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Coach Michael Koch will mit Bonn die Negativserie gegen Oldenburg stoppen © imago

Vor der Final-Neuauflage zwischen Bonn und Oldenburg unterzieht SPORT1-Experte Stefan Koch die Teams einem Check.

Von Marwan El-Eid

München ? Es ist ein Wiedersehen unter alten Bekannten:

Wenn die Telekom Baskets Bonn am letzten Spieltag Meister Oldenburg empfangen (Sa., ab 19.45 Uhr LIVESCORES und live auf SPORT1), kommt es zu nichts weniger als zur Neuauflage der letztjährigen Finalpaarung,

Anders als vor kapp zehn Monaten könnten beide Mannschaft diesmal zwar eher gelassen in das Duell gehen.

Schließlich wird Oldenburg - selbst im Fall einer Pleite - sicher als Hauptrunden-Primus in die K.o.-Runde starten.

Bonn ist mindestens Vierter, kann aber bei einem Sieg und einer gleichzeitigen Heimpleite der Berliner gegen Ludwigsburg noch auf Platz drei klettern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Vorgeschmack auf Playoff-Duell

Dennoch verspricht die Partie eine gewisse Brisanz.

Für SPORT1-Experte Stefan Koch "muss man den speziellen Charakter des Spiels sehen."

"Es spricht ja Einiges dafür, dass sich die Mannschaften im Halbfinale wiedersehen werden", blickt der Ex-BBL-Trainer bereits nach vorne, dessen Bruder Michael die Bonner coacht.

Neben der Tatsache, dass es sich um eine Generalprobe für ein mögliches Playoff-Duell handelt, dürfte ein zweiter Aspekt vor allem die Baskets hochmotiviert ins Spiel gehen lassen.

Denn seit ihrer Ein-Punkt-Niederlage im fünften Finalspiel um die Meisterschaft haben die Rheinländer nicht mehr gegen Oldenburg gewonnen.

Bonn mit Oldenburg-Fluch

Im Champions Cup verlor das Team 53:69, am 17. Spieltag wiederum deutlich mit 59:81.

Für Stefan Koch liegen die Gründe auf der Hand: "Wenn man beide Mannschaften vergleicht, ist Oldenburg dieses Jahr durch ihre Erfahrung in der Europa League einfach gestärkt."

Und: "Zudem hat Bonn durch die Veränderungen auf der Position eins uns zwei an Aggressivität und Athletik verloren."

Taylor und Flomo fallen aus

Dazu sind die Bonner in den nächsten Wochen ohnehin dazu gezwungen, personelle Veränderungen vornehmen. Denn mit Bryce Taylor fällt der drittbeste Scorer (im Schnitt 12,4 Punkte pro Spiel) mit einem Bänderriss im Fuß vorerst aus.

Noch schlimmer erwischte es gar Forward Patrick Flomo, der sich im Training das Kreuzband riss und mindestens sechs Monate pausieren muss.

"Das ist bitter, aber auch da müssen wir durch", gibt sich Baskets-Coach Michael Koch im "Express" trotzdem kämpferisch.

"Zehn Prozent drauf legen"

So sieht es auch Teamkapitän Artur Kolodziejski: "Jetzt müssen wir als Team noch enger zusammenrücken. Die Playoffs der vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass wir auch Ausfälle in unserer Starting-Five kompensieren können. Jeder muss eben noch zehn Prozent drauf legen."

Der heiße Tanz in den Mai kann beginnen.

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