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Svetislav Pesic holte mit ALBA vier Mal in Serie den Meistertitel © getty

Nach dem Aus von Luka Pavicevic in Berlin fordern die ALBA-Fans, den Meistercoach zu holen. Doch Manager Baldi wiegelt ab.

Berlin - Für die Fans ist die Sache klar. Trainer-Ikone Svetislav Pesic soll die kriselnden "Albatrosse" in der Beko BBL wieder zu neuen Höhenflügen führen.

Nach dem Rauswurf von Luka Pavicevic ist der Ruf nach dem einstigen Meistermacher bei ALBA Berlin nicht zu überhören. (EINWURF: Zeit vergeudet, Geld verbrannt)

Geschäftsführer Marco Baldi dämpft die Hoffnungen der Fans allerdings sofort und gibt der Rückkehr des gefragten Serben keine große Chance. "Wir reden nur über Nachfolge-Kandidaten, die uns sofort weiterhelfen. Svetislav Pesic steht derzeit unter Vertrag", sagte Baldi.

Pesic: Exzellenter Ruf

Pesic, der ALBA von 1997 bis 2000 viermal in Folge zur deutschen Meisterschaft führte, ist noch bis Saisonende an den spanischen Erstligisten Valencia Basket gebunden.

Der 61-Jährige genießt in Deutschland nach wie vor einen exzellenten Ruf. 1993 führte er die Nationalmannschaft überraschend zum EM-Titel. Mit dem FC Barcelona schaffte er das Triple aus Euroleague, Meisterschaft und Pokal.

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Italienischer Favorit

"Wir arbeiten mit Hochdruck an der Suche nach einem neuen Coach und brauchen eine schnelle Lösung", sagte Baldi.

Im Laufe der nächsten Woche will er einen neuen Mann präsentieren: "Am Donnerstag spielen wir gegen Panellinios Athen. Bis dahin sollte eine Entscheidung gefallen sein." Ein heißer Kandidat ist offenbar der Italiener Matteo Boniciolli, der zuletzt bei Virtus Rom arbeitete.

"Ende einer Ära"

Am Freitagabend hatte ALBA die Trennung vom zuletzt glücklosen Pavicevic bekannt gegeben.

"Dieser Schritt ist mir sehr schwer gefallen. Luka war ein exzellenter Trainer, dessen spieltaktische Ideen auch von anderen Trainern übernommen wurden. Außerdem war er als Mensch ein Klasse-Typ", sagte Baldi und fügte an: "Wenn man so will, ist eine Ära zu Ende gegangen."

Immer wieder Rückschläge

Der 42 Jahre alte Pavicevic hatte 2007 sein Amt in Berlin angetreten und mit dem einstigen Seriensieger einmal die deutsche Meisterschaft und den Pokal gewonnen. Allerdings konnte er den Klub nicht nachhaltig in der nationalen Spitze etablieren. (DATENCENTER: Tabellen und Ergebnisse)

Zuletzt gab es immer wieder Rückschläge, der Kader wurde oftmals erneuert. Nachdem die Berliner dann am vergangenen Dienstag im Europacup bei Benetton Treviso verloren, zog der Klub die Reißleine.

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