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Aubrey Reese (r.) wechselte 2009 von Aliaga Petkim zu den Skyliners © getty

Für Stephan Baeck ist nach der Niederlage der Brose Baskets in Spiel 1 der Beko BBL-Finals gegen Frankfurt nichts entschieden.

Von Ingo Weber

München - Man darf durchaus von einer Überraschung sprechen: Die Skyliners Frankfurt haben die Brose Baskets Bamberg in der Beko BBL geschockt und in der Best-of-Five-Serie gegen den Pokalsieger erfolgreich vorgelegt.

Durch einen 65:63 (30:35)-Erfolg in Bamberg erkämpften sich die Skyliners die 1:0-Führung, nachdem sie fast die komplette Spielzeit in Rückstand gelegen hatten.

Für den ehemaligen deutschen Nationalspieler Stephan Baeck ist die Serie noch völlig offen: "Frankfurt hat jetzt einen kleinen Vorteil, aber Bamberg ist die konstantere Mannschaft", ist sich Baeck bei SPORT1 sicher.

Knackpunkt Schlussphase

Der Europameister von 1993 sieht den Knackpunkt für die Niederlage der Bamberger in der hektischen Schlussphase: "Die Brose Basktes haben über weite Strecken gut gespielt und die Partie auch dominiert. Am Ende haben sie den Bal nicht mehr im Korb unter gebracht und auch nicht mehr so von Tibor Pleiß profitiert, wie zu Beginn. Bamberg hat nicht mehr so aggressiv verteidigt und die Aufbauspieler der Skyliners immer wieder zum Korb ziehen lassen."

Nicht nur Nachteile

Baeck sieht in der Niederlage aber nicht nur Nachteile für die Brose Baskets: "Es war ein Warnschuss zur rechten Zeit. Bamberg muss sich bewusst werden, dass es nicht so leicht wird, wie in den Runden zuvor. Dass das Team in der Lage ist, die Serie noch zu drehen, ist gar keine Frage.

Für Spiel 2 gibt der ehemalige Shooting Guard den Bambergern einen Rat mit auf den Weg: "Sie müssen versuchen weiterhin Druck aufzubauen und gleichzeitig die schnellen Guards der Frankfurter zu stoppen."

"Niveau macht alles möglich"

Keinen einfache Aufgabe für den deutschen Meister von 2005 und 2007, denn Frankfurt hat in der K.o.-Runde enormes Selbstvertrauen getankt. "Die Skyliners spielen auf einem Niveau, dass alles möglich macht", weiß Baeck.

Dass Frankfurt jetzt zu Hause antreten muss, sieht er nicht als großen Vorteil für die Skyliners: "Man wird abwarten müssen, wie Frankfurt mit dem Druck umgeht, vor heimischen Publikum zu bestehen und den Heimspielvorteil zu verteidigen."

Fleming gratuliert

Bambergs Head Coach Chris Fleming sprach nach dem Spiel von einem verdienten Sieg der Gäste: "Gratulation an Gordon Herbert und seine Mannschaft. Letztendlich haben sie das Spiel nicht geklaut, sondern es verdient gewonnen."

Fleming fand auch Gründe für die Niederlage seiner Mannschaft: "Wir haben unsere Defensivkonzentration verloren und versucht, das in der Offense zu richten. Das dürfen wir nicht machen. Die Defense muss unsere Offense retten, nicht umgekehrt. Jetzt gilt unsere Konzentration Spiel 2", meint der Head Coach.

Für das zweite Duell (Mi., ab 19.20 Uhr live im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) glaubt er aber weiterhin an die Qualität seiner Truppe: "Unser Selbstvertrauen ist nach wie vor hoch, wir wollen am Mittwoch die passende Antwort geben."

Spiel 3 verlegt

Zumindest ein Problem der Bamberger hat sich am Sonntag in Luft aufgelöst.

Unter Vermittlung durch das Schiedsgericht wurde der Streit um das eventuell entscheidende dritte Spiel beigelegt und der kommende Sonntag als neuer Termin festgelegt.

Ursprünglich sollte die dritte Partie einen Tag vorher stattfinden. Dies war aus organisatorischen Gründen jedoch nicht möglich, da an diesem Tag in der Business Lounge der Bamberger Arena eine Hochzeitsfeier stattfindet.

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