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DaShaun Wood (l.) kam von Benetton Treviso zu den Skyliners © imago

Die Skyliners wollen den Spitzenreiter stoppen und hoffen auf ihren Topscorer sowie die Heimserie. Die Statistik macht Mut.

Von Stephan Weber

München - Den Brose Baskets Bamberg dürfte angesichts der Dominanz in der Beko BBL beinahe langweilig werden.

Zu weit hinken die Verfolger dem Vorjahresmeister hinterher, so dass für das Team von Coach Chris Fleming alles andere als Platz eins nach der Hauptrunde schon eine mittlere Sensation wäre (DATENCENTER: Beko BBL).

"Bamberg spielt zurzeit auf einem Level, das ich so in Deutschland lange nicht gesehen habe", zollt Gordon Herbert, Coach der Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt vor der Neuauflage des Vorjahresfinales (Sa., ab 17.05 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) den Leistungen des Double-Siegers Respekt.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Revanche für Vorjahres-Pleiten?

Dennoch will sich der Kanadier den Brose Baskets nicht gleich kampflos ergeben: "Ich bin fest davon überzeugt, dass wir ein tolles Spiel sehen werden. Wir haben Heimvorteil und die Fans werden unser sechster Mann sein".

Zusätzlich motivieren muss Herbert sein Team nach den Ereignissen der vergangenen Saison dafür sicher nicht.

Schließlich haben die Skyliners mit den Brose Baskets mehr als nur eine Rechnung offen. Neben der Niederlage im Finale um die Meisterschaften hatten die "Main-Riesen" auch im Pokalfinale das Nachsehen.

SPORT1-Experte Stephan Baeck erwartet im Duell zwischen dem Überflieger und dessen ersten Verfolger, der in der heimischen Ballsporthalle in dieser Saison noch unbesiegt ist, einen heißen Kampf:

"Frankfurt kann Bamberg mit Sicherheit ein Bein stellen. Die Skyliners haben den letzten Wochen gezeigt, dass sie immer wieder in der Lage sind, Einzelakzente zu setzen und wirklich guten Basketball zu spielen. Deshalb sind beide Mannschaften angehalten ihr höchstes Niveau zu zeigen - und die Zuschauer dürfen sich auf ein tolles Spiel freuen."

Powell fehlt unter den Körben

Allerdings müssen die Gastgeber mit Roger Powell auf ihren zentralen Akteur unter dem Korb verzichten. Der US-Amerikaner zog sich einen doppelten Jochbeinbruch zu und wird wohl mehrere Wochen ausfallen.

Neben seiner Präsenz in der Defensive ist Powell mit elf Punkten im Schnitt auch offensiv ein nicht unwesentlicher Faktor.

"Es tut natürlich weh, mit Roger Powell einen starken Rebounder und Scorer zu verlieren. Aber wir werden das als Team kompensieren und kämpfen", gibt sich Herbert dennoch zuversichtlich.

Tadda: Wood darf keine Freiheiten bekommen

Nach dem Ausfall von Powell ist Frankfurt noch stärker als zuletzt auf eine Top-Leistung von Liga-Topscorer DaShaun Wood (17,7 Punkte im Schnitt) angewiesen, der versuchen wird, die Bamberger Verteidigung mit seiner explosiven Spielweise vor Probleme zu stellen.

"Wir müssen probieren seinen Spielraum so klein wie möglich zu machen, damit er keine Freiheiten hat. Unser Team hat viele gute Verteidiger, die sich das ganze Spiel über voll konzentriert um ihn kümmern können", erklärt Karsten Tadda, Shooting Guard der Brose Baskets gegenüber SPORT1, wie man den 1,85 m großen Aufbauspieler stoppen will.

"Eine echte Standortbestimmung"

Bei den Gästen, die wieder auf den zuletzt angeschlagenen Predrag Suput zurückgreifen können, ist man angesichts der nicht endenden Erfolgsserie selbstbewusst und fiebert dem Topspiel entgegen:

"Erster gegen den zweiten ? Bamberg gegen Frankfurt ? ist natürlich ein Saisonhöhepunkt und für beide Teams eine echte Standortbestimmung. Wir werden alles geben und wollen in Frankfurt natürlich an die Leistung aus dem Bremerhaven-Spiel anknüpfen", so Chris Fleming.

Im Auswärtsspiel beim letztjährigen Playoff-Halbfinalisten ließen die Franken einmal mehr ihre Defensivstärke aufblitzen und gewährten den Gastgebern nur 58 Zähler.

Defense als springender Punkt

Für Baeck kommt es deshalb vor allem darauf an, ein Mittel gegen die aggressive Defensive der Franken zu finden:

"Für die Frankfurter ist es ganz wichtig, dass sie dem Druck der Bamberger Verteidigung standhalten. Bamberg ist zurzeit das Team, das den größten Druck auf die gegnerischen Guards ausübt. Frankfurt hat seine Stärken vor allem im schnellen Spiel. Wenn sie selbst gut verteidigen, sich hinten die Rebounds schnappen und den Fastbreak setzen, ist alles drin."

Statistik macht Mut

Hoffnung macht den Skyliners indes die Statistik: Zehn der bislang 18 ausgetragenen Heimspiele gegen Bamberg gingen zugunsten der Frankfurter aus.

"Sollte Bamberg weiter auf dem Niveau spielen, das sie jetzt schon konstant über mehrere Monate spielen, wird es für Frankfurt sehr schwer", sieht Baeck die Kräfteverhältnisse dennoch klar verteilt.

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