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Pascal Roller (r.) spielt seit 2007 für die Frankfurt Skyliners © getty

Die Frankfurter feiern einen Start-Ziel-Sieg und erzwingen ein entscheidendes fünftes Spiel in Bamberg am Donnerstag.

Frankfurt - Die Brose Baskets Bamberg haben ihren ersten Matchball zum Gewinn ihrer dritten Basketball-Meisterschaft und des ersten Doubles der Vereinsgeschichte vergeben.

Der Pokalsieger verlor das vierte Playoff-Finalspiel der Beko BBL bei den Skyliners Frankfurt mit 56:69 (30:35) und musste in der Best-of-Five-Serie den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen.

Damit fällt die Entscheidung im Titelrennen am Donnerstag in der "Frankenhölle" in Bamberg (ab 19.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES).

Auch Casey Jacobsen (14 Punkte) und Brian Roberts (13) als bester Brose-Werfer konnten die Niederlage der Gäste vor 5002 Zuschauern in der ausverkauften Ballsporthalle nicht verhindern.

19 Punkte für Derrick Allen

Die Skyliners indes, bei denen Derrick Allen (19) und Jimmy McKinney (11) herausragten, feierten zwei Tage nach dem 52:97-Debakel in Bamberg eine beeindruckende Wiederauferstehung und bestanden nach der höchsten Playoff-Pleite der Klubgeschichte den Charaktertest.

"Wir wollten zeigen, dass das letzte Spiel abgehakt und der Wille noch da ist. Das ist uns bravourös gelungen. Wir haben uns zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Vielleicht gibt uns das den Push für das fünfte Spiel", sagte Frankfurts Pascal Roller.

Die Gastgeber begannen wesentlich treffsicherer als noch knapp 53 Stunden zuvor und lagen nach 13 Minuten mit 26:18 in Führung.

McKinney nutzt die Lücken

Die Lücken in der diesmal nicht so sattelfesten Bamberger Deckung wussten die Hessen insbesondere durch McKinney zu nutzen.

Die Franken indes erlaubten sich auch im Angriff etliche Fehlwürfe und wirkten nach der Gala vom Sonntag zunächst seltsam gehemmt.

Vor allen Dingen der 2,00 Meter große Serbe Suput blieb unter seinen Möglichkeiten. Doch angetrieben von rund 600 mitgereisten Fans kam das Gäste-Team von Erfolgstrainer Chris Fleming zum zwischenzeitlichen Ausgleich (28:28).

Grundstein im dritten Viertel

In der Neuauflage des diesjährigen Pokalfinals und der beiden Endspiel-Duelle von 2004 und 2005 stellten die Skyliners die Weichen im dritten Viertel aber auf Sieg, als sie den Vorsprung erstmals auf 14 Punkte (53:39) ausbauen konnten.

Im Schlussviertel dauerte es viereinhalb Minuten bis Frankfurt die ersten Punkte erzielen konnte und Bamberg kam noch einmal auf fünf Punkte heran. Doch die Skyliners wehrten die Aufholjagd der Brose Baskets erfolgreich ab.

In der "Frankenhölle" hatten sich die Frankfurter zwei Tage zuvor noch bis auf die Knochen blamiert.

Eine Erklärung für das Debakel - bis zur Pause lag die Trefferquote der Hessen bei peinlichen 27 Prozent - hatte niemand gefunden.

Fleming-Appell erfolglos

Doch nicht zuletzt Brose-Coach Chris Fleming hatte vor allzu großer Euphorie gewarnt und sein Team vor der vierten Finalpartie zur Konzentration aufgerufen - offenbar aber ohne Erfolg.

Die Skyliners hatten nach ihrem Auswärtssieg in Bamberg (65:63) zum Auftakt der Endspielserie zunächst nicht mehr zu ihrer Form gefunden und die darauffolgenden beiden Begegnungen zuhause (68:77) und am vergangenen Sonntag auswärts (52:97) verloren.

Das Spiel im Stenogramm:

Skyliners Frankfurt - Brose Baskets Bamberg 69:56 (35:30)

Beste Werfer: Allen (19), McKinney (11), Reese (11), Doliboa (10) bei Frankfurt - Jacobsen (14), Roberts (13), Suput (10) bei Bamberg

Zuschauer: 5002 (ausverkauft)

Playoff-Stand: 2:2

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