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Frankfurts DaShaun Wood (l.) spielt seit 2010 in der Beko BBL © imago

Vor dem Kracher gegen Frankfurt plagt ALBA die Erschöpfung. Platz zwei ist noch zu holen, doch der Coach schaut nach unten.

Von Barnabas Szöcs

München/Frankfurt - Für die "Albatrosse" ist die selbsternannte "Woche der Wahrheit" voll im Gange.

Drei Spiele innerhalb von acht Tagen stehen für den Tabellendritten der Beko BBL auf dem Plan, um Rang zwei doch noch zu erreichen. Die erste Etappe haben die Hauptstädter bereits souverän gelöst.

Nach dem 94:70-Erfolg über die Phantoms aus Braunschweig, Tabellenfünfter der Bundesliga, folgt nun die nächste schwierige Aufgabe: das Topspiel des 28. Spieltags gegen die Frankfurt Skyliners (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Eine Niederlage beim Tabellenzweiten aus Hessen ist für das Team von Muli Katzurin tabu. Auch, weil der Blick für ALBA nach unten geht.

Katzurin schaut nach unten

Größtmögliche Schadensbegrenzung durch Siege scheint die Vorgabe der Berliner zu lauten, da Platz zwei aus eigener Kraft für die Berliner nicht zu erreichen ist.

"Wir gucken in der Tabelle derzeit weniger nach oben, denn das Erreichen des zweiten Platzes liegt nicht in unserer Hand. Vielmehr müssen wir aufpassen, dass wir nicht selber noch von anderen überholt werden", warnt Berlins Trainer Katzurin.

Heimmacht Frankfurt

Dabei liest sich die Bilanz der letzten Partien durchaus positiv: fünf Siege konnten die "Albatrosse" zuletzt hintereinander feiern, auch die Chemie zwischen dem neuverpflichteten Coach Katzurin und der Mannschaft funktioniert immer besser.

Auch das Hinspiel konnten die Berliner mit 81:77 für sich entscheiden.

Allerdings haben die Gastgeber aus Frankfurt einige Asse im Ärmel: In der aktuellen Saison musste sich das Team von Coach Gordon Herbert nur ein einziges Mal in der heimischen Ballsporthalle geschlagen geben, ausgerechnet gegen den Liga-Krösus aus Bamberg.

Nur 43 Stunden Pause

Zudem haben die Hessen ihre letzten sieben Spiele allesamt gewonnen.

(Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Der größte Pluspunkt liegt allerdings in der Erholungszeit: während die Skyliners mit ihrem glänzend aufgelegten Spielmacher DaShaun Wood zwei Tage mehr zur Vorbereitung auf die Spitzenbegegnung hatten, liegen zwischen dem Berliner Sieg gegen Braunschweig und dem Duell gegen Frankfurt gerade mal 43 Stunden.

"Praktisch ohne Vorbereitung in so ein schweres Spiel gehen zu müssen, ist natürlich alles andere als optimal", gibt Katzurin zu bedenken: "Aber wir müssen das nehmen, wie es kommt und versuchen, das Beste daraus zu machen."

[kaltura id="0_rk7beyjp" class="full_size" title="DaShaun Wood im SPORT1 Interview"]

Wood und Allen in Fokus

Ein entscheidender Schlüssel, um ALBAs "Woche der Wahrheit" weiterhin erfolgreich zu gestalten, ist das Ausschalten von Frankfurts Dreh- und Angelpunkt Wood. Auf der Gegenseite sollte Skyliners-Coach Herbert Berlins Derrick Allen, mit 16,5 Punkten pro Spiel drittbester Schütze in der BBL, auf dem Zettel haben.

Nächstes Topspiel vor Augen

Herbert schwärmt: "Derrick Allen spielt auf einem sehr hohen Level. Er ist aber auch einer der professionellsten Spieler mit dem ich bislang zusammengearbeitet habe. Sein Wille und seine Arbeitseinstellung machen ihn zu etwas Besonderem."

Berlins deutlicher Aufwärtstrend flößt dem direkten Konkurrenten um Tabellenplatz zwei ? Spitzenreiter Bamberg ist fast uneinholbar einteilt ? allemal Respekt ein: "Berlin hatte bisher eine sehr schwere Saison. Aber sie stehen nicht umsonst auf dem dritten Tabellenplatz, sie sind ein sehr gutes Basketballteam", lobt Herbert den Gegner.

Sollte es den Berlinern gelingen, Frankfurts Leistungsträger zu kontrollieren und zu siegen, hätten sie erholsame fünf Tage bis zum letzten großen Showdown der Woche.

Dann kommt der Tabellenführer aus Bamberg in die Hauptstadt.

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