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Brandon Bowman (l.) und E.J. Rowland erzielen zusammen knapp 30 Punkte pro Spiel © imago

Nach einem Club-Besuch hatten zwei Bonner Angst vor den Doping-Fahndern. Der Verein zog sie unter einem Vorwand aus dem Verkehr.

Das gab es bisher nicht in der BBL: Zwei Profis der Telekom Baskets Bonn haben sich wegen vermeintlichen Passivkiffens selbst angezeigt.

Brandon Bowman, der Topscorer des Vizemeisters, und Regisseur E.J. Rowland hatten nach einem Besuch in einem Club Angst, die in Marihuana enthaltenen Substanz Tetrahydrocannabinol (THC) aufgenommen zu haben, die auf der Dopingliste steht.

Der Verein zog die beiden Amerikaner vor dem BBL-Spiel gegen Ludwigsburg am Samstag unter dem Vorwand einer "Viruserkrankung" aus dem Verkehr.

Kiffer-Gerüchte kochen hoch

Doch nachdem in den Medien Kiffer-Gerüchte hochgekocht waren, rückt er nun mit der Wahrheit heraus:

"Bowman und Rowland sahen das Risiko, durch das Passivrauchen eventuell dem Verein und sich selbst schaden zu können, falls nach dem Match ein unangekündigter, aber in der Bundesliga üblicher Dopingtest durchgeführt würde", teilten die Bonner mit (alle Ergebnisse).

Baskets-Präsident Wolfgang Wiedlich lobte das Verhalten der Club-Gänger: "Beide Spieler haben weiterhin unser vollstes Vertrauen, und ich sehe die Einstellung von beiden als vorbildlich an."

Nachdem zunächst ein Schnelltest bei Bowman und Rowland durchgeführt worden war, unterzogen sich die beiden am Montag einem intensiven Drogen-Screening in einem Spezial-Labor. Ergebnis beider Untersuchungen: negativ.

Mahnung vom Coach

Damit sind der Punktejäger und der beste Assistgeber im Eurochallenge-Heimspiel gegen Keravnos Nikosia am Mittwoch wieder dabei.

"Das war keine schöne Situation, aber ich hatte eigentlich ein gutes Gefühl, weil die beiden ja auf uns zugekommen sind", ist Trainer Michael Koch erleichtert.

Doch er impfte seinen Profis ein, dass sie künftig besser aufzupassen hätten, wo sie verkehrten.

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