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Bremerhavens Sean Denison (l.) im Duell mit DaShaun Wood von den Skyliners © imago

Bremerhaven benötigt im Kampf um die Playoffs einen Sieg gegen die Skyliners. Die sind zwar der Favorit, stapeln aber tief.

Von Isabel Meixner

München - Wenn am Samstag (ab 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) die Deutsche Bank Skyliners bei den Eisbären Bremerhaven antreten, sind die Rollen klar verteilt.

Zumindest auf dem Papier.

Frankfurt liegt in der Beko BBL hinter Tabellenführer Brose Baskets Bamberg mit 30:12 Punkten auf Platz zwei und holte sich mit einem deutlichen Sieg gegen die Telekom Baskets Bonn im Pokal Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben.

Anders die Situation bei den Eisbären: Die Mannschaft von Trainer Douglas Spradley gewann nur elf der gespielten 21 Partien und rangiert auf Rang neun, einen Platz hinter der Playoff-Teilnahme. Diese ist in Gefahr. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Respekt vor Bremerhaven

Zu wenig für eine Mannschaft, die vergangene Saison noch die drittbeste in Deutschland war. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhrim TV die SPORT1 News)

Die angeschlagenen Eisbären wollen im Kampf um die Playoff-Plätze Boden gut machen - und das macht sie für die Skyliners unberechenbar.

"Ich habe großen Respekt vor der Leistung der Skyliners", so Spradley. "Sie agieren äußerst konstant und jeder Spieler im Team füllt seine Rolle bestmöglich aus. Uns erwartet eine schwere Aufgabe, die aber nicht unlösbar ist."

Duell der Topscorer

Skyliners Co-Trainer Klaus Perwas flößt vor allem Eisbären-Shooting Guard Torrell Martin Respekt ein: "Martin hat sich gut entwickelt. Er nimmt eine entscheidende Rolle im Team ein."

Mit rund 16 Punkten pro Partie liegt der US-Amerikaner in der Scorerliste auf Rang zwei hinter dem Frankfurter DaShaun Wood (17,4). Eine Sonderbewachung für den Topscorer der Frankfurter soll es aber nicht geben.

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"Wood ist ein überragender Spielmacher, der im Eins-gegen-Eins nur sehr schwer zu stoppen ist. Wir dürfen allerdings nicht den Fehler machen und uns zu sehr auf ihn fixieren. Die Frankfurter haben mit Pascal Roller einen weiteren Point Guard in der Hinterhand, der sehr viel Erfahrung und Können mitbringt. Das ist schon fast ein Luxusproblem", sagte Spradley.

Erfolg durch aggressive Verteidigung

Auch vor den starken Flügelspieler Andrew Drevo und Craig Callahan warnt Perwas: "Drevo darf man keinen Platz zum Werfen geben. Callahan ist ein guter Scorer mit einem sicheren Mitteldistanzwurf und guten Zug zum Korb."

Der Schlüssel zum Erfolg soll eine aggressive Verteidigung und schnelles Spiel nach vorne sein.

Wie im Hinspiel, als mit einem überragenden ersten Viertel (30:11) der Grundstein für den späteren Sieg (81:66) gelegt wurde.

Zudem kommt es auf Seiten der Hessen zu einer Premiere. Jugendnationalspieler Falko Theilig wird zum ersten Mal Erstliga-Luft schnuppern.

Der 18-Jährige bekommt der Platz für den mit Rückenbeschwerden pausierenden Fabian Franke.

Revanchegelüste

Die Eisbären sinnen derweil auf Revanche.

Nicht nur die deutliche Niederlage in Frankfurt nagt an der Mannschaft von Trainer Spradley, sondern auch das dramatische Ausscheiden in der Halbfinal-Serie der vergangenen Saison.

Im fünften und entscheidenden Match verloren die Nordlichter gegen die Skyliners mit 52:56 in der Verlängerung.

"Bin überzeugt, dass wir gewinnen können"

Das soll diesmal anders sein: "Die Jungs wissen, dass sie morgen alles geben müssen. Wenn wir gegen Frankfurt die Dinge umsetzen, die wir im Training angesprochen haben, bin ich überzeugt davon, dass wir gewinnen können" so der Eisbären-Coach.

Für reichlich Brisanz ist im "Eisbärenkäfig" also gesorgt.

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