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Joe Dabbert kam erst in dieser Saison aus dem Unterhaus D-League zu den Skyliners © getty

Im Heimspiel gegen Braunschweig will der Vizemeister die Heimserie ausbauen. Helfen sollen dabei ein Routinier und ein Neuer.

Von Marcus Giebel und Annette Bachert

München - Zwei raus, zwei rein. Im Lazarett der Deutsche Bank Skyliners herrscht derzeit reges Treiben.

Vor dem Heimspiel in der Beko BBL gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig (Sa., ab 20 Uhr live im TV auf SPORT1) fehlen Frankfurt-Coach Gordon Herbert neben dem Langzeitverletzten Quantez Robertson (Knöchelbruch in der Hand) nun auch Jimmy McKinney (Innenbandriss) und Neu-Zugang Jermaine Bucknor (Innenbanddehnung).

Nach dem jetzigen Stand werden die beiden Akteure sogar vier bis sechs Wochen pausieren müssen.

Künftig ohne Moyer

Mit den Neu-Zugängen Joe Dabbert (Fingerverletzung) und Kimmo Muurinen (Grippe) kehren dafür zwei wichtige Spieler ins Team zurück, auch wenn sie noch nicht ganz eingespielt sind.

"Wir machen Extra-Einheiten im Training. Die Spieler lernen sich immer noch kennen", so Herbert.

Für den 2,10 Meter großen Center Dabbert aus dem verschneiten US-Bundesstaat Colorado - "Snow" ist sein dazu passender Spitzname - ist das Spiel der Premieren-Auftritt in der Beko BBL.

Aus der Bundesliga verabschiedet hat sich dagegen Grayson Moyer. Der Guard wird künftig für den finnischen Klub Kouvot Kouvola auf Korbjagd geht.

Roller ist "Most Likeable Player"

Coach Herbert sieht in den Ausfällen aber auch eine Chance: "Die Verletzungen von Jimmy und Jermaine helfen uns natürlich nicht weiter. Aber sie bieten die Gelegenheit für Dominik (Anmerk. der Red.: Bahiense de Mello) und unsere "Youngsters" Filmore (Beck) oder Fabian (Franke) Einsatzzeit zu bekommen."

Auch der bislang formschwache Kapitän Pascal Roller muss nun noch mehr Verantwortung übernehmen und mit seiner Routine und seinen Zuspielen die Nebenleute in Szene setzen.

Aber nicht nur deshalb wird es für den 33-Jährigen eine besondere Partie.

Noch vor Anpfiff wird er die Auszeichnung als "sympathischster Spieler" der vergangenen Saison in Form eines Ehrenringes entgegennehmen.

Kader-Vorteile bei Braunschweig

Positiv stimmt die Hessen auch die Statistik. In der heimischen Ballsporthalle Frankfurt gab es in dieser Spielzeit bislang zwei Siege in zwei Partien.

Zudem spricht man beim Vizemeister über die Niedersachsen ohnehin als Lieblingsgegner, denn 17 von 22 Vergleichen endeten mit Frankfurter Siegen.

Dementsprechend einfach und klar ist auch die Marschroute für das fünfte Saisonspiel formuliert: "Vor allem brauchen wir eine stabile Abwehr und dass alle an einem Strang ziehen. Vorne müssen wir einfach die Dinger reinhauen."

Mit Braunschweig kommt allerdings ein Gegner, der im Gegensatz zu Frankfurt den Kader der letzten Saison größtenteils behalten hat und sich lauft Frankfurt-Sportdirektor Novak "punktuell noch verstärkt" hat.

Phantoms "haben Lektion gelernt"

Außerdem haben die Phantoms bereits eine Partie mehr absolviert und liegen mit drei Erfolgen aus fünf Auftritten in der Tabelle vor den erst zweimal siegreichen Gastgebern. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Überragend präsentierten sich bislang die aus der Vorsaison übernommenen Marcus Goree (14,4 Punkte pro Spiel) und Brandon Thomas (13,8).

Doch auch das Duo aus den Vereinigten Staaten konnte die 71:74-Heimniederlage gegen die noch ungeschlagenen Brose Baskets aus Bamberg am vergangenen Sonntag nicht verhindern.

Coach Sebastian Machowski wusste sofort, woran es haperte: "Wir haben die Lektion gelernt, über 40 Minuten gut spielen zu müssen, um zu gewinnen."

Keine Frage, dass das gegen die Skyliners besser werden soll.

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