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Jared Jordan spielt seit 2009 für die Telekom Baskets Bonn © getty

Im Spitzenspiel mit Oldenburg setzen sich die Baskets nach Verlängerung durch. Bonns Coach spricht von einem "tollen Test".

München - Unterhaltung und Spannung pur sind in den Playoffs garantiert: Mit einem Sieg des "Vize" Telekom Baskets Bonn gegen Meister EWE Baskets Oldenburg haben die beiden Spitzenteams beste Werbung für die am 8. Mai startende Endrunde um die deutsche Basketball-Meisterschaft betrieben.

Im Top-Hit des 34. Spieltages, in dem es für beide Teams um nichts mehr ging, besiegte der Tabellen-Vierte Bonn den Titelverteidiger aus Niedersachsen in einer dramatischen Schlussphase mit 84:80 nach Verlängerung (Stenogramme 34. Spieltag).

"Das war ein toller Test für die Serie gegen Bamberg", sagte Bonns Coach Michael Koch. Die Rheinländer starten ihren neuen Anlauf auf den ersten Gewinn der Meisterschaft am Samstag in eigener Halle gegen die Brose Baskets Bamberg.

Oldenburg trifft auf Braunschweig

In den weiteren Begegnung des Playoff-Viertelfinales, das wie alle weiteren Runden nach dem Modus "Best of five" ausgetragen wird, trifft Oldenburg auf die Phantoms aus Braunschweig, die BG Göttingen auf die Eisbären Bremerhaven, und Alba Berlin empfängt die Skyliners Frankfurt.

Die weiteren Spiele sind für den 12., 15. und eventuell 18. und 20. Mai terminiert. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Entscheidung in der Verlängerung

In Bonn mussten 5390 Zuschauer bis sieben Sekunden vor dem Ende der Verlängerung auf die engültige Entscheidung warten, als Jared Jordan zwei Freiwürfe zum Endstand verwandelte.

Bester Werfer der Gastgeber war jedoch Ronald Dupree mit 25 Punkten. Für Oldenburg, das sich als Tabellen-Erster die beste Ausgangsposition für das Titelrennen erkämpft hat, erzielte Jasmin Perkovic 21 Punkte.

"Jetzt kommt in den Play-offs Braunschweig als eine sehr starke und erfahrene Mannschaft auf uns zu. Dafür war das Spiel eine gute Vorbereitung", meinte Oldenburgs Coach Predrag Krunic.

ALBA sichert sich Platz zwei

Platz zwei nach der Vorrunde belegt der siebenmalige Meister Alba Berlin, der mit dem 74:67 über EnBW Ludwigsburg seinen 25. Saisonsieg feierte.

"Wir sind in dieser Saison auf zwei Berge geklettert. Neben dem Weg bis zur Spitze im Eurocup wollten wir natürlich auch Erster nach der Hauptrunde werden. Durch Niederlagen in den letzten Wochen war das nicht mehr möglich. Nun geht es gegen Frankfurt in eine komplett neue Saison", sagte Alba-Coach Luka Pavicevic.

Frankfurt, das in der Vorrunde in Berlin gewonnen hatte, besiegte Braunschweig mit 71:62. Die Phantoms konnten sich dennoch für die Playoffs qualifizieren, profitierten aber von der gleichzeitigen 80:82-Niederlage ihres direkten Konkurrenten Artland Dragons aus Quakenbrück bei den Eisbären Bremerhaven, die auf Platz sechs landeten.

Paderborn und Düsseldorf steigen ab

Im Tabellenkeller standen schon vor dem Hauptrunden-Finale die Paderborn Baskets (78:85 gegen Phoenix Hagen) und Giants Düsseldorf (71:72 am vergangenen Dienstag gegen BG Göttingen) als Absteiger fest.

Die Rheinländer hoffen nun auf eine Wildcard, da Zweitligist Cuxhaven BasCats auf den Bundesliga-Aufstieg verzichtet hat.

Zurück zum alten System

Fest steht jedoch, dass die Hauptrunde in der kommenden Saison nicht mehr nach dem vom Weltverband FIBA vorgegebenen Punktsystem (zwei Zähler für einen Sieg und einer für eine Niederlage) gespielt wird.

Nach massiver Kritik von Klubs und Fans wird die BBL wieder zum alten Wertungssystem mit zwei Plus- oder Minuspunkten zurückkehren.

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