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Muli Katzurin verlor mit ALBA Berlin die letzten drei Partien in Folge © imago

Nach der dritten Pflichtspiel-Niederlage in Folge wächst die Kritik am neuen Coach. Bamberg gewinnt, Frankfurt festigt Platz zwei.

München - Die "Albatrosse" im Sturzflug: Mit dem 84:89 (78:78, 34:40) nach Verlängerung bei EnBW Ludwigsburg spitzt sich die Krise bei ALBA Berlin weiter zu.

Der einstige Vorzeigeklub aus der Hauptstadt muss um die Playoff-Teilnahme bangen, die Zweifel am neuen Trainer Muli Katzurin werden immer stärker.

Dagegen hielten die Frankfurt Skyliners und die Artland Dragons am 22. Spieltag der Beko BBL mit Siegen zumindest Sichtkontakt zum souveränen Spitzenreiter Brose Baskets Bamberg.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Katzurin ratlos

"Es läuft derzeit bei uns nicht", sagte ein ratloser Katzurin. ALBA kassierte die vierte Pflichtspielniederlage in Folge.

Am kommenden Dienstag geht es im Eurocup gegen Sevilla. Bei einer Niederlage droht das Aus auf europäischer Bühne.

Gegen Ludwigsburg konnten die Berliner die Partie lange Zeit zwar offen gestalten, doch in der Schlussphase fehlten die nach fünf Fouls ausgeschiedenen Julius Jenkins und Tadija Dragicevic an allen Ecken und Enden.

"Gratulation an Ludwigsburg", sagte Katzurin: "Wir haben heute nicht besonders clever gespielt und zu viele schlechte Entscheidungen getroffen."

Erst vor drei Wochen hatte Katzurin in Berlin die Nachfolge des zuletzt glücklosen Luka Pavicevic angetreten. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zunächst gab es zwei Siege für den Coach, dann folgte die Negativserie. In seiner Not erhöhte der Trainer den Druck auf die Spieler. "Jetzt wird sich der Charakter dieser Mannschaft zeigen", sagte Katzurin.

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Skyliners souverän gegen Eisbären

Bamberg blieb auch ohne den am Knöchel verletzten Anton Gavel auf Erfolgskurs, der Spitzenreiter kam am Sonntag dank einer starken Leistung in der Abwehr zu einem souveränen 68:55 (39:26) gegen die Phantoms Braunschweig.

Brian Roberts war mit 14 Punkten bester Werfer der Franken, auf der Gegenseite sammelte Marcus Goree 17 Zähler. (STENOGRAMME: 22. Spieltag)

Der Tabellenzweite Frankfurt Skyliners feierte dank eines überragenden DaShaun Wood im Bremerhaven einen ungefährdeten 71:56-Erfolg.

Aufbauspieler Wood erzielte 25 Punkte und holte acht Rebounds. "Wir haben sehr diszipliniert gespielt. Ich bin mit der Vorstellung meiner Mannschaft zufrieden", urteilte Frankfurts Trainer Gordon Herbert.

"Das ist menschlich"

Die Telekom Baskets Bonn gewannen 73:72 (36:38) gegen den Mitteldeutschen BC.

Folarin Campbell rettete mit einem Block kurz vor dem Spielende den Sieg der Bonner, die weiter auf dem siebten Tabellenplatz liegen. TBB Trier setzte sich ebenfalls knapp mit 81: 80 (53:43) gegen Phoenix Hagen durch.

Auch die Artland Dragons hielten sich durch einen 91:65-Erfolg bei Schlusslicht Giants Düsseldorf schadlos und festigten ihre Verfolgerrolle.

"Man hat deutlich gesehen, dass Düsseldorf personell dezimiert war, das hat es uns sehr einfach gemacht", sagte Artland-Coach Stefan Koch.

In der zweiten Halbzeit habe seine Mannschaft zu sehr nachgelassen. "Das ist menschlich, müssen wir aber kritisch bewerten", so Koch.

Neben Düsseldorf verloren auch die beiden anderen Kellerkinder. Der Vorletzte BBC Bayreuth zog gegen die Walter Tigers Tübingen mit 68:70 den Kürzeren, der Drittletzte Giessen 46ers war beim 80:100 in Ulm chancenlos.

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