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DaShaun Wood spielte von 2003 bis 2007 für das NCAA-Team der Wright State Riders © getty

Frankfurts Aufbauspieler mischt die Liga auf. Zwei Endspiele sind sein Ziel. Wood will jedoch "auf höchstem Niveau" spielen.

Frankfurt - DaShaun Wood gehen in Deutschland die Gegner aus.

So manches Mal hat der Aufbauspieler in der Beko BBL schon unterfordert gewirkt - der Topcorer plant deshalb den Abschied von den Deutsche Bank Skyliners aus Frankfurt und den Wechsel in die renommierteste Liga der Welt.

"Das Jahr hier in Deutschland hat mir unglaublich geholfen. Ich habe viel Erfahrung gesammelt und gute Leistungen abgeliefert. Aber ich will auf höchstem Niveau Basketball spielen, am liebsten natürlich in der NBA", sagte der 25-Jährige.

Am Samstag riss Wood mit seinem Spiel die 4590 Zuschauer in Frankfurt von den Sitzen. Beim 88:82 der Skyliners gegen Göttingen war er erneut überragend. (STENOGRAMME 26 Spieltag)

Wood selbst ist nicht überrascht

Selbst Göttingens Trainer John Patrick schwärmte: "DaShaun Wood hat einmal mehr bewiesen, dass er der größte der Liga ist."

Mit 18,8 Punkten pro Spiel ist der in Detroit (US-Bundesstaat Michigan) geborene Spielmacher des Tabellenzweiten bester Schütze der Liga, zudem liegt er auf Rang zwei der Liste der Vorlagengeber (5,7 Assists im Schnitt).

"Ich bin über meine Leistungen nicht überrascht, habe aber auch nicht damit gerechnet, dass ich nach meiner Verletzung so schnell so gut werde", sagte Wood, der vergangenes Jahr in der NBA Summer League für die Los Angeles Clippers spielte. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Rückkehr nach Knieverletzung

Anpassungsprobleme hatte er tatsächlich nicht, obwohl er die komplette vergangene Saison bei seinem italienischen Arbeitgeber Benetton Treviso wegen Knieproblemen verpasst hatte.

Dann kam er zu den Skyliners und zeigte sofort, dass er ein Anführer ist. (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

"Für mich ist es eine große Herausforderung, diese Mannschaft zu führen und vor diesen tollen Fans spielen zu dürfen", sagte der Mann mit dem Spitznamen "Little Toni".

Das 73-Kilogramm-Leichtgewicht hat die Skyliners zu einem Top-Team der Liga geformt.

[kaltura id="0_rk7beyjp" class="full_size" title="DaShaun Wood im SPORT1 Interview"]

"Wollen ins Meisterschaftsfinale"

Nach zwei Dritteln der regulären Saison ist der Finalist des letzten Jahres erneut ein heißer Titelkandidat und ärgster Verfolger des Spitzenreiters Brose Baskets Bamberg.

"Wir wollen ins Meisterschaftsfinale, und im Pokal sind wir nur eine Partie vom Endspiel entfernt, das wir auch erreichen möchten", sagte Wood.

In beiden Wettbewerben könnte es zu einem erneuten Aufeinandertreffen mit dem Konkurrenten aus Oberfranken kommen, gegen den Frankfurt beide Ligaspiele verloren hat (62:71 und 63:81).

BBL besser als College-Liga

Wood, der Punktegarant vom Main, hat aber keine Angst.

"Wenn wir alle fit sind, haben wir eine Chance, sie zu bezwingen. Wir sind stark genug", sagte er.

Überraschend schätzt Wood die Basketball-Bundesligisten sogar stärker ein als die College-Teams seiner Heimat.

"Es gibt viele Ähnlichkeiten zwischen dem Basketball in Deutschland und den USA. Die Bundesliga stufe ich etwas höher als das College in Amerika ein, da das Training intensiver und auf einem höheren Niveau ist", sagte der Point Guard.

"Mein Hund ist mein größtes Hobby"

Noch deutlich höher ist das Spielniveau in der NBA, wo Wood künftig gegen LeBron James, Dirk Nowitzki und Kobe Bryant antreten will.

Allerdings gäbe es einen kleinen Wermutstropfen: Im Falle eines Wechsels müsste der Yorkshire Terrier, den Woods aus den USA einfliegen ließ, auf die Spaziergänge mit Herrchen am Mainufer verzichten.

"Mein Hund ist mein größtes Hobby. Wenn ich keinen Basketball in der Hand habe, beschäftige ich mich meist mit ihm", sagte Wood.

Wenn er in der Bundesliga weiter so auftrumpft, wird er in Zukunft wohl wenig Zeit haben - für den Hund, aber auch für NBA-Spiele vor dem Fernseher.

Denn dann steht er in der besten Liga der Welt möglicherweise selbst auf dem Feld.

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