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Power Forward Dwayne Anderson spielt seit 2009 für die BG Göttingen © imago

"Euro-Dwayne" Anderson sagt bei SPORT1, Göttingen müsse "härter spielen" als der Spitzenreiter. Europa stehe an zweiter Stelle.

Von Barnabas Szöcs

München - Der Ärger über die Niederlage währte bei den Göttinger Spielern nicht lange. Am Ende stand dem knappen 61:63 bei Budivelnik Kiew der Einzug ins Viertelfinale des Eurocups entgegen.

Doch für das Beko-BBL-Topspiel gegen Spitzenreiter Brose Baskets Bamberg (Sa., 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) muss das nichts heißen: In der Meisterschaft hinkt das Team von Trainer John Patrick den Topplätzen hinterher.

Das weiß auch Dwayne Anderson. Der 24-Jährige hat sich bei Göttingen zu einer festen Größe etabliert und ist als Leistungsträger maßgeblich an den Erfolgen beteiligt - wie dem Triumph in der EuroChallenge 2010. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Im Interview mit SPORT1 spricht "Euro Dwayne" über den Eurocup, das Rezept gegen den Spitzenreiter aus Bamberg und den mäßigen Saisonverlauf. (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

SPORT1: Herr Anderson, trotz der knappen Niederlage gegen Kiew im Eurocup steht Göttingen im Viertelfinale. Überwiegt die Freude?

Dwayne Anderson: Wir sind mit unserer Leistung zufrieden, da wir einen großen Schritt gemacht haben und für unsere Verhältnisse viel erreicht haben. Dennoch ärgern wir uns über jede Niederlage, ob nun im Eurocup oder in der BBL.

SPORT1: Mit Benetton Treviso haben Sie einen starken Gegner in der Runde der letzten Acht. Wie steht es um die Erwartungen für das mögliche Erreichen des Halbfinals?

Anderson: Unser Ziel muss sein, dem Gegner unser Spiel aufzuzwingen. Wenn wir über die gesamten 40 Minuten robust und selbstbewusst auftreten, können wir jedes Team schlagen.

SPORT1: Nun kommt es zum Duell mit Liga-Dominator Bamberg, der bislang nur eine Niederlage in der Saison kassiert hat. Wo liegt der Schlüssel zum Erfolg?

Anderson: Für uns geht es darum, härter und schneller zu spielen als Bamberg. Sie bevorzugen ein intensives Spiel, laufen viel und geben das Tempo vor. Diese Eigenschaften müssen wir auch zeigen. Bamberg hat sicherlich eine starke Mannschaft, aber immerhin haben sie ein Spiel verloren. Unschlagbar sind sie nicht.

SPORT1: Die angesprochene Niederlage Bambergs war gegen Düsseldorf. Ihr Team wiederum hat die Giants am vergangenen Spieltag locker bezwungen. Welche Vorbereitungen wird Coach John Patrick vornehmen?

Anderson: Natürlich werden wir uns einiges an Videomaterial anschauen, auch das Spiel gegen Düsseldorf. Ansonsten müssen wir alles umsetzen, was wir während der Woche im Training einstudiert haben.

SPORT1: Auf welchen Bamberger müssen Sie besonders aufpassen?

Anderson: Die Brose Baskets haben sehr viele gefährliche Spieler mit außergewöhnlichen Qualitäten. Kyle Hines ist bei den Rebounds stark, in der Verteidigung haben sie mit Center Tibor Pleiß einen Leistungsträger. Und natürlich Casey Jacobsen, der sowohl offensiv als auch defensiv sehr gut ist. Dennoch werden wir versuchen, alle zur gleichen Zeit zu kontrollieren. Dann können wir Bamberg bezwingen.

SPORT1: Wie viel Selbstbewusstsein hat die Mannschaft nach dem Einzug ins Eurocup-Viertelfinale und den letzten Beko-BBL-Erfolgen gegen Ulm und Düsseldorf?

Anderson: Das gibt uns definitiv einen Schub. Wir wissen, dass es für uns im Eurocup gut läuft. Diese Stimmung des Erfolgs müssen wir nun auch auf die Liga übertragen.

SPORT1: Mit dem zehnten Platz in der Liga kann Göttingen sicherlich nicht zufrieden sein. Wie sehen die Ziele für die verbleibende Saison aus?

Anderson: Wir wollen unbedingt die Playoffs erreichen, das ist momentan das Wichtigste für uns. Daneben werden wir versuchen, im Eurocup so viele Siege wie möglich einzufahren.

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