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Taylor Rochestie wurde 2010 zum "Newcomer of the Year" der Beko BBL gewählt © imago

Im SPORT1-Interview sieht Rochestie ALBA auf einem guten Weg und blickt dem Konkurrenzkampf mit Schaffartzik gelassen entgegen.

Von Isabel Meixner

München - Dass ALBA Berlin viele Hoffnungen in Neuzugang Taylor Rochestie setzt, zeigte sich bereits bei dessen Debüt in der Beko BBL am 23. Spieltag.

Nur zwei Tage nach seinem ersten Training stand er bereits gegen Bayreuth in der Startformation.

Und avancierte mit sieben Assists auf Anhieb zum Top-Vorlagengeber der Berliner.

Dass die Verantwortlichen und Fans einiges von ihm erwarten, sieht der 25-jährige Amerikaner, der bei seinem früheren Arbeitgeber Galatasaray nur eine Nebenrolle spielte, im SPORT1-Interview gelassen: "Das motiviert mich zusätzlich."

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Rochestie spricht außerdem über die sportliche Situation in Berlin, den Konkurrenzkampf mit Schaffartzik und ein mögliches Gastspiel Dirk Nowitzkis bei ALBA.

SPORT1: Wie haben Sie sich in Berlin eingelebt?

Taylor Rochestie: Berlin ist toll, ich mag die Stadt wirklich. Allerdings habe ich noch nicht so viel gesehen. Das Team hat mich gut aufgenommen.

SPORT1: Sie sind für ALBA Berlin im Eurocup nicht spielberechtigt. Wie schwer war es, der Mannschaft bei der 74:82-Niederlage gegen Treviso nicht helfen zu können?

Rochestie: Es ist immer schwer, zuschauen zu müssen - egal, ob das Team verliert oder nicht. Ich will immer spielen, aber da ich im Eurocup leider nicht eingesetzt werden konnte, konzentriere ich mich auf die BBL.

SPORT1: Wie ist die Stimmung in der Mannschaft?

Rochestie: Die Stimmung ist gut. Das Team hat in den vergangenen Matches immer besser gespielt. Jetzt müssen wir nur noch gewinnen, um uns Selbstvertrauen zu holen. Dann können wir die Saison noch retten.

SPORT1: ALBA konnte nur drei Siege unter Muli Katzurin feiern. Kann die Mannschaft das Konzept des Trainers nicht umsetzen?

Rochestie: Das Team befindet sich in einer Umbruchphase, hat einen neuen Trainer und mit mir einen neuen Playmaker. Da muss man sich erst einmal umstellen. Je mehr wir zusammenspielen, desto schneller kommt der Erfolg.

SPORT1: ALBA liegt 16 Punkte hinter Bamberg auf Platz vier. Haben Sie Angst um die Playoff-Qualifikation?

Rochestie: Nein. Ich denke, dass die Leute da mehr Wirbel darum machen, als eigentlich nötig wäre. Wir liegen in der Tabelle auf Platz vier. Wenn wir am Samstag gewinnen, sieht es mit den Playoffs gut aus. Es ist jetzt wichtig, dass wir uns Tag für Tag verbessern und eine Siegesserie starten.

SPORT1: Heiko Schaffartzik hat gegen Treviso ein starkes Spiel abgeliefert. Fürchten Sie einen Positionskampf?

Rochestie: (lacht) Ich habe keine Angst vor dem Konkurrenzkampf. Der Trainer entscheidet, wer wie oft spielt. Ich bereite mich auf das nächste Spiel vor, und wenn der Trainer mich spielen lässt, stehe ich bereit.

SPORT1: Sie haben bereits für Göttingen gespielt. Ist der Druck in ALBA höher?

Rochestie: Die ALBA-Fans erwarten natürlich, dass die Mannschaft gewinnt. ALBA hat in den vergangenen Jahren immer zu den besten Teams in Deutschland gehört. Für einen Spieler macht das aber keinen Unterschied: Erwartungshaltung und Kritik bleiben in der Umkleidekabine. Ich möchte immer gewinnen, egal, ob ich für den Tabellenersten oder -letzten spiele.

SPORT1: Speziell von Ihnen wird erwartet, dass Sie die Mannschaft nach vorne bringen. Ballast oder Motivation für Sie?

Rochestie: Das motiviert mich zusätzlich. Aber wie ich schon gesagt habe, auf dem Spielfeld spielt das keine Rolle. Ich spiele immer mit viel Leidenschaft und versuche, mein Bestes zu geben. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

SPORT1: Was sind die Saisonziele?

Rochestie: Wir denken nur von Spiel zu Spiel und wollen uns einspielen. Für mich persönlich ist es wichtig, in die Mannschaft hineinzuwachsen.

SPORT1: ALBA hat sein Interesse an Dirk Nowitzki bekundet, falls es zu einem Lockout in der NBA kommt. Können Sie sich vorstellen, dass er nach Berlin kommt?

Rochestie: Dahinter stehen natürlich viele Fragezeichen. Deshalb denke ich nur an diese Saison und das nächste Spiel gegen Oldenburg. Was in Zukunft passiert, werden wir sehen.

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