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Jamie Jones spielte in der NCAA für die Portland State Vikings © getty

Eine Nervenkrankheit bedroht die Karriere von Hagen-Center Jamie Jones. Er löst seinen Vertrag auf und begibt sich in Behandlung.

Von Marcus Giebel

München - Im einen Moment jagt er dem Ball hinterher, im nächsten wird ihm schwarz vor Augen und alles ist vorbei.

So erging es Jamie Jones, Center von Phoenix Hagen, am Sonntag.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Beim Training des BEKO BBL-Klubs zitterte der 23-Jährige plötzlich am ganzen Leib. Dann wurde er ohnmächtig.

Es ist ein schwerer Rückfall, denn Jones leidet an einer Nervenkrankheit, die ihn schon im Sommer in seiner US-amerikanischen Heimat heimgesucht hat.

Herkelmann: "Um Vertragsauflösung gebeten"

Während er damals dennoch den Sprung nach Europa wagte, drohen ihm diesmal schlimmere Konsequenzen: Jones steht vor dem Karriereende.

"Er hat quasi um Vertragsauflösung gebeten", erläutert Phoenix-Geschäftsführer Oliver Herkelmann gegenüber SPORT1.

Der ehemalige Nationalspieler ergänzt: "Jones war völlig fertig und den Tränen nahe, als er zu uns kam."

In diesen Tagen hätte der medizinische Test des Zugangs aus Düsseldorf anstehen sollen. Der wäre angesichts der Krankheit nun aber zu einer unüberwindbaren Hürde geworden.

Klubverantwortliche wussten von Krankheit

So kannte Jones nur noch ein Ziel. Er bat den Klub, ihn in seine US-amerikanische Heimat zu entlassen. Dort soll er behandelt werden - wie bereits vor einigen Monaten.

Denn schon im Sommer hatte er während eines Summer-League-Spiels in den Vereinigten Staaten das Bewusstsein verloren.

Die Klubverantwortlichen hatten davon Kenntnis, dennoch wurden sie von dem Rückschlag überrascht.

Nicht das Herz, sondern Nervensystem

"Jones hat die Kontrolle über seinen Körper verloren und angefangen zu zittern. Das ging dann so weit, dass er ohnmächtig wurde", erläutert Herkelmann das Krankheitsbild.

Um welche Art von Krankheit es sich genau handele, sei laut dem Manager nicht bekannt: "Wir wissen nur, dass es nichts mit dem Herzen zu tun hat, sondern vom Nervensystem ausgeht."

Immerhin bei einer Sache konnte Phoenix dem Profi helfen. "Wir haben so schnell wie möglich einen Flug für ihn gebucht", sagt Herkelmann.

Wer folgt auf der Centerposition?

Für ihn beginnt die Suche nach einem Center damit neu. Denn nach der schweren Knieverletzung von Edward Seward sollte eigentlich Jones die Lücke unter dem Korb füllen.

"Wir werden auf jeden Fall etwas machen", betont Herkelmann: "Denn im Dezember stehen wichtige Heimspiele für uns an."

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