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Wegen finanzieller Schwierigkeiten wurde die Ulmer Basketballabteilung 2001 ausgegliedert © imago

Ulm wahrt am 4. Spieltag ebenso wie ALBA Berlin seine weiße Weste. Erleichterung in Bamberg, Schicksalstage in Gießen.

Ulm - Mit Spaß, Herz und viel Selbstvertrauen mischt ratiopharm Ulm die Basketball Bundesliga auf:

Das Team von Trainer Mike Taylor feierte am 4. Spieltag mit dem 66:63-Heimerfolg gegen Ex-Meister DB Skyliners Frankfurt bereits den vierten Sieg in Folge und setzte sich mit 8:0 Punkten zumindest für einen Tag an die Tabellenspitze.

"Das Herz meiner Mannschaft war wieder richtig groß. Wir haben fantastisch verteidigt", sagte der überglückliche Taylor, auch wenn Titelverteidiger Alba Berlin am Sonntag durch das 79:58 (38:33) bei den Köln 99ers wieder die Tabellenspitze übernahm.

Bei Ulm überragten Romeo Travis mit 15 Punkten und 11 Rebounds sowie abermals Publikumsliebling Jeff Gibbs (13/12).

Glanzlose Albatrosse

"Unsere intensive Arbeit mit dem Team, unser gemeinsamer Spaß und unser Selbstvertrauen haben uns durch diese vier gewonnenen Spiele getragen", erklärte Taylor das Erfolgsgeheimnis des Ulmer Spaß-Basketballs.

In Köln entschieden die Gastgeber das erste Viertel mit 18:17 für sich, dann agierte Alba konzentrierter und kam ohne Glanz zu einem ungefährdeten Sieg.

Die überraschend stark in die Saison gestarteten VPV Giants Nördlingen haben derweil ihren Höhenflug beendet.

Der Aufsteiger kassierte mit dem 68:74 gegen den TBB Trier die erste Saison-Niederlage.

Giants-Coach Andreas Wagner sah den Ausrutscher gelassen: "Die Serie war uns als Mannschaft egal. Die sechs Punkte, die wir haben, sind gegen den Abstieg."

Bamberg beendet Fluch

Den ersten Saisonsieg feierten die Brose Baskets Bamberg.

Nach dem 84:77 bei den Paderborn Baskets war die Erleichterung bei Bambergs Trainer Chris Fleming groß:

"Das hat länger gedauert als erwartet. Wir spielten unter viel Druck, die Verteidigungsleistung aber war ein wesentlicher Unterschied zu den letzten Partien. So langsam finden wir uns als Team", meinte Fleming, dessen Team (2:6) die punktgleichen Paderborner auf den 17. und vorletzten Platz verdrängte.

Gießen weiter am Tabellenende

Während bei Bamberg die Form ansteigt, wartet Schlusslicht LTi Giessen 46ers als einziges BBL-Team noch auf den ersten Saisonsieg.

Die finanziell schwer angeschlagenen Hessen setzten ihre Talfahrt mit einer 67:78-Niederlage bei den Walter Tigers Tübingen fort.

Auf wirtschaftlicher Ebene sieht das Liga-Urgestein seinen Schicksalstagen entgegen.

Am Freitag reichte der Klub bei der BBL neue wirtschaftliche Unterlagen ein. Nun liegt es an der Überprüfung durch den BBL-Gutachter- und Lizenzligaausschuss, ob die 46ers weiter am Spielbetrieb teilnehmen und die Saison zu Ende spielen können.

Eine Entscheidung soll laut BBL-Sprecher Dirk Kaiser "möglichst zeitnah" erfolgen.

Bonner Schlappe gegen Quakenbrück

Eine unerwartete Heimschlappe erlitten die Telekom Baskets Bonn (4:4) beim 71:77 gegen den zuletzt formschwachen Vizemeister Artland Dragons Quakenbrück (4:6), der zum zweiten Saisonsieg kam.

Den dritten Sieg im vierten Spiel feierte EnBW Ludwigsburg durch das 62:61 (25:34) gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig.

Im Duell zweier bisheriger Tabellennachbarn holten die EWE Baskets Oldenburg durch das 89:75 (35:37) bei den Eisbären Bremerhaven ihren zweiten Sieg.

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