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Biss zeigen reicht nicht: ALBA unterliegt den New Yorker Phantoms Braunschweig © SPORT1

Der ALBA-Trainer will die Europacup-Strapaze gegen Caserta nicht als Ausrede für die Pleite gegen die Phantoms gelten lassen.

München - Es sprach für den Trainer von ALBA Berlin, dass die strapaziöse 33-Stunden-Rückreise aus Italien vor wenigen Tagen nicht als Entschuldigung herhalten musste.

"Gratulation an Braunschweig für diese gute Leistung und den Sieg. Sie waren das bessere Team", sagte Luka Pavicevic nach dem verdienten 95:87-Sieg der New Yorker Phantoms Braunschweig.

Der einstige Serienmeister ALBA Berlin kassierte am 12. Spieltag der Beko-BBL nach zuvor vier Siegen in Folge die zweite Saisonniederlage in der Basketball-Bundesliga und musste den Platz des ersten Verfolgers von Spitzenreiter Bamberg an die Frankfurt Skyliners (83:52 gegen den Mitteldeutschen BC) abtreten. (STENOGRAMME: Der 12. Spieltag)

Bamberg weiter mit weißer Weste

Meister Bamberg gab sich in einer vorgezogen Begegnung des 29. Spieltages gegen Phoenix Hagen derweil keine Blöße und fuhr mit dem 94:68 den zwölften Sieg im zwölften Spiel ein.

Dagegen bleiben die Giants Düsseldorf nach dem 49:70 gegen TBB Trier weiter Tabellenschlusslicht.

Pavicevic: "Harte Woche"

Pavicevic sprach im Anschluss dennoch von einem tollem "Spiel zum Zuschauen mit vielen Angriffen und Punkten".

In der Tat war bei den Berlinern nach der langen Rückreise vom Eurocup-Spiel am Dienstag in Caserta (79:73) von körperlichen Beeinträchtigungen erstaunlich wenig zu spüren.

Der Wintereinbruch hatte das Team nach dem Flug von Neapel nach München zum Umsteigen auf Bahn und Bus gezwungen, inklusive Übernachtung in Bamberg.

Erst am Donnerstagabend war die über 33 Stunden dauernde Odyssee mit der Ankunft in der Hauptstadt beendet. Pavicevic konnte sich einen Hinweis auf die "harte Woche" dann auch nicht verkneifen, suchte die Gründe für die Niederlage aber nicht abseits des Parketts.

Verteidigung als Makel

"Unsere Verteidigung war schlecht. In der Offensive haben sie uns immer wieder in Situationen gebracht, die wir nicht wollten. Braunschweig war die bessere Mannschaft, besonders in der Offensive", so Pavicevic, der bei seinen Spielern lediglich fehlende Aggressivität als Manko ausgemacht hatte.

[kaltura id="0_ngs86mma" class="full_size" title="Machowski im SPORT1 Interview"]

Dabei sahen die 3103 Zuschauer eine lange Zeit ausgeglichene Begegnung mit zwei offensiv ausgerichteten Mannschaften.

Eine Vorentscheidung fiel in der 34. Minute, als Braunschweig mit zehn Punkten in Front lag. Berlin kämpfte, doch insbesondere ein starker Marcus Goree, der 14 seiner 23 Punkte im letzten Viertel erzielte, stand dem achtmaligen Meister im Weg.

"Schwachstellen gefunden"

Sein Trainer Sebastian Machowski geriet ob der Vorstellung seines Teams ins Schwärmen: "Wir haben ihre Schwachstellen gefunden und ausgenutzt. Es war eine tolle Mannschaftsleistung. Offensiv war es wahrscheinlich sogar die beste Leistung der Saison."

Die Frankfurt Skyliners ließen sich unterdessen von ihren Reisestrapazen nach dem EuroChallenge-Spiel in der Ukraine bei BC Khimik (60:61) - einige Spieler hatten die Nacht sogar auf Wartebänken im Flughafen verbracht - nicht aus der Ruhe bringen und rehabilitierten sich mit dem Sieg gegen den MBC nach der Niederlage in der Vorwoche in Berlin.

Dragons halten Anschluss

Die Artland Dragons hielten mit einem ungefährdeten 93:66-Erfolg gegen die Walter Tigers Tübingen Anschluss an die Spitzengruppe.

Die Telekom Baskets Bonn gewannen 87:79 bei ratiopharm Ulm, Gießen kam zu einem 79:85-Sieg gegen Göttingen.

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