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Die EWE Baskets Oldenburg gewannen 2009 die deutsche Meisterschaft © getty

Die Dragons hoffen in Oldenburg aufs Rob-Kurz-Debüt. Boumtje-Boumtje ist mulmig zumute. Schlägt der "Drachentöter" wieder zu?

Von Olaf Mehlhose

München - Derbyzeit in Oldenburg.

Nach der zweiwöchigen Spielpause inklusive des ALSTAR Day empfangen die EWE Baskets Oldenburg die Artland Dragons (Sa., ab 20 Uhr live im TV auf SPORT1) zum Niedersachsen-Duell.

Die Partie des 20. Spieltags der Beko BBL ist nicht mit einem normalen Spiel zu vergleichen.

In der ausverkauften EWE Arena erwartet die Gäste ein Hexenkessel: Die Fans des Tabellen-Neunten kündigten bereits an, komplett in Gelb zu erscheinen und für die "richtige" Atmosphäre zu sorgen, wie es Daniel Hain ausdrückte.

"Aggressives" Derby

Auch auf dem Parkett werden sich die beiden Teams nichts schenken.

"Ein Derby ist immer etwas Besonderes", sagte EWE-Baskets-Guard: "Ich glaube, dass es gegen Quakenbrück noch einen Tick aggressiver zugeht als gegen Bremerhaven. Uns kommt die Brisanz, die in dem Spiel steckt, entgegen."

Das Team von Predrag Krunic steht nach zuletzt zwei Schlappen und dem Abrutschen aus den Playoff-Rängen unter Druck, die positive Bilanz gegen den Rivalen auszubauen - in bisher 17 Aufeinandertreffen fuhr der Meister von 2009 neun Siege ein.

Campbell wieder "Drachentöter"?

Die Dragons dagegen haben noch eine offene Rechnung aus dem Hinspiel zu begleichen, das vor heimischer Kulisse mit 65:75 verloren ging.

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Vor allem auf Oldenburgs Aufbauspieler Louis Campbell wird das Team von Stefan Koch dabei ein Auge haben. Im Hinspiel erlegte der US-Amerikaner die "Drachen" mit 29 Punkten und sechs Assists fast im Alleingang.

"Das ist in den Köpfen der Jungs"

"Das ist sicherlich noch in den Köpfen unserer Jungs, so dass sie versuchen werden, ihn zu kontrollieren", erklärt Co-Trainer Tyron McCoy. Der ehemalige Oldenburger Topscorer warnt jedoch davor, sich alleine auf Campbell zu konzentrieren.

Mit einem mulmigem Gefühl kehrt auch Dragons-Center Ruben Boumtje Boumtje an seine alte Wirkungsstätte zurück: "Ich weiß nicht, was mich erwarten wird", sagte der Kameruner, der vor der Saison bei den "Donnervögeln" aussortiert wurde, der "Nordwest-Zeitung".

"Ich habe solche Momente schon zuvor erlebt und konnte damit gut umgehen", meint Boumtje Boumtje, der unabhängig davon "ein kampfbetontes und enges Spiel" erwartet.

Kurz-Debüt im Derby?

Womöglich hat er einen namhaften Mitstreiter im Frontcourt, da die Dragons unter der Woche Power Forward Robert Kurz, der zuletzt für Granada in der spanischen ACB spielte, verpflichteten.

Noch kämpt Artland um die Freigabe für den Kraftprotz aus Philadelphia, der 40 NBA-Spiele absolvierte und den Utah Jazz vor nicht mal zwei Jahren 21 Punkte einschenkte.

Der US-Amerikaner müsse erst noch ins Team integriert werden, dämpft Coach Koch allerdings die Erwartungen.

Weniger Turnover

Trotz allem Respekt für die EWE Baskets - der erfolgreiche Saisonverlauf sorgt beim Tabellendritten für Zuversicht.

Um in Oldenburg zu bestehen, dürften sich die Dragons allerdings nicht so viele Ballverluste leisten wie im Hinspiel (18).

"Oldenburg ist nämlich auch ein gutes Fast-Break-Team", sagte McCoy. "Zudem müssen wir gut verteidigen und unsere Systeme ausführen, damit wir in gute Wurfpositionen kommen."

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