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Marko Skecic (r.) lieferte in der Hauptrunde im Schnitt 4,9 Rebounds und 8,1 Punkte © getty

Marko Scekic wird wegen eines Vergehens für Spiel eins gegen Braunschweig gesperrt. Experte Stephan Baeck schätzt die Lage ein.

Von Martin Hoffmann

München - Das Playoff-Fieber in der Beko BBL steht unmittelbar vor dem Ausbruch - und selten war die Endrunde so unvorhersehbar wie diesmal.

"Es kann alles passieren", glaubt SPORT1-Experte Stephan Baeck: "Alle acht Klubs haben ihre Nischen, wo sie explodieren können."

Das gelte vom Hauptrunden-Ersten Oldenburg bis zum Last-Minute-Qualifikanten Braunschweig, die am Samstag ihre Best-of-Five-Serie einläuten (LIVE auf SPORT1).

Dabei muss Oldenburg auf Marko Scekic verzichten. Der Center wurde wegen einer "groben Unsportlichkeit gegenüber einem Spieler" von BBL-Spielleiter Dirk Horstmann für eine Partie gesperrt, wie die Liga am Donnerstag bekanntgab.

Scekic war im Spiel bei den Telekom Baskets Bonn nach einem Kopfstoß gegen seinen Gegenspieler Chris Ensminger disqualifziert worden. Zudem muss der Oldenburger eine Geldstrafe von 3.500 Euro zahlen.

Vor dem Endrunden-Auftakt beleuchtet SPORT1 die Lage vor den vier Duellen und macht den Check mit Ex-Nationalspieler Baeck.

EWE Baskets Oldenburg (1) - New Yorker Phantoms Braunschweig (8)

Das ist die Ausgangslage: Auf den Titelverteidiger wartet direkt zum Auftakt der Endrunde ein Derby - das lässt die Oldenburger frohlocken.

"Es ist prima, dass es gleich in der ersten Runde zu einem niedersächsischen Duell kommt", freut sich Geschäftsführer Hermann Schüller.

Braunschweig hat sich im Liga-Endspurt um Platz acht gegen die Artland Dragons durchgesetzt und ist das erste Mal seit sieben Jahren in die Endrunde eingezogen.

Auch wegen der damit verbundenen Euphorie mahnt EWE-Coach Predrag Krunic, den Außenseiter so ernst wie möglich zu nehmen: "Wir werden von der ersten Minute an unsere beste Leistung abrufen müssen."

Das sagt Stephan Baeck: Oldenburg ist eine unglaublich tiefe Mannschaft. Sie haben eine Riesen-Kombination mit den Star-Guards Je'Kel Foster, Jason Gardner und Rickey Paulding. Dazu kommt noch einen Daniel Hain, der die Gegner von der Bank aus stärker unter Druck setzen kann und das Team um eine weitere Variante bereichert. Und mit Milan Majstorovic, Jasmin Perkovic, Ruben Boumtje-Boumtje sowie Marko Scekic haben sie vier gute Große.

Braunschweig muss da im Grunde die komplette Mannschaft aus dem Spiel nehmen und sich selbst in Szene setzen. Es hängt viel an Heiko Schaffartzik, der von der EM noch mal einen Push bekommen und Braunschweig zusammen mit Yassin Idbihi neu beseelt hat. Dazu war Marcus Goree eine Schlüsselverpflichtung: Er weiß, wie man auf hohem Niveau Spiele gewinnt.

So lief es in der Hauptrunde: Oldenburg - Braunschweig 80:74, Braunschweig - Oldenburg 80:93

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