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Casey Jacobsen wechselte 2009 von ALBA Berlin zu den Brose Baskets Bamberg © getty

Achtmal in Serie gewann Oldenburg gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Bamberg. Doch so schwer war die Aufgabe noch nie.

Von Annette Bachert

München - Der amtierende Meister trifft auf seinen Vorgänger - und das Team, gegen das es zuletzt immer das Nachsehen hatte (ab 18 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Ein brisantes Duell steht also an - auch wenn sich die Brose Baskets Bamberg und die EWE Baskets Oldenburg in dieser Saison bislang auf unterschiedlichen Ebenen bewegen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Während die Franken bisher in der Beko BBL über alle Teams nahezu hinweg fegten und bisher noch keinen Punkt abgeben mussten, läuft es bei den Niedersachsen nur phasenweise rund.

Auf vier Siege zum Saisonstart folgten sechs Niederlagen aus acht Spielen, die letzten beiden Partien gegen Bayreuth und Bremerhaven wurden wieder gewonnen.

Defensive als "große Stärke"

Dieser positive Trend soll sich nun gegen den Überflieger Brose Baskets fortsetzen, auch wenn man sich in Oldenburg nur eine Außenseiter-Chance ausrechnet.

"Bamberg ist in diesem Spiel klarer Favorit", so Hermann Schüller, geschäftsführender Gesellschafter der Oldenburger, "sie haben einen unglaublichen Lauf, spielen exzellenten Basketball und werden trotz der Erfolge in Serie hoch motiviert sein."

Nicht nur motiviert, sondern mit einer klaren Ausrichtung wird das Team um Kapitän Casey Jacobsen gegen den Ex-Meister antreten. (STENOGRAMME des 15. Spieltags)

"Unsere große Stärke ist ganz klar die Defensive. Es ist zwar nicht unmöglich, aber dennoch sehr schwer gegen uns zu punkten. Wir erzielen in der Offensive nicht so viele Punkte, aber das brauchen wir auch nicht", erklärt Jacobsen bei SPORT1.

"Der Tabellenplatz täuscht"

Aller schlechten Vorzeichen zum Trotz, es gibt eine Statistik, die den "Donnervögeln" Mut macht: Die vergangenen acht Begegnungen der beiden Teams endeten mit Oldenburger Siegen.

Das heißt auch, dass Bambergs Headcoach Chris Fleming noch nicht einen Punkt gegen den Ex-Meister geholt hat.

Und obwohl in dieser Saison alles anders zu sein scheint, sogar namenhafte Teams wie zuletzt ALBA Berlin mit 103:52 überrannt wurden, warnt Fleming vor möglichen Hochmut: "Oldenburg hat sich vor der Saison und noch mal in den letzten beiden Wochen gut verstärkt. Der Tabellenplatz täuscht, dieses Team ist auf dem Weg nach oben und wird um die Meisterschaft mitspielen."

Eine Serie wird reißen

Auch wenn die beiden Neuen, der NBA-erfahrene Aufbauspieler Eddie Gill und Power Forward Luka Bogdanovic, laut Schüller noch besser integriert werden müssen, zeigte diese personelle Verstärkung mit den beiden letzten Siegen schon Wirkung.

Doch weder die Niederlagen-Serie gegen Oldenburg noch dessen Neuzugänge lassen Fleming an seinem Siegeswillen und dem Meister-Team zweifeln: "Die Gegenwart hat nichts mit der sportlichen Vergangenheit zu tun. Wir gehen in dieses Spiel wie in jedes andere auch - mit dem festen Vorsatz zu gewinnen."

Und egal wie das Duell des Meisters gegen seinen Vorgänger ausgehen wird: Eine Serie wird bei den Brose Baskets auf jeden Fall enden.

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