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Johannes Strasser spielte in seiner Karriere schon für Rhöndorf und Köln © getty

Der Heimvorteil ist weg. Das Selbstvertrauen aber bleibt. Strasser glaubt - vor Spiel zwei - an ein Weiterkommen gegen Bamberg.

Von Tobias Hlusiak

München - Der Heimvorteil ist weg.

In der Best-of-Five-Serie im Viertelfinale der Beko-BBL-Playoffs liegen die Telekom Baskets Bonn gegen Bamberg mit 0:1 zurück. 78-80 hieß es in eigener Halle.

Johannes Strasser blickt trotzdem zuversichtlich auf den weiteren Verlauf der Serie.

Schon in Spiel zwei (ab 19.25 Uhr im LIVESTREAM) soll die Wende geschafft werden. Darüber hinaus fasst er das ganz große Ziel ins Auge.

Im SPORT1.de-Interview spricht der Bonner Spielmacher über die Gründe für die Niederlage und eine heiße Stadt.

SPORT1: Im ersten Spiel gegen Bamberg sind eigentlich viele Dinge richtig gelaufen: Wurfquote, Rebounds, zweistellige Führung. Wie konnte man das Spiel trotzdem verlieren?

Johannes Strasser: Unser Hauptproblem war die Verteidigung. Das wir 80 Punkte kassieren, ist nicht gut. Das ist für ein Playoff-Spiel definitiv zu viel. Daran müssen wir arbeiten. Besonders Predrag Suput und Mark Worthington müssen wir besser in den Griff bekommen. Dann sollten wir heute Abend gute Chancen haben, das Spiel zu gewinnen.

SPORT1: Der Trainer hat davon gesprochen, dass der Motor zu heiß gelaufen - überdreht war. Wie lässt sich das in Spiel zwei vermeiden?

Strasser: Im Spiel habe ich das gar nicht so wahrgenommen. Bei der Videoanalyse kam dann aber raus, dass wir einige Ballverluste fabriziert haben, die uns sonst nicht unterlaufen. Wir müssen darauf achten, kontrollierter zu spielen. Wenn wir in unseren Set-Plays bleiben, entstehen diese Turnover nicht. In Spiel zwei muss der Fokus darauf liegen, mehr Struktur in unser Angriffsspiel zu bekommen. Wir müssen einfach die Ruhe bewahren.

SPORT1: Ändert die Niederlage etwas an dem Plan, mit dem man jetzt in das zweite Spiel geht?

Strasser:Das war ja kein schlechtes Spiel von uns. Wir haben alles andere als desolat gespielt, auf Augenhöhe mit Bamberg. In der kurzen Zeit zwischen Spiel eins und zwei kann man ohnehin nur Kleinigkeiten verändern. Der große Plan, den wir uns vor dem ersten Spiel zurechtgelegt haben, bleibt bestehen.

SPORT1: Weckt die Niederlage Erinnerungen an das Finale gegen Oldenburg im letzten Jahr - das ja mit einer verunglückten Aktion von Ihnen verbunden ist? Es gibt schon Schlagzeilen wie "Experten im Scheitern"!

Strasser: Das ist nicht in unseren Köpfen drin, schon gar nicht in meinem. Wir haben ja nur das erste Spiel unglücklich verloren, mehr ist nicht passiert. Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir auch in Bamberg gewinnen können. Ein Team musste das erste Spiel verlieren. Das wir das jetzt waren, ist natürlich nicht so toll. Bevor aber ein Team nicht drei Spiele gewonnen hat, fällt keine Vorentscheidung.

SPORT1: Der Heimvorteil ist erstmal weg! Was hat das für Folgen?

Strasser: Der Heimvorteil ist schon wichtig. Allerdings können wir auch in Bamberg gewinnen. Wir werden heute Abend eine gute Leistung abrufen und das Spiel für uns entscheiden. Dann gehört der Heimvorteil wieder uns. Dann ist wieder alles beim Alten. Mir war ohnehin klar, dass die Serie nicht einfach wird. Ich bin nicht so blauäugig um zu glauben, dass die Sache in drei Spielen vorbei ist. Von daher ist überhaupt nichts verloren.

SPORT1: Es gibt einige ehemalige Bamberger im Team. Sind die besonders heiß?

Strasser: Natürlich. Aber nicht heißer als die anderen Jungs im Team. Bonn gegen Bamberg ist in den Playoffs ja auch fast schon ein Klassiker. Ganz Bonn ist heiß darauf, Bamberg zu schlagen!

SPORT1: Ist der Titel in diesem Jahr realistisch?

Strasser: Ich denke schon. Wir haben eine gute Mannschaft und können dieses Jahr alles erreichen. Natürlich müssen wir uns jetzt aber erstmal auf das Spiel heute Abend konzentrieren. Wenn wir Bamberg geschlagen haben, können wir weiter schauen. Das wird aber noch ein hartes Stück Arbeit.

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