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Der Effektivitätswert von Frankfurts Aubrey Reese fiel in den Playoffs von 12,7 auf 8,7 © getty

Den Skyliners droht im dritten Halbfinale Aubrey Reese auszufallen. Auch die Eisbären haben Playmaker-Probleme - mit dem Backup.

München - Bei den Frankfurt Skyliners hinterlassen die Playoff-Belastungen Spuren: Vor Spiel 3 der Halbfinals gegen die Eisbären Bremerhaven (ab 18 Uhr live im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) bangt der Meister von 2004 um seinen Stamm-Spielmacher Aubrey Reese.

Nach dem Ausgleich zum 1:1 in der Best-of-Five-Serie humpelte der Point Guard in die Kabine. Reese soll seit längerem Probleme wegen einer überlasteten Patellasehne haben - mutmaßt die "Frankfurter Rundschau".

"Ich gehe davon aus, dass Reese am Samstag spielen kann", sagt Sportdirektor Kamil Novak lediglich.

Kein Rhythmus gegen die Eisbären

Die Frankfurter haben vor dem siebten Spiel in drei Wochen ohnehin Sorgen: Bereits am Donnerstag spielte Dragan Labovic wegen Fußschmerzen deutlich weniger als sonst, traf aber kurz vor Schluss die beiden wichtigen Freiwürfe zum 84:80. In die Startfünf war Greg Jenkins auf die Center-Position gerückt.

Spielerisch holpert es aber trotz des Heimsiegs bei den Skyliners: "Bremerhaven bereitet uns große Probleme. Wir kommen schwer in den Rhythmus, der uns gegen Berlin ausgezeichnet hat", erklärt Pascal Roller.

Der Backup-Playmaker sprach dennoch von einem "ordentlichen Schritt nach oben. Jetzt müssen wir nur einmal auswärts gewinnen."

"Wir werden jetzt erst warm"

Der Reserve-Spielmacher der Eisbären sagt unterdessen lieber nichts. Sein Trainer ebenso wenig über Brandon Brooks.

Gekommen, um Louis Campbell am Ende der ersten drei Viertel kurz zu entlasten, brachte er durch schlechte Entscheidungen seinen Coach Doug Spradley auf die Palme.

Campbell - bisher mit stolzen 16 Punkten, 5,1 Rebounds und 4,7 Assists pro Partie in den Playoffs - muss daher in der K.o.-Runde durchschnittlich fast 37 Minuten ran.

Zudem haben die Nordseestädtern ein Viertelfinal-Spiel mehr als die Skyliners in den Knochen. "Wir sind nicht müde - wir werden jetzt erst warm", hält Spradley dagegen.

"Vielleicht gegen drei Schiedsrichter"

In der anderen Halbfinal-Serie will Bamberg am Sonntag (ab 15 Uhr live im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) zu Hause den Schlusspunkt setzen und die Phantoms Braunschweig rauswerfen.

"Die Bamberger scheinen sich ihrer Sache sehr sicher zu sein, und das sollen sie auch gerne sein - bis Sonntag nach dem Spiel", gibt sich Phantoms-Kapitän Nils Mittmann in der "Braunschweiger Zeitung" kämpferisch.

Allerdings befürchtet er in der womöglich lautesten Halle der Beko BBL einen Schiedsrichter-Bonus für die Bamberger: "Da brauchen wir alle Konzentration auf dem Feld, um gegen 7000 Fans, fünf Bamberger Spieler und vielleicht noch drei Schiedsrichter zu bestehen."

Innenbanddehnung bei Idbihi

Zudem bangen die Braunschweiger um ihren Nationalcenter Yassin Idbihi. Dessen Sprunggelenksverletzung aus Spiel 2 ist schwerwiegender als angenommen.

Von einer Innenbanddehnung ist die Rede. "Es ist fraglich, ob er spielen kann", sagt Trainer Sebastian Machowski. "Wir müssen uns notgedrungen auch noch etwas anderes für eine kleine Aufstellung überlegen", räumt er ein.

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