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Frankfurts Aubrey Reese (r.) im Zweikampf mit ALBAs Julius Jenkins © getty

Der Topfavorit ALBA scheitert im Playoff-Viertelfinale an den Skyliners. Auch der Titelverteidiger muss die Segel streichen.

Frankfurt - Die Phantoms Braunschweig und die Frankfurt Skyliners haben im Playoff-Viertelfinale der Beko BBL für faustdicke Überraschungen gesorgt.

Braunschweig entzauberte Titelverteidiger EWE Baskets Oldenburg durch einen 78:76 (35:37)-Erfolg und holte im vierten Spiel in der Serie Best-of-Fiveebenso den entscheidenden dritten Sieg wie die Skyliners, die sich mit 69:58 (31:27) gegen den Favoriten aus Berlin durchsetzten.

Der Halbfinal-Gegner von Frankfurt wird am Freitag im Duell zwischen den Eisbären Bremerhaven und der BG Göttingen (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) entschieden.

Bremerhaven erzwang durch ein 90:83 (35:45)-Sieg das entscheidende fünfte Spiel in Göttingen.

0:11-Lauf sorgt für die Entscheidung

Braunschweig trifft auf Pokalsieger Brose Baskets Bamberg, der als erstes Team durch einen glatten Erfolg gegen die Telekom Baskets Bonn in die Vorschlussrunde eingezogen war.

Der achtmalige Meister ALBA Berlin fand auch mit dem wichtigen Heimsieg vom Sonntag kaum ins Spiel und lag gegen Frankfurt nach acht Minuten bereits mit 9:22 zurück.

Im zweiten Viertel kämpften sich die "Albatrosse" zurück ins Spiel, gaben dann aber auch den dritten Durchgang mit acht Punkten Unterschied ab. Entscheidend war ein 0:11-Lauf zu Beginn des Abschnitts.

Vor allem gegen den Frankfurter Derrick Allen (26 Punkten) fand das Team von Luka Pavicevic keine Mittel.

Jobgarantie für Pavicevic

Doch trotz der Niederlage scheint der Job des Coaches nicht in Gefahr.

ALBA-Geschäftsführer Marco Baldi machte zwar nach der Partie einen enttäuschten Eindruck, am Trainerstuhl will er aber nicht rütteln: "Man kann über alles nachdenken, aber genau darüber nicht", so Baldi auf SPORT1.

Das frühe Aus bereitete ihm aber dennoch Kopfzerbrechen. "Wir haben uns zu viele Ballverluste geleistet. Das macht es dem Gegner natürlich leicht."

Skyliners spielen sich "in einen Rausch"

Dass sich ALBA-Star Julius Jenkins zuletzt nicht in Topform befand, war gegen die Skyliners mit Sicherheit nicht von Vorteil.

Auch hierfür hat Baldi eine Erklärung parat: "Julius ist vier Wochen wegen einer Gehirnerschütterung ausgefallen. Das hat sicherlich eine Rolle gespielt, dass er nicht topfit war."

Insgesamt hätten die Leistungsträger nicht auf höchstem Niveau agiert. Somit habe es am Ende gegen sich in einen "Rausch spielende Frankfurter" nicht gereicht.

Allen von den Fans begeistert

Skyliners-Topscorer Allen bedankte sich währenddessen bei den Fans:

"Es war eine unglaubliche Atmosphäre in der Ballsporthalle - das hat uns gepuscht." Und Dominik Bahiense de Mello meinte: "Wir haben an uns geglaubt, das hat uns der Coach mit auf den Weg gegeben."

Einfach nur stolz war Cheftrainer Gordon Herber. "Wir haben von Beginn an den Ton angegeben und haben eine Intensität gezeigt, wie wir sie bisher in dieser Serie noch nicht gesehen haben."

Braunschweig: Zittern bis zur letzten Sekunde

In Braunschweig mussten die Gastgeber vor 6100 Fans trotz zwischenzeitlich zehn Punkten Vorsprung bis zur letzten Sekunde zittern.

Oldenburgs Rickey Paulding setzte wenige Sekunden vor Schluss einen Drei-Punkte-Wurf nur an den Ring und vergab so den möglichen Sieg für den Meister, der letztlich eine verdiente Niederlage kassierte.

Eisbären mit Aufholjagd

Die Eisbären gerieten vor 2510 Zuschauern in Bremerhaven gegen den EuroChallenge-Gewinner Göttingen zunächst ins Hintertreffen, erkämpften sich durch eine Aufholjagd im zweiten Spielabschnitt aber die Chance auf einen Platz im Halbfinale, der am Freitag vergeben wird.

Erfolgreichster Werfer des Spiels war Göttingens Christopher McNaughton mit 27 Punkten.

Stenogramm:

Frankfurt Skyliners - Alba Berlin 69:58 (31:27)Beste Werfer: Allen (26), Reese (13) für Frankfurt - Chubb (12) für BerlinZuschauer: 4830

NY Phantoms Braunschweig - EWE Baskets Oldenburg 78:76 (35:37)Beste Werfer: Thomas (15), Hamilton (14), Goree (12), Cain (11), Idbihi (11), Schaffartzik (10) für Braunschweig - Paulding (19), Foster (15), Boumtje Boumtje (12), Perkovic (12), Scekic (12) für OldenburgZuschauer: 6100 (ausverkauft)

Eisbären Bremerhaven - BG Göttingen 90:83 (35:45)Beste Werfer: Drevo (17), Gibbs (16), Campbell (15), Martin (12), Brooks (11), Schwethelm (10) für Bremerhaven - McNaughton (27), Rochestie (16), Oliver (11) für GöttingenZuschauer: 2510

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