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Innenspieler Kyle Hines (M.) kam im Sommer vom italienischen Zweitligisten Veroli nach Bamberg © imago

Der Meister siegt zum Auftakt klar, auch bei Ulm glänzt ein Deutscher. Bonn beklagt nach der Pleite in Gießen ein Kopfproblem.

Köln - Titelkandidat Telekom Baskets Bonn hat in der Beko BBL einen klassischen Fehlstart hingelegt.

"Nach dem ersten Viertel haben wir aufgehört zu denken", sagte Trainer Michael Koch und machte nach dem 70:75 (34:36) zum Auftakt bei den Giessen 46ers ein Kopfproblem aus.

Keine Kopfschmerzen bekam dagegen Meister Brose Baskets Bamberg beim 70:59 (30:28) gegen ratiopharm Ulm.

Erster Tabellenführer ist der letztjährige Playoff-Halbfinalist Eisbären Bremerhaven nach dem 96:70-Sieg gegen die Giants Düsseldorf am Freitagabend.

Pleiß mit beachtlichen Werten

ALBA Berlin musste seinen Auftakt gegen den Mitteldeutschen BC wegen der Teilnahme an der dritten Qualifikationsrunde zur Europaleague verschieben.

Die Ulmer - angeführt vom deutschen Nationalspieler Per Günther (12 Punkte, 4 Assists) - lagen zwar beim Double-Gewinner Bamberg kein einziges Mal vorn, blieben aber bis zwei Minuten vor der Halbzeit (24:25) in Schlagdistanz.

Bis Mitte des dritten Abschnitts erspielten sich die Franken einen 47:35-Vorsprung. Dank Spielmacher Anton Gavel (15 Punkte), NBA-Draftee Tibor Pleiß (14 Zähler, 8 Rebounds) und Neuzugang Reyshawn Terry (10 Punkte, 10 Rebounds) geriet der Sieg nicht in Gefahr. Stenogramme des 1. Spieltags

Rhythmus trotz Polsters verloren

Bonn erwischte in Gießen einen perfekten Start, verlor dann aber völlig den Faden und ließ sich vom Außenseiter den Schneid abkaufen.

[kaltura id="0_5llzmlao" class="full_size" title="Giessen schlägt Bonn"]

"Mit nur zehn oder 15 guten Minuten ist kein Spiel zu gewinnen", analysierte Koch nach der Pleite schonungslos und kritisierte die mentale Schwäche: "Basketball ist ein Spiel, das viel mit Kopfarbeit zu tun hat."

Mit 26:15 führte der Favorit nach dem ersten Spielabschnitt, doch mit dem Vorsprung im Rücken kam den Bonnern der Rhythmus völlig abhanden.

"Zu oft das Eins-gegen-Eins gesucht"

Koch versuchte, in einer Auszeit für Ruhe zu sorgen und mahnte die Spieler, weniger hektisch zu agieren, doch die Maßnahme hatte keinen Erfolg.

"Im Angriff konnten wir den Schalter nicht mehr umlegen, wollten zu oft mit dem Kopf durch die Wand und haben zu oft das Eins-gegen-Eins gesucht", so Koch: "Gießen hat zurecht gewonnen."

Während die Bonner der vergeben Chance nachtrauerten, waren die Gießener nach dem Coup begeistert. "Ich bin überglücklich, dass wir den Vorsprung trotz unserer Jugend und Unerfahrenheit nach Hause gebracht haben", sagte Coach Vladimir Bogojevic: "Wir können die Spiele nur gewinnen, wenn wir eine hohe Intensität in der Defensive und großes Engagement an den Tag legen, und genau das haben wir heute getan."

Frankfurt geht die Luft aus

Einen Krimi mit Happy End erlebten die Zuschauer zum Saisonauftakt in Oldenburg. Die EWE Baskets feierten dank eines Endspurts einen glücklichen 70:67 (31:39)-Sieg gegen Vizemeister Frankfurt Skyliners. (Pascal Roller im SPORT1-Interview)

Bis zur 39. Minute war Ex-Meister Oldenburg einem Rückstand hinterhergelaufen, dann drehten die Norddeutschen doch noch das Spiel.

"Ich denke, wir haben hier heute 38 Minuten guten Basketball gespielt und den eigentlich sicheren Sieg hergeschenkt", meinte Skyliners-Trainer Gordon Herbert enttäuscht: "In der Schlussphase sind uns dann vorne wie hinten zu viele einfache Fehler passiert, die die Oldenburger gnadenlos ausgenutzt haben."

Auswärtssieg für die "Drachen"

Mit einem Auswärtssieg startete Phoenix Hagen in die Saison. Bei den Walter Tigers Tübingen gewannen die Gäste 89:76 (36:33) und holten ihre ersten beiden Punkte.

Die New Yorker Phantoms Braunschweig, in der vergangenen Saison erst im Halbfinale ausgeschieden, besiegten den BBC Bayreuth 68:61 (34:23).

TBB Trier kassierte eine 46:70 (30:32)-Heimpleite gegen BG Göttingen, die Artland Dragons siegten 70:55 (31:31) bei EnBW Ludwigsburg.

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