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Tibor Pleiß (M.) erzielte 14 Punkte und schnappte sich sieben Rebounds © imago

Der Double-Gewinner holt den ersten Titel der Saison und deckt Frankfurts Mängel schonungslos auf. Bambergs Neue schlagen ein.

Aus Bamberg berichtet Michael Spandern

Bamberg - Double-Gewinner Brose Baskets Bamberg hat den ersten Titel der Saison eingeheimst und beim Champions Cup in der heimischen Jako-Arena sein Meister-Format unter Beweis gestellt.

Die Frankfurt Skyliners, Pokal- und Beko BBL -Finalist der vorigen Saison, müssen dagegen kleinere Brötchen backen, sollte das 85:58 (41:23) kein Muster ohne Wert sein.

Zwar nutzte das Team des wegen Rückenschmerzen zu Hause gebliebenen Gordon Herbert die Partie eher als Test fürs Eurocup-Quali-Spiel gegen Besiktas Istanbul am Mittwoch.

Powell fällt durch den Medizin-Check

Doch allem Anschein haben die Hessen die abgewanderten Starter Derrick Allen, Aubrey Reese und Greg Jenkins nicht gleichwertig ersetzt.

Und zudem mussten sie sich von Power Forward Carlos Powell trennen, da der Amerikaner die medizinischen Tests nicht bestand. Sportdirektor Kamil Novak kündigte prompt an, noch einen Transfer zu tätigen.

Bamberg hingegen scheint sich mit beiden Neuen verstärkt zu haben: Reyshaun Terry war mit 19 Punkten Topscorer der Partie, Kraftpaket Kyle Hines (13 Punkte, fünf Rebounds) sorgte für Entlastung von der Bank.

Und NBA-Draftee Tibor Pleiß (14 Punkte, sieben Rebounds) wirkt trotz des WM-Sommers frisch und tatendurstig.

Fleming bleibt bescheiden

Bambergs Coach Chris Fleming warnt jedoch vor zu großer Euphorie:

"Wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Die Frankfurter werden in einigen Wochen, wenn wir gegen sie spielen, erheblich stärker sein. Die wichtigen Spiele sind nicht im September, sondern im Mai und Juni."

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Nolte rückt in Frankfurts Startfünf

Die Gastgeber begannen mit den Double-Gewinnern Anton Gavel, John Goldsberry, Ex-NBA-Profi Casey Jacobsen, DBB-Center Tibor Pleiß und Neuzugang Reyshawn Terry, der Peja Suput (Anriss des vorderen Außenbandes im Sprunggelenk) ersetzte.

Bei den Skyliners begannen an der Seite von Shooting Guard Jimmy McKinney mit DaShaun Wood, Kimmo Muurinen, und A.J. Moye gleich drei Neue.

Und Marius Nolte rückte nur in die Startfünf, da Joe Tabbert mit einer Handverletzung ausfiel.

Terry setzt sich in Szene

Die Bamberger mit den ersten fünf Angriffen erfolgreich, führten durch Goldsberrys Dreier nach drei Minuten mit 10:4.

Doch durch Bamberger Nachlässigkeiten durfte Muurinen zweimal unbedrängt stopfen, und Nolte glich mit Freiwürfen zum 12:12 aus.

Nach einer Auszeit legten die Bamberger vor allem defensiv zu, und vorne zündete Terry beim 9:0-Zwischenspurt einige Highlights.

Moyer versiebt einen Dunking

Die Franken verpassten es zunächst nachzulegen, doch dann verwertete der bullige Kyle Hines einen Offensivrebound, und Jacobsen traf per Dreier zum 26:14.

[kaltura id="0_1xqohdmi" class="full_size" title="Freakcity im Titelrausch"]

Mit zwei Spielmachern - neben Wood auch Most Likeable Player Pascal Roller - bemühte sich Frankfurt um mehr Struktur.

Aber der Meister spielte seine körperlichen Vorteile aus und zog auf 35:18 (17.) davon. Bei Roller lief nichts zusammen, und sein Teamkollege Grayson Moyer scheiterte sogar unbedrängt an einem Dunking.

Hines kräftig und geschickt

Die zweite Spielhälfte eröffneten die Bamberger mit einem Alley-Oop von Jacobsen auf Hines, der mit seinen 196 Zentimetern und 112 Kilogramm zu den durchsetzungsstärksten Innenspielern der Liga werden dürfte.

Goldsberry, Jacobsen und Terrry schraubten die Führung mit ihren Dreiern immer höher. Dann tauchte Hines nach Überkreuz-Dribbling unter dem Korb durch, legte trotz Fouls ein und traf auch noch den Freiwurf zum 64:35 (29.).

Und dann blockte er im letzten Frankfurter Angriff des dritten Abschnitts den Ball gleich doppelt spektakulär ans Brett, wenn auch beim zweiten Mal irregulär.

Nur Nolte bei Frankfurt erwähnenswert

Im letzten Viertel wuchs der Vorsprung der Gastgeber, die 61 Prozent ihrer Zweier-Würfe trafen, auf bis zu 32 Punkte an.

Allein Nolte, der neben zwölf Punkten auch noch vier Rebounds ablieferte, hielt bei den Hessen erwähnenswert dagegen.

Der letzte Korb der Partie blieb Bambergs Probe-Spieler Michael Crowell vorbehalten, der aber ansonsten in vier Spielminuten keine Akzente setzte.

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