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BBL-Geschäftsführer Jan Pommer wehrt sich gegen Berlins Vorwürfe © getty

Die Liga-Bosse wehren sich gegen die Schiri-Vorwurfe der Berliner, die allen BBL-Gremien den Rücken kehren: "Das ist Ignoranz."

Berlin - Die Basketball-Bundesliga hat sich nach dem Rückzug von ALBA Berlin aus allen BBL-Gremien gegen den Vorwurf des Stillstandes in der Weiterentwicklung des Schiedsrichterwesens gewehrt.

"Das ist entweder mangelnde Wahrheitsliebe oder einfach Ignoranz. Wir haben in dieser Saison 223 Spiele beobachten lassen und ausgewertet. Das sind 73 Prozent", sagte BBL-Geschäftsführer Jan Pommer.

Hintergrund: Der achtmalige deutsche Meister ALBA Berlin hatte nach einer Niederlage gegen die Skyliners Frankfurt (70:76) am 20. März erstmals mit dem Rückzug aus den Gremien gedroht - und dann am Donnerstag diesen Schritt vollzogen.

Berlin fühlt sich systematisch benachteiligt

Als Grund führten die Verantwortlichen der "Albatrosse" eine systematische Benachteiligung seitens der Schiedsrichter an.

"Wir werden in Zukunft unsere Energie auf die Dinge konzentrieren, bei denen man davon ausgehen kann, dass unser Aufwand auch Früchte trägt", sagte ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi.

Der Hauptstadtklub arbeite seit Jahren im direkten Dialog mit der BBL erfolglos daran, die Qualitätsstandards zu erhöhen und eine Gleichbehandlung des Klubs zu erzielen, hieß es in einer Mitteilung des Tabellendritten.

ALBA bleibt Sitzung fern

Die Berliner waren bereits bei einer Sitzung aller BBL-Klubs vor einer Woche in Tübingen nicht anwesend.

In diesem Gremium hatte auch der für die Schiedsrichter zuständige Leiter Sport der BBL, Jens Staudenmayer, über die Weiterentwicklung des Schiedsrichterwesens berichtet.

"ALBA hat leider nicht die Chance wahrgenommen, an der Versammlung teilzunehmen", meinte Pommer, "im nächsten Jahr streben wir an, bei acht von neun Spielen die Schiedsrichter beobachten zu lassen."

Baldi wittert Verschwörung

Berlins Manager Baldi hatte bereits Ende März von einer seit zwei Jahren andauernden Tendenz gegen ALBA gesprochen.

Der Verein habe immer wieder Videomaterial an die BBL geschickt, doch passiert sei angeblich nichts.

Für seine öffentliche Schiedsrichterkritik war der Berliner Manager bereits von der BBL mit einer Strafe von 2600 Euro belegt worden

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