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Daniel Hain wechselte 2007 vom Zweitligisten Herten nach Oldenburg © imago

Vor dem Hit in Frankfurt sieht Daniel Hain Oldenburg auf Kurs - auch dank der Nachverpflichtungen. Er warnt vor zu fernen Zielen.

Von Isabel Meixner

München - Gleich zum Rückrunden-Start hält der Spielplan einen Knaller für die EWE Baskets Oldenburg bereit. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die SPORT1 News)

Am Sonntag spielt der Tabellenfünfte der Beko BBL gegen die Deutsche Bank Skyliners, die auf Platz zwei liegen (ab 19.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1). Für Spielmacher Daniel Hain kommt diese Aufgabe zum richtigen Zeitpunkt.

"Wir als Team freuen uns darauf, gerade jetzt gegen Frankfurt zu spielen", verrät er gegenüber SPORT1.

"Da sind wir zusammengewachsen"

Die Hinrunde lief für die zu Saisonbeginn neu formierten Oldenburger nicht zufriedenstellend:

In der Beko BBL war der Meister von 2009 nur Mittelmaß, im Eurocup schied er mit nur einem Sieg aus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

"Das lag daran, dass wir uns als neues Team nicht so gefunden haben", sagt Hain, gibt sich aber für die Rückrunde optimistisch: " In den vergangenen Wochen ist es besser gelaufen, da sind wir zusammengewachsen."

Dem Spiel in Frankfurt misst er daher eine wichtige Bedeutung bei: "Das ist eine Standortbestimmung. Die Mannschaft ist sehr heimstark und hat eine gute Entwicklung genommen, seitdem Gordon Herbert dort Trainer ist."

Spielertausch auf zwei Positionen

Angst vor einer Niederlage habe die Mannschaft nicht. Das braucht sie auch nicht: Vier der letzten fünf Spiele gewannen die Niedersachsen, während Frankfurt zuletzt zweimal den Kürzeren zog.

Zuversichtlich stimmen Hain auch die zwei Neuzugänge.

Im Dezember hatten die Oldenburger auf die mittelmäßigen Leistungen von Spielmacher Nemanja Protic (6,4 Punkte pro Spiel in knapp 19 Minuten) und Power Forward Steven Smith (7,4 Zähler in rund 23 Minuten) reagiert: Von Zeleznik Belgrad kam Power Forward Luka Bogdanovic, zudem holten die "Donnervögel" den vereinslosen Playmaker Eddie Gill, der zwischen 2000 und 2008 immerhin 187 Spiele in der NBA absolvierte.

Die Verträge mit Protic und Smith wurden aufgelöst.

"Fatal, schon an die Playoffs zu denken"

Von der Qualität der beiden Neuen ist Hain überzeugt - auch wenn es Geduld brauche: "Es ist immer schwierig, zwei neue Spieler während einer Saison zu integrieren. Aber die beiden sind auf einem sehr guten Weg."

Was die Ziele für die Rückrunde angeht, ist der Spielmacher vorsichtig: "Es wäre gerade in der Bundesliga, in der alles so eng beisammen ist, fatal, schon an die Playoffs zu denken. Im Vordergrund steht, uns als Mannschaft von Spiel zu Spiel zu verbessern."

Das Spiel gegen die Skyliners könnte ein erster Schritt zu einer erfolgreichen Rückrunde sein.

Stevic und Campbell stoppen

Doch einfach wird das nicht: Frankfurt brennt auf Revanche. Das Hinspiel hatten die Skyliners in letzter Minute knapp mit 70:67 verloren. Vor allem Oliver Stevic und Louis Campbell stellten die Frankfurter vor Probleme.

"Stevic ist ein unbequemer Gegenspieler. Er taucht immer wieder dort auf, wo es dem Gegner weh tut. Campbell bringt sehr viel Erfahrung und eine unheimlich gute Athletik mit", warnt Assistant-Coach Klaus Perwas.

Sie müsse man aus dem Spiel nehmen. Nur so könne es mit einer Revanche klappen.

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