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Die Brose Baskets Bamberg gewannen 2005 und 2007 den Deutschen-Meister-Titel © getty

Zum Halbfinal-Auftakt überzeugt Bamberg mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Bremerhaven gelingt eine Teil-Revanche.

Köln - Ex-Meister Brose Baskets Bamberg und die Eisbären Bremerhaven sind mit souveränen Heimsiegen ins Playoff-Halbfinale der Beko BBL gestartet.

Pokalsieger Bamberg gewann am Pfingstmontag 86:77 (50:38) gegen die Phantoms Braunschweig (Video), Bremerhaven setzte sich mit 75:58 (41:31) gegen die Frankfurt Skyliners durch. Damit führen beide Teams nach dem Auftakt der "Best-of-five"-Serie mit 1:0.

Die Bamberger starteten vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Halle mit einem 11:0-Lauf in die Begegnung und gaben die Führung bis zum Ende nicht mehr ab.

Ehrung für Pleiß

In Casey Jacobsen (18), Predrag Suput (16), Elton Brown (13), Mark Worthington (11) und Tibor Pleiß (10) hatten die Franken gleich fünf Spieler in ihren Reihen, die auf eine zweistellige Punktausbaute kamen.

Bester Schütze der Phantoms, die im Viertelfinale Titelverteidiger EWE Baskets Oldenburg ausgeschaltet hatten, waren Michael Hicks und Heiko Schaffartzik mit jeweils 13 Punkten.

"Braunschweig hat gegen Oldenburg souverän gewonnen und auf hohem Niveau gespielt. Sie haben auch heute gezeigt, wie gut sie sind. Um Mittwoch zu gewinnen, müssen wir konstanter sein", sagte der Bamberger Trainer Chris Fleming.

Auch Phantoms-Coach Sebastian Machowski lobte den Gegner: "Bamberg hat heute wieder stark gespielt und verdient gewonnen. Jetzt haben wir nur einen Tag Zeit, an unseren Fehlen zu arbeiten."

Im Rahmen des Spiels erhielt der Bamberger Center Tibor Pleiß von BBL-Geschäftsführer Jan Pommer den Ehrenring für die Wahl zum "Rookie des Jahres".

Spradley lobt sein Team

In der Bremerhavener Stadthalle konnten sich die Eisbären in der Schlussphase des zweiten Viertels absetzen und gingen vor 3640 Fans mit einem Zehn-Punkte-Vorsprung in die Kabine.

Auch nach der Pause kontrollierten die Gastgeber die Begegnung und ließen Frankfurt, das im gesamten Spielverlauf nur einmal in Führung lag (22:23), nicht mehr herankommen.

Dass die Eisbären gerade eben erst eine anstrengende Serie gegen Göttingen hinter sich hatten, war ihnen nicht anzumerken. "Vor so einem tollen Publikum vergisst man im Halbfinale für 40 Minuten auch mal die schweren Beine", begründete Philipp Schwethelm bei SPORT1.

"Ein Riesenkompliment an meine Mannschaft. Wir haben sehr konzentriert agiert und die Partie dank unserer Intensität die meiste Zeit über kontrolliert. Wir hoffen auf eine ähnlich gute Leistung in Frankfurt. Dann werden die Karten neu gemischt", erklärte Eisbären-Trainer Doug Spradley.

Drevo und Gibbs stark

Sein Gegenüber Gordon Herbert war nach der deutlichen Niederlage im Norden enttäuscht.

"Die Eisbären haben uns beherrscht", sagte der Trainer der Frankfurter, die im Viertelfinale überraschend ALBA Berlin mit 3:1 aus dem Rennen geworfen hatten.

Beste Werfer beim Vorrundensechsten aus Bremerhaven waren Andrew Drevo und Jeff Gibbs mit jeweils 19 Punkten. Für die Skyliners holte Jimmy McKinney 18 Zähler.

Revanche teils geglückt

Durch den Sieg gelang den Eisbären Teil eins der Revanche für das bittere Pokal-Aus gegen die Skyliners. Beim erstmals ausgetragenen Final-Four-Turnier war Bremerhaven im Halbfinale mit 59:61 am Gastgeber gescheitert.

Spiel zwei zwischen Frankfurt und Bremerhaven findet am Donnerstag (17.45 Uhr live im TV auf SPORT1) am Main statt.

Schwethelm erwartet die Frankfurter dort in anderer Verfassung: "Es wird nicht noch einmal einen so hohen Sieg geben." Braunschweig erwartet Bamberg bereits am Mittwoch (18 Uhr live im TV auf SPORT1).

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