteidigung ist", sagte Artland-Trainer Thorsten Leibenath.

Düsseldorfs Coach Hansi Gnad war nach dem Spiel enttäuscht. "Artland hat ein perfektes Spiel geboten, vorne wie hinten. Für einen Trainer ist eine solche Klatsche immer deprimierend."

Schwerer Rückschlag für Ludwigsburg

EnBW Ludwigsburg musste im Kampf um die Playoff-Plätze einen Rückschlag einstecken. Bei Kellerkind Phoenix Hagen setzte es eine 71:96-Niederlage.

"Hagen hat insbesondere defensiv, aber auch offensiv sehr gut gespielt. Wir waren heute zu unkonzentriert", sagte Ludwigsburgs Trainer Tolga Öngören.

Hagen feierte den wichtigen Sieg im Abstiegskampf ausgiebig. Die Westfalen verkürzten den Rückstand zu Düsseldorf und Giessen auf einen Zähler.

Trainer Ingo Freyer sprach von einem "großen Fight" seiner Mannschaft. Die Abstiegsnot sei jedoch weiter akut. "Das war noch längst nicht der Klassenerhalt. Wir müssen da weitermachen, wo wir heute aufgehört haben."

Giessen wieder in Not

Die Giessen 46ers befinden sich nach dem 72:84-Dämpfer bei Tabellennachbarn Ratiopharm Ulm wieder mitten im Abstiegsstrudel.

Eine Niederlage musste auch das Schlusslicht Paderborn Baskets hinnehmen. Die Ostwestfalen unterlagen beim Mitteldeutschen BC mit 84:88 und verlieren das rettende Ufer immer mehr aus den Augen.

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