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Topscorer Pedrag Suput stoppt Bonns Ex-NBA-Profi Ronald Dupree unsanft © imago

Der Vize verspielt zum Viertelfinal-Auftakt gegen Bamberg den Heimvorteil. Göttingen bleibt auch in neuer Halle eine Heimmacht.

Berlin - Titelverteidiger EWE Baskets Oldenburg gab sich keine Blöße, Vizemeister Telekom Baskets Bonn muss dagegen schon zittern:

Während der Hauptrunden-Erste aus Oldenburg zum Auftakt des Playoff-Viertelfinales der Beko-BBL in souveräner Manier einen 83:67-Erfolg gegen die Phantoms Braunschweig feierte, droht den Bonnern nach der 78:80-Heimniederlage gegen die Brose Baskets Bamberg ein frühes Aus.

Die Rheinländer verspielten einen zwischenzeitlichen Zehn-Punkte-Vorsprung und liegen vor dem zweiten Duell am Mittwoch in der Best-of-Five-Serie 0:1 hinten.

"Wir sind immer wieder zurückgekommen"

"Wir waren ein bisschen in einer Euphorieblase. Es lief mit der Führung wunderbar, aber dann ist der Motor zu heiß gelaufen und wir haben überdreht", sagte Bonns Trainer Michael Koch.

Der Europameister von 1993 meinte damit die insgesamt 15 Ballverluste seiner Mannschaft, die die Bamberger clever nutzten.

"Wir hatten zu viele vermeidbare Fehler. Natürlich haben wir jetzt den Heimvorteil abgegeben. Aber das haben wir im letzten Jahr auch gemacht, und wir sind immer wieder zurückgekommen", sagte Koch, dessen Team zudem von der Freiwurflinie neun Würfe vergab.

Fleming lobt Bamberger Herz

Auf der anderen Seite kämpften sich die Bamberger, als Hauptrunden-Fünfter in die Endrunde gestartet, eindrucksvoll ins Spiel zurück.

"Im zweiten Abschnitt haben wir viel besser verteidigt, am Ende unser großes Herz gezeigt und ein paar großartige Würfe getroffen", sagte Bamberg-Coach Chris Fleming.

Bester Werfer beim Ex-Meister war der Serbe Predrag Suput mit 18 Punkten.

Idbihi stemmt sich gegen Schlappe

In Meisterform befinden sich unterdessen schon die Oldenburger. Die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic zeigte im Niedersachsen-Duell gegen Braunschweig lediglich im ersten Viertel Schwächen und spielte anschließend groß auf.

"Das erste Spiel einer Serie ist immer besonders wichtig, daher freue ich mich über diesen Sieg. Wir sind verdient 1:0 in Führung gegangen", sagte Krunic.

Beste Werfer der Partie waren mit jeweils 19 Punkten Rickey Paulding für Oldenburg sowie Nationalspieler Yassin Idbihi für Braunschweig.

Rekonvaleszent spielt groß auf

Ebenfalls ihrer Favoritenrolle gerecht wurde die BG Göttingen gegen die Eisbären Bremerhaven.

Der Dritte der Hauptrunde gewann das erste Duell mit dem Sechsten mit 91:73. Dabei wirkte es sich nicht negativ aus, dass der Europacup-Sieger sein erstes Playoff-Heimspiel wegen einer Messe in der Göttinger Lokhalle im 45 Kilometer entfernten Kassel austragen musste.

Zum Matchwinner bei den "Veilchen" avancierte Dwayne Anderson, der nach einer langen Verletzungspause in seinem ersten Ligapflichtspiel seit Mitte Februar gleich 24 Punkte erzielte und zudem sieben Rebounds holte.

"Noch lange nicht vorbei"

"Ich bin froh und stolz, dass Dwayne Anderson wieder voll für uns da ist", sagte BG-Coach John Patrick.

Der "BBL-Trainer des Jahres" warnte aber auch: "Diese Serie ist noch lange nicht vorbei."

Die Spiele im Stenogramm:

EWE Baskets Oldenburg - NY Phantoms Braunschweig 83:67 (39:35)

Beste Werfer: Paulding (19), Foster (17), Carter (13) für OldenburgIdbihi (19), Goree (12), Cain (11), Hicks (10), Hamilton (10) für BraunschweigZuschauer:3148 (ausverkauft)Playoff-Stand: 1:0

BG Göttingen - Eisbären Bremerhaven 91:73 (46:34)

Beste Werfer: Anderson (24), Jacobson (15), Oliver (14), Rochestie (13) für GöttingenCampbell (16), Martin (13), Brooks (12), Gibbs (11), Schwethelm (10) für BremerhavenZuschauer: 2502Playoff-Stand: 1:0

Telekom Baskets Bonn - Brose Baskets Bamberg 78:80 (44:43)

Beste Werfer: Ohlbrecht (16), Ensminger (14), Bowler (13), Dupree (12), Strasser (11) für BonnSuput (18), Worthington (16), Goldsberry (10), Gavel (10) für BambergZuschauer: 5510Playoff-Stand: 0:1

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