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Dirk Nowitzki wurde 1999 von den Dallas Mavericks in die NBA gedraftet © getty

Die Berliner träumen von einer Verpflichtung Dirk Nowitzkis. Aber wie realistisch ist der Plan? Sport1.de gibt die Antworten.

Von Martin Hoffmann

München - Der größte deutsche Basketballer im Trikot des größten deutschen Klubs - das ist ein Gedanke, von dem ALBA Berlin schon seit längerem träumt.

Der Manager des Klubs hat nun noch einmal bekräftigt, dass er Dirk Nowitzki zu gerne an die Spree holen würde.

"Es gibt eine gewisse Logik, dass man einen Dirk Nowitzki, der nicht nur über sein Bekenntnis zu seiner Heimat redet, sondern das auch lebt, und uns zusammenführen kann", erklärte Marco Baldi in der "Berliner Morgenpost".

Baldi weiß, dass er "sicher noch nicht in zwei, drei Jahren" damit rechnen kann, aber er lässt damit eine Diskussion wieder aufflammen: Der Superstar der Dallas Mavericks auf Korbjagd für einen deutschen Klub - geht das? Sport1.de beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie lange bleibt Nowitzki noch in der NBA?

Nowitzki ist noch bis zum Jahr 2011 mit einem Jahresgehalt von über 13 Millionen Euro an die Mavericks gebunden. Vor Ablauf des Kontrakts braucht niemand einen Gedanken an einen Wechsel zu verschwenden.

Zum Vertragsende wird Nowitzki 33 Jahre alt sein. Auch wenn er dann wohl schon über den Zenit seines Schaffens hinaus sein wird, dürfte er immer noch fit genug sein, um zumindest noch einen lukrativen Kurzzeit-Deal in der NBA landen zu können.

Nowitzki weiß um seinen Wert und wird daher wohl auch über 2011 hinaus in den USA bleiben.

Aus der Liga wird er wohl so lange nicht wegzuholen sein, wie er eine realistische Chance sieht, dort Meister zu werden. Das Ziel steht bei Nowitzki über allem.

Ab wann wird Europa für Nowitzki zum Thema?

Wohl frühestens ab dem Jahr 2013 - außer vielleicht, er wird vorher Meister und will sich nach so einem Höhepunkt aus der NBA verabschieden.

In Interviews hat Nowitzki immer erklärt, dass er erst über ein Engagement in Europa nachdenkt, wenn sein Körper den mörderischen NBA-Spielplan nicht mehr mitmacht - und das Problem sieht er erst mit Mitte 30 auf sich zukommen.

"Vielleicht sage ich auch mit 35, es macht mir noch Spaß, aber 82 Spiele müssen nicht mehr sein, aber mir fehlt der Wettkampf", erklärte Nowitzki jüngst in der "tz": "Dann könnte es schon sein, dass ich in Europa angreife."

Wenn Nowitzki nach Europa kommt, ist ALBA dann seine erste Wahl?

Fraglich. Eine Präferenz für die Berliner hat er nie öffentlich zu erkennen gegeben. Konkretes hat sich Nowitzki zum Thema ALBA nie entlocken lassen, nur Allgemeinplätze a la: "Ausschließen möchte ich nie etwas."

Fest steht: ALBA kann Nowitzki nicht die Summen bieten, die in Griechenland, Spanien oder Russland gezahlt werden, wo die Vereine teils Budgets von 50 Millionen Euro plus X haben.

Allerdings wird Nowitzki bis dahin genug Geld verdient haben, so dass der finanzielle Faktor wohl nicht mehr ausschlaggebend sein wird.

Die Heimatverbundenheit, die Nowitzki immer wieder betont, könnte ihn dann zu einem Karriere-Ausklang in Deutschland bewegen.

"Mal sehen, wo in ein paar Jahren mein Lebensmittelpunkt liegt", hat Nowitzki kürzlich erklärt - und das ist eben noch nicht abzuschätzen.

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