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Tibor leiß (l.) hat sich mit den Brose Baskets bereits den Pokalsieg gesichert © imago

Die Brose Baskets müssen nun die nun mit der Bürde des Topfavoriten zurecht kommen. Bremerhaven empfängt den ALBA-Bezwinger.

Von Martin Hoffmann

München - Der Meister: draußen. Der Rekordmeister: draußen. Der Eurochallenge-Sieger: draußen.

Die Beko BBL erlebt die wohl turbulentesten Playoffs ihrer Geschichte ? und es ist nicht abzusehen, wer am Ende der Nutznießer des kollektiven Favoritensterbens im Viertelfinale sein wird.

Am ehesten hat wohl Pokalsieger Bamberg die Rolle als Top-Anwärter auf den Titel geerbt.

Die Brose Baskets haben mit einem 3:0-Sieg in der Best-of-Five-Serie gegen Bonn den einzigen "Sweep" des Viertelfinals gefeiert - und will nun zum Halbfinalstart gegen Oldenburg-Bezwinger Braunschweig mehr (ab 15.25 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

"Die Halle muss beben"

Der Meister von 2007 baut dabei einmal mehr auf die Unterstützung der Fans aus "Freak City".

"Kommt in rot und bringt alles mit, was Lärm macht", lautet die Anweisung von Fanclub-Präsident Peter Neubauer: "Die Halle muss beben!"

Was die Strategie auf dem Feld angeht hat Coach Chris Fleming vor allem zwei Weisungen: "Erstens dürfen wir Braunschweig nicht laufen lassen. Wir brauchen dazu eine gute Fastbreak-Defense, einen sicheren Ballvortrag und eine gute Wurfauswahl", doziert er in bestem Sportlehrer-Deutsch.

Dazu fordert Fleming Konsequenz am eigenen Brett: Die Offensiv-Rebounds hätten Braunschweig "in der Serie gegen Oldenburg am Leben gehalten".

Hoffnung auf den Lerneffekt

Bei Braunschweig ist die Erinnerung an die herbe 77:100-Schlappe in Bamberg vor rund einem Monat noch frisch: "Wir müssen zeigen, dass wir aus den letzten beiden Niederlagen gegen Bamberg etwas gelernt haben", fordert Phantoms-Cheftrainer Sebastian Machowski.

Die Favoritenrolle sieht er dennoch bei Bamberg: "Wie gegen Oldenburg lautet unser Ziel, ein zweites Heimspiel herauszuholen.?

Schwethelm redet vom Titel

Zuvor empfangen die Eisbären Bremerhaven den ALBA-Bezwinger Deutsche Bank Skyliners.

Die Eisbären sind nach dem dramatischen Sieg im letzten Spiel gegen Göttingen euphorisiert und reden teilweise schon offen vom Titel.

Bremerhaven könne Meister werden, "weil wir den richtigen Mix aus Erfahrung und Jugend und zudem super Einzelspieler haben", befindet Philipp Schwethelm im SPORT1-Interview.

In der Serie gegen Göttingen habe das Team auch noch bessere Abwehrarbeit gelernt: "Das hat uns bisher gefehlt und kann am Ende den Unterschied machen."

"Sind wieder der Underdog"

Vor der Reise nach Bremerhaven hat auch Skyliners Gordon Herbert Respekt: "Wir sind wieder der Underdog, weil wir gegen ein sehr starkes Basketball-Team auswärts antreten müssen", meint er.

Sein Team hofft vor allem, dass der unter Herbert vitalisierte Derrick Allen an seine Form aus dem letzten Spiel gegen Berlin anknüpft: 26 Punkte, neun Rebounds und vier Steals gelangen ihm da,

"Wenn Derrick Allen wieder so stark ist wie zuletzt gegen Berlin, verlieren wir kein Spiel mehr", glaubt Forward Seth Doliboa.

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