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Karsten Tadda erzielte in der aktuellen BBL-Saison bisher im Schnitt 3,4 Punkte © getty

Bambergs Karsten Tadda spricht bei SPORT1 über die Brisanz der Final-Neuauflage gegen Frankfurt und den Traum von Nowitzki.

Von Stephan Weber

München - Michael "Air" Jordan wurde vor allem aufgrund seiner spektakulären Flugeinlagen zu einer lebenden Basketball-Legende.

Und auch in der Gegenwart sind es Spieler wie Kobe Bryant oder LeBron James, die die Zuschauer aufgrund ihrer attraktiven Spielweise von den Sitzen reißen.

In der Beko BBL werden ebenso fast nur solche Spieler besonders hervorgehoben, die durch gelungene Offensiv-Aktionen glänzen. Karsten Tadda von den Brose Baskets Bamberg gehört nicht zu ihnen.

Abgesehen seiner Stärke von der Drei-Punkt-Linie trägt sich Tadda nur selten in die Scoring-Liste ein. Und dennoch ist der 22-Jährige eine nicht zu unterschätzende Größe bei Coach Chris Fleming.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Der Shooting Guard ist beim Meister und Pokalsieger vor allem für die Defensivarbeit zuständig - eine Arbeit, die er mit seinen Teamkollegen äußerst zuverlässig erledigt.

So steht Bamberg nicht zuletzt aufgrund einer starken Abwehr recht einsam an der Tabellenspitze der Beko BBL (DATENCENTER: Beko BBL).

Beim Sieg in Bremerhaven ließen die Franken die Hausherren, immerhin Liga-Halbfinalist des letzten Jahres, gerade einmal 58 Punkte erzielen.

Vor dem Topspiel bei den Deutsche Bank Skyliners Frankfurt (ab 17.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) spricht Tadda im SPORT1-Interview über die Brisanz der Neuauflage des Vorjahresfinals und träumt von einem Wechsel Dirk Nowitzkis in die Beko BBL.

SPORT1: Herr Tadda, ihr Team ist der Konkurrenz schon so weit enteilt, dass es fast langweilig ist - dabei starten die Playoffs erst in drei Monaten. Wie motiviert man sich da noch für den Liga-Alltag?

Karsten Tadda: Ganz einfach: Wir wollen uns auch vorher jeden Spieltag neu beweisen. Außerdem wollen wir auch unsere Fans stolz machen.

SPORT1: Glauben Sie, dass das Team die jetzige Form bis zum Playoff-Start beibehalten kann?

Karsten Tadda: Wir sind ein Team, das von Spiel zu Spiel denkt. Klar wissen wir, dass in den Playoffs die Karten neu gemischt werden, dennoch sind wir ein sehr ausgeglichenes Team, welches das Niveau bis zum Ende durchhalten kann.

SPORT1: Jetzt geht es im Top-Spiel gegen die Skyliners, die wie Bamberg noch kein Heimspiel verloren haben.

Tadda: Es ist die Neuauflage des letztjährigen Spiels um die deutsche Meisterschaft und des Pokals. Ich denke, dass die die Frankfurter noch nicht vergessen haben. Sie werden alles dafür geben, um ihre Heimbilanz sauber zu halten. Es wird nicht einfach werden. Es ist sehr schwer, in der Ballsporthalle zu spielen. Wir haben es aber schon mal geschafft dort zu gewinnen und werden alles daran setzen, es wieder zu tun.

SPORT1: Frankfurt hat derzeit eine kleine Schwächephase. Zuletzt gab es einen knappen Sieg gegen Schlusslicht Düsseldorf und Auswärts-Pleiten in Bonn und Ulm. Sehen Sie die Gefahr, dass man den Gegner eventuell unterschätzt?

Tadda: Nein, auf keinen Fall. Wir wissen, welch große Qualitäten Frankfurt hat. Wir sind gut eingestellt auf das Spiel und wissen was wir machen müssen.

SPORT1: Bei Frankfurt spielt mit DaShaun Wood der Topscorer der Beko BBL. Wie will die Bamberger Defensive ihn stoppen?

Tadda: Wir müssen probieren seinen Spielraum so klein wie möglich zu machen, damit er keine Freiheiten hat. Unser Team hat viele gute Verteidiger, die sich das ganze Spiel über voll konzentriert um ihn kümmern können.

SPORT1: Sie spielen im Schnitt in dieser Saison fünfzehn Minuten. Wie zufrieden sind sie mit ihrer Rolle im Team und wie sehen Ihre kurz- und mittelfristigen Ziele aus?

Tadda: Ich bin sehr zufrieden wie es momentan läuft. Ich bekomme meine regelmäßige Spielzeit, an der ich noch wachse. Mein kurzfristiges Ziel ist natürlich noch einmal das zu schaffen, was wir bereites in der vergangenen Saison erreicht haben. Langfristig möchte ich mich in einigen Punkten noch verbessern - um noch wichtiger für eine Mannschaft zu werden.

SPORT1: Dirk Nowitzki denkt nach dem drohenden Lockout in der NBA an eine Rückkehr nach Deutschland. Angeblich sind auch die Brose Baskets Bamberg in der Verlosung. Was glauben Sie könnte er bei Bamberg bzw. in der Beko BBL leisten?

Tadda: Dirk ist ohne Frage einer der besten Spieler der Welt. Das wäre natürlich erstmal eine große Ehre mit ihm spielen zu dürfen. Bamberg könnte er mit seiner Qualität natürlich helfen, international noch konkurrenzfähiger zu werden. Der Beko BBL würde es ein noch höheres Ansehen geben, wenn Dirk Nowitzki in der Liga spielen würde.

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