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Dragan Labovic ist Frankfurts Start-Center - um Bambergs Tibor Pleiß herauszulocken © getty

Vor Spiel 3 der Finals steht für Stefan Koch fest: "Der Heimvorteil ist überbewertet." Frankfurts Manko liege im Angriff.

Von Olaf Mehlhose

München - Noch ist alles offen.

Nach zwei Spielen und zwei Auswärtssiegen in der Finalserie der Beko BBL steht es zwischen den Brose Baskets Bamberg und den Skyliners Frankfurt 1:1.

Am Sonntag (ab 15.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) findet nun Spiel 3 in Bamberg statt.

SPORT1-Experte Stefan Koch blickt voraus und erklärt, worauf es für die beiden Teams ankommen wird. An seinem Titelfavoriten hält er fest.

Koch setzt auf Bamberg

Bereits vor Wochen hatte sich Koch auf die Brose Baskets als Meisterschaftsfavoriten festgelegt.

Diese Einschätzung wollte er auch nach der Auftakt-Niederlage der Bamberger nicht revidieren.

"Ich hätte meine Meinung nur geändert, wenn die Skyliners auch Spiel 2 gewonnen hätten. Frankfurt hat bisher zwei sehr gute Spiele abgeliefert, aber insgesamt hat Bamberg für mich ein Stück mehr Qualität."

"Heimvorteil wird überschätzt"

Dass es in den bisherigen zwei Spielen der Finalserie zwei Auswärtssiege gab, überrascht Koch nicht besonders.

Der Heimvorteil sei ohnehin überbewertet. In den Finalspielen in der NBA und in der Spanischen Liga gäbe es ähnliche Szenarien.

Koch hatte ohnehin nicht mit einem glatten Durchmarsch des Pokalsiegers gerechnet. Deswegen wertete er die Niederlage der Brose Baskets in Spiel 1 auch nicht als Ausrutscher.

"So wie Frankfurt sich in den Playoffs präsentiert hat, wäre ein 3:0 vermessen gewesen."

Frankfurt muss die Offensive stärken

Für die Skyliners komme es in den folgenden Spielen darauf an, die Offensive zu stärken.

"Sie haben Bamberg bisher ganz gut verteidigt. Im Angriff waren sie in Spiel 2 ein wenig überhastet", erklärt Koch: "Sie müssen dort mehr Klarheit und Sicherheit in ihre Aktionen bringen oder, wenn das nicht klappt, ein wenig mit dem Tempo runtergehen."

Schlüsselrolle für Suput

Bei Bamberg dagegen komme Pedrag Suput eine Schlüsselrolle zu.

"Suput war im Pokal und der Hauptrunde der entscheidende Mann. Da sich die Frankfurter Verteidigung sehr stark auf ihn konzentriert, schafft er Freiräume für seine Mitspieler, so dass sich denen sich immer wieder die Chancen von außen bieten. In Spiel 2 hat das schon sehr gut geklappt."

Für die Franken spräche auch die gute Trefferquote von jenseits der Drei-Punkte-Linie, die in der gesamten Saison bei etwa 40 Prozent lag.

Allen muss sich steigern

Einen MVP-Kandidaten hat Koch bisher noch nicht entdeckt, da "ja erst maximal 50 Prozent der Finals vorbei sind". Eine Steigerung erwarte er allerdings von Derrick Allen und Aubrey Reese. Vor allem Allen müsse im Angriffsspiel derSkyliners für mehr Entlastung sorgen.

Auf den genauen Ausgang der Finalserie mag sich Koch nicht festlegen, dafür aber auf den Sieger: die Brose Baskets.

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