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Chris Fleming ist seit 2008 Trainer des Tabellenführers Brose Baskets Bamberg © getty

Bambergs Coach Chris Fleming ist nach der Heimpleite gegen Malaga stinksauer. Er schickt eine Warnung an Bonn und Rom.

München - Coach Chris Fleming war restlos bedient und machte seinem Unmut nach der Schlusssirene Luft.

"Sie haben zu Recht verloren", schimpfte der Amerikaner nach der unnötigen 65:69 (37:33)-Heimniederlage seiner Mannschaft in der Euroleague gegen den spanischen Vertreter Unicaja Malaga.

30 Minuten hatten die Franken Spiel und Gegner unter Kontrolle, bevor ein unerklärlicher Blackout im Schussviertel den wichtigen dritten Sieg im fünften Gruppenspiel kostete.

"Weil wir nicht die defensiven Stärken, die uns in den letzten Wochen ausgemacht haben, gezeigt haben", fügte Fleming an. "In der entscheidenden Phase haben wir mentale Fehler gemacht."

2:21-Serie im letzten Viertel

Denn mit einer verdienten 51:43-Führung war der Bundesliga-Tabellenführer vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Halle ins vierte Viertel gegangen.

"Nach der Führung haben wir uns weit von unserem besten Basketball entfernt. Wir waren offenbar nicht bereit für diesen Moment", kommentierte Fleming äußerst moderat, was er an mangelnder Organisation und Konzentration von seiner Mannschaft auf dem Feld gesehen hatte.

So bereitete der Double-Gewinner dem spanischen Meister von 2006 und Final-Four-Teilnehmer in der Euroleague von 2007 den Weg zu einer 21:2-Serie zum Sieg.

Beide Mannschaften waren mit zwei Siegen und zwei Niederlagen in die Partie gegangen, die den Gastgeber Mut für die restlichen Gruppenspiele machen sollte.

Hines: "30 Minuten reichen nicht"

Der amerikanische Center Kyle Hines meinte: "Es reicht auf diesem Niveau nicht, nur 30 Minuten guten Basketball zu spielen."

Hines gelangen nur acht Punkte, bester Werfer war Brian Roberts mit 13 Zählern, bevor Bamberg kein Rezept gegen das aggressive Pressing der Iberer fand und sich allein im Schlussabschnitt sechs Ballverluste leistete.

Für Fleming und die Fans war der Einbruch ein Rätsel, zumal sich ihre "Riesen" in der Europaleague bislang unerwartet gut verkauften.

Gegen Madrid betrogen

Siege gegen den Titelaspiranten Olympiakos Piräus (73:61) und Spirou Charleroi (79:69), Niederlagen bei Lottomatica Rom (65:83) und Real Madrid (81:83 n.V.), wo sie um einen Sieg betrogen wurden, weil der letzte Wurf von Roberts acht Sekunden vor dem Ende nur mit zwei (zum 81:81) statt drei Punkte gewertet wurde.

Die Schiedsrichter wurden nach dieser krassen Fehlentscheidung zugunsten des Renommierklubs für fünf Spiele gesperrt.

Kampfansage an die Konkurrenz

Aber dafür können sich die Bamberger als Vierter der Gruppe B nichts mehr kaufen, sie fomulierten nach der Niederlage gegen Malaga trotzig Kampfansagen an die nationale und internationale Konkurrenz. .

"Meine Mannschaft wird am Sonntag in der Bundesliga gegen Bonn und nächsten Donnerstag gegen Rom die richtig Antwort geben", versprach Fleming.

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