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Lucca Staiger (l.) spielte von 2007 bis 2010 an der Iowa State University in den USA © getty

Eine Odyssee nach dem Eurocup verkürzt die Vorbereitungszeit auf die BBL-Partie. Staiger will kriselnde Phantoms nicht unterschätzen.

Von Björn Seitner

München - Von einer guten Vorbereitung kann man bei ALBA Berlin vor der BEKO-BBL-Partie gegen die NY Phantoms Braunschweig (Sa., ab 19 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) ganz und gar nicht sprechen.

Nach dem 79:73-Sieg gegen Eldo Caserta im Eurocup, benötigten die Haputstädter wegen des Schneechaos mehr als 33 Stunden von Italien nach Berlin.

In München fiel der Flug aus, in Nürnberg streikte der Zug, in Bamberg musste übernachtet werden.

"Es war ein sehr anstrengender Heimweg. Man merkt es vor allem in den Knochen. Es bleibt jetzt nicht viel Zeit zum Ausruhen", bestätigte der übermüdete Shooting Guard Lucca Staiger SPORT1.

Fehlende Vorbereitung

Den Berlinern bleibt also kaum Zeit, sich auf das Duell mit dem Tabellen-Neunten aus Bamberg einzustellen.

"Richtig vorbereiten können wir uns nicht, daher wird es sehr schwer", weiß Staiger.

Braunschweig läuft seinen Ambitionen mit fünf Siegen und sechs Niederlagen bisher weit hinterher. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

In der vergangene Saison konnte das Team erst vom späteren Meister Brose Baskets Bamberg im Playoff-Halbfinale gestoppt werden.

"Haben ziemlich gute Chancen"

Dennoch, gibt Staiger zu, "hat Braunschweig ein richtig gutes Team".

"Wir müssen uns noch so gut es geht auf das Spiel vorbereiten. Aber dann sind unsere Chancen ziemlich gut auch dort zu gewinnen", so der 22-jährige Nationalspieler.

Auf Berliner Seite spielt mit Yassin Idbihi jemand, der die Phantoms bestens kennt. Der Center war in der Vorsaison noch für die Braunschweiger aktiv.

Der Phantoms-Trainer wiederum hat eine ALBa-Vergangenheit. Sebastian Machowski spielte von 1991 bis 1996 für Berlin.

Ehrensache also, dass man dem Gegner nichts schenken wird, auch wenn für Machowski diese Situation "nur sekundär" ist.

Machowski kündigt Konsequenzen an

Nach der Niederlage gegen Tübingen kündigte der 38-Jährige "Konsequenzen" an.

"Als Profi reicht es nicht, wenn man nur eine Saison gut spielt", findet auch der Phantoms-Sportdirektor und ehemalige Berliner Oliver Braun in der "Braunschweiger Zeitung": "Vielleicht sind einige Spieler nach der tollen letzten Saison zu selbstzufrieden."

Dies lässt wieder Rotationen im Team von Machowski erwarten.

Goree wieder mit dabei

Power Forward Marcus Goree steht nach einer Nebenhöhlenentzündung gegen den Tabellen-Zweiten vor seinem Comeback.

Auch Center Kyle Visser wird nach einem Zusammenprall im Training dabei sein. Milan Obradovic steht dagegen auf der Kippe.

Allen bester Berliner

Berlin-Coach Luka Pavicevic muss nicht viel umstellen, er kann aus dem Vollen schöpfen.

Derrick Allen, der zur neuen Saison von den Skyliners Frankfurt kam, hat sich gut ins Team eingefügt.

Mit 13,3 Punkten im Schnitt ist er der zurzeit beste Berliner.

Kurzer Weg nach Braunschweig

Auch Pavicevics serbischer Landsmann Tadija Dragicevic von Lottomatica Rom überzeugt mit bisher 115 Punkten als zweitbester Werfer.

Einen Vorteil hat die Auswärtspartie gegen Braunschweig für die Berliner zudem: Der Anreiseweg ist der kürzeste der Saison.

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