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Casey Jacobsen spielte in der Saison 2008/09 oft trotz Blessuren für ALBA © imago

Bambergs Finals-MVP hat gegen sein Ex-Team "ein spezielles Spiel", Tibor Pleiß warnt vor den angeschlagenen Berlinern.

Von Jakob Gajdzik

München - Es ist das Gigantenduell in der Beko BBL .

Wenn am Samstag die Brose Baskets Bamberg auf ALBA Berlin treffen (ab 20 Uhr LIVE im TV bei SPORT1) schaut ganz Basketball-Deutschland in die Bamberger Stechert Arena.

Neben Punkten geht es dabei im Duell des ehemaligen mit dem aktuellen Liga-Dominator auch ums Prestige.

Die Berliner holten zwischen 1997 und 2003 sieben Deutsche Meisterschaften in Folge, die letzte 2008.

Derzeit aber fegt Bamberg, der Double-Gewinner 2010, mit einem Vereinsrekord von 13 Siegen in 13 Spielen schier unaufhaltsam durch die Liga.

Jacobsen trifft auf alte Freunde

Ein "ganz spezielles Spiel" wird es für den Bamberger Casey Jacobsen, der zwischen 2008 und 2009 selbst das ALBA-Trikot trug und nun gegen seine "Freunde" antreten muss.

"Das ist bis jetzt unsere größte Herausforderung. Unser Startrekord ist bis jetzt klasse, aber erst gegen ALBA werden wir wissen, was er wert ist und wie viel Arbeit noch vor uns liegt", sagte der amtierende Finals-MVP im Gespräch mit SPORT1.

Die große Stärke der Bamberger führt der Amerikaner auf die Defensive zurück: "Es ist zwar nicht unmöglich, aber dennoch sehr schwer, gegen uns zu punkten. Wir erzielen in der Offensive nicht so viele Punkte, aber das brauchen wir auch nicht."

Pleiß: Heiß und selbstbewusst

Laut Bambergs Center Tibor Pleiß ist sein Team einfach "richtig heiß, jedes Spiel zu gewinnen". Nachdem das Team trotz des Sieges gegen Real Madrid aus der Euroleague ausgeschieden ist, ist nun das erneute nationale Double das Ziel.

"Ich denke wir haben eine reelle Chance, ähnlich erfolgreich zu sein wie in der vergangenen Saison", so Pleiß selbstbewusst.

Vor den Berlinern hat er trotz zuletzt zwei Niederlagen in Folge Respekt: "ALBA darf man nie unterschätzen." Dass dieses Duell besonders für die Fans eine hohe Bedeutung hat, weiß der 21-Jährige: "In der Halle wird die Hölle los sein."

"Probefahrt" für Coach Fleming

Auch Brose-Baskets-Coach Chris Fleming hat die Niederlage gegen die Spanier bereits abgehakt und schaut auf das Duell mit den Berlinern:

[kaltura id="0_47d4xtw2" class="full_size" title="EL Prestigesieg f r die Brose Baskets"]

"Das ist für uns eine ganz große Herausforderung. Dieser Playoff-Rhythmus ist für uns eine gute Probefahrt", blickt der Trainer auch schon über die reguläre Saison hinaus.

Pavicevic vorsichtig

Die Schwere der Aufgabe gegen den ungeschlagenen Tabellenführer ist auch den Berlinern bewusst.

"Wir treten bei einem Europaligisten an, der in einer schweren Gruppe nur unglücklich den Sprung in die Top 16 verpasst hat. Und wir treffen auf den Meister, der in seiner eigenen Halle nur sehr schwer zu bezwingen ist", gibt sich ALBA-Coach Luka Pavicevic vor der Partie vorsichtig.

Femerling erwartet "heißen Tanz"

Center Patrick Femerling weiß, dass ALBA von Beginn an höchstes Tempo gehen muss, um zu bestehen.

"Wir wissen, dass uns ein heißer Tanz erwartet. Die Halle wird voll sein, die Fans werden laut sein. Für uns wird es darum gehen, die gleiche Intensität wie Bamberg aufzubringen", weiß der 35-Jährige.

Zuletzt zwei Niederlagen in Folge

Die Hauptstädter müssen beweisen, dass sie nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge gegen die Artland Dragons und bei den New Yorker Phantoms Braunschweig wieder in die Spur finden können, um den Abstand nach oben nicht frühzeitig zu groß werden zu lassen.

Zumindest die Statistik macht Mut. Seit der Saison 1998/99 haben die "Albatrosse" neun von 17 Spielen bei den Brose Baskets gewonnen.

Aber das war die Zeit, als sie noch die Dominatoren waren.

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