vergrößernverkleinern
Frankfurts Jermaine Bucknor (l.) hat nach vier Spielen eine Punkteschnitt von 6,0 © imago

Die Skyliners setzen in der in Quakenbrück nicht nur auf einen Neuen. Bonn plant beim Gastspiel in Trier die Wende zum Guten.

Von Marcus Giebel

München - Hell erleuchten soll die "Drachenhöhle" am Samstag, wenn die Artland Dragons in der Beko BBL die Deutsche Bank Skyliners (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) empfangen.

Die Quakenbrücker haben ihre Fans dazu aufgerufen, in weißen Oberteilen zu erscheinen, um den Zusammenhalt zu demonstrieren.

Und das ärgerliche 58:60 gegen die Brose Baskets Bamberg vom vergangenen Spieltag vergessen zu machen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Dass dies allein nicht zum fünften Saisonsieg genügen wird, ist aber auch Co-Trainer Tyron McCoy klar: "Wir müssen auf ihre wechselnden Verteidigungen gefasst sein und besser als zuletzt auf den Ball aufpassen."

Zwei Verlängerungen und ein Neuer

Der 37-Jährige warnt vor dem tief besetzten Kader der Hessen, weiß um die große Stärke des Vizemeisters: "Unsere Verteidigung muss darauf gefasst sein, dass Frankfurt auch in einem engen Spiel viele Punkte erzielen kann."

Die Skyliners haben in dieser Woche Nägel mit Köpfen gemacht und ihre Personalplanungen vorangetrieben.

Top-Scorer (12,5) und -Assistgeber (3,6) DaShaun Wood hat seinen Vertrag bis Saisonende verlängert, der zurzeit verletzte Jimmy McKinney immerhin bis Jahresende.

Zudem verstärkt Roger Powell ab sofort das Team aus "Mainhattan". Der Power Forward soll vorerst bis Mitte Januar bleiben.

Spannendes Reboundduell

"Roger ist ein Spieler der sowohl auf der kleinen als auch auf der großen Flügelposition spielen kann. Durch seine Energie wird er uns in der Verteidigung und im Angriff helfen können", freut sich Coach Gordon Herbert auf den Zugang. (STENOGRAMME 7. Spieltag)

Hoffnung besteht noch auf die Rückkehr von Jermaine Bucknor (Innenbanddehnung im Knie).

Spannend dürfte es in den Reboundduellen werden, denn bei abgegriffenen Bällen sind die Frankfurter Guards Quantez Robertson (8,0) und A.J. Moye (7,0) kaum zu bezwingen, Artland wirft Ruben Boumtje Boumtje (6,8) ins Rennen.

Eine Sorge weniger haben die Gäste schon vor dem Tip-Off: Die New Yorker Phantoms haben ihren Protest gegen das wegen des Zusammenbruchs der Korbanlage unterbrochene Spiel in Frankfurt (94:91) zurückgezogen.

[kaltura id="0_a6rqv4as" class="full_size" title="Herzschlagfinale in Frankfurt"]

Bonn zieht Hoffnung aus Hagen-Spiel

Ein ähnlich verrücktes Spiel erlebten zuletzt auch die Telekom Baskets Bonn.

Beim 103:102 über Phoenix Hagen holte das Team von Michael Koch am vergangenen Sonntag 25 Punkte auf. Das macht Mut für die Zukunft.

So hat der Trainer vor dem Auswärtsspiel bei der TBB Trier (Sa., ab 18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) eine Veränderung zum Positiven wahrgenommen.

"Basketball ist eine Frage des Kollektivs, und da haben wir als Mannschaft gegen Hagen gemerkt, wie wir uns gemeinsam aus schweren Situationen befreien können", so Koch.

Es war erst der zweite Sieg im fünften Spiel für das hoch gehandelte Team.

Sieben weg, Hunt und Wise schlagen ein

Der holprige Start ist jedoch einfach zu erklären: Nach dem Viertelfinal-Aus in den Playoffs der Vorsaison hat der fünfmalige Vizemeister den Kader komplett umgekrempelt.

Arthur Kolodziejski, Johannes Strasser, John Bowler, Bryce Taylor, Jared Jordan, Ronald Dupree und Moussa Diagne gingen, sechs Neue kamen.

Darunter der bisherige Top-Scorer Jeremy Hunt (16,0 Punkte pro Partie) sowie Nic Wise, der schon dreimal als bester Punktesammler hervorstach.

Beim Tabellennachbarn setzt Koch auf die Einsatzfreude seines Teams: "Wir müssen uns richtig ins Spiel reinbeißen, müssen über den Kampf unseren Rhythmus finden."

Jaacks-Einsatz noch fraglich

Seine Spieler müssten "versuchen, Trier in eigener Halle möglichst tief zu halten. Offensiv sind wir variabel genug, um von außen oder am Brett zu punkten."

Allerdings werden die Bonner nicht aus dem Vollen schöpfen können: Neben den Langzeitverletzten Vincent Yarbrough (Sehnenriss im Fuß) und Patrick Flomo (Kreuzbandriss) fehlt auch Nationalspieler Tim Ohlbrecht (Kapselverletzung am Daumen).

Der Einsatz von Jacok Jaacks - ein weiterer Zugang - ist wegen einer Rippenprellung noch offen.

Trier "auf richtigem Weg"

Gegner Trier setzt auf einheimische Spieler wie Philip Zwiener, Oskar Faßler und Maik Zirbes.

Vor allem Ersterer hat sich im Team von Coach Henrik Rödl als Führungsspieler erwiesen, zuletzt viermal in Folge zweistellig gepunktet.

Trotz zwei knapper Niederlagen in den vergangenen beiden Partien sieht Rödl seine Profis "auf dem richtigen Weg. Wir müssen in vielen Phasen einfach stabiler werden."

Immerhin zu Hause läuft es für die Moselstädter abgesehen von der Auftaktklatsche gegen die BG Göttingen gut ? mit Bonn wartet nun jedoch ein richtiger Prüfstein.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel