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George Evans wechselte 2008 aus Belgien zu TBB Trier in die Beko BBL © getty

Vor der Partie gegen Frankfurt schockt die TBB der plötzliche Center-Abschied. Bonn glaubt schon nicht mehr an die Playoffs.

Von Raphael Weber

München - Sein Abgang ist ebenso überraschend wie bitter für die TBB Trier.

Nach der 61:80-Niederlage in Bamberg verkündete George Evans nun, die Pfälzer mit sofortiger Wirkung zu verlassen.

Der Center hat Deutschland aus "familiäre Gründen" bereits den Rücken gekehrt - warum konkret, ist offiziell nicht bekannt.

Wie auch immer: Für die Trierer , die momentan den letzten Playoff-Platz belegen, kommt der Abgang ihrer bisher wohl wichtigsten Mannschaftsstütze zur Unzeit.

Schweres Spiel gegen Skyliners

Mitten in der heißesten Saison-Phase und vor der bedeutsamen Partie gegen den Tabellenzweiten Frankfurt (So., 17 Uhr LIVESCORES) muss Coach Henrik Rödl sein Team umbauen.

Während die Skyliners ihr Playoff-Ticket schon sicher haben, braucht Trier unbedingt einen Sieg, um sich die Verfolger vom Hals zu halten. Ohne Evans eine noch schwerere Aufgabe als ohnehin schon:

Mit 40 Jahren zählte der Amerikaner zwar zu den ältesten Spieler der Beko BBL. Als Backup Center legte er aber auch in dieser Saison mit acht Punkten und 4,8 Rebound immer noch ordentliche Statistiken auf. (DATENCENTER: Beko BBL)

Evans zuletzt noch bester Trierer

Noch in seinem letzten Spiel gegen Bamberg (61:80) war Evans mit 17 Punkten und sieben Rebounds bester Trierer. Der Routinier verabschiedete sich nun in einem offenen Brief bei "Facebook" von seinen Fans und bedankte sich für deren Unterstützung.

Der Verein bedauert den Abgang, entsprach aber Evans' Bitte um Vertragsauflösung: "Ich danke George für seinen Einsatz und den unheimlichen Willen zur Arbeit und wünsche ihm alles Gute", erklärte Rödl.

Und TBB-Aufsichtsratschef Ralph Moog erklärte: "Kampfgeist, Arbeitswille und Treue zeichnen ihn aus, so dass sein Verlust für uns einen besonders harten Schlag darstellt."

Bonn so gut wie raus

Trübsal herrscht auch in Bonn, in den letzten Jahren stets in den Playoffs anzutreffen.

Vor dem Duell mit Tabellenführer Brose Baskets Bamberg erhielten die Ambitionen der Telekom Baskets angesichts der 64:68-Niederlage in Düsseldorf nun jedoch einen herben Dämpfer.

Was bedeutet: Das Team von Coach Mike Koch hat nur noch minimale Chancen, die Postseason zu erreichen. Zumal das schwere Restprogramm nicht unbedingt für eine Bonner Siegesserie spricht.

Koch hat Saison schon abgehakt

Nach dem Duell mit dem Meister geht es mit den Aufgaben gegen die Artland Dragons, Frankfurt und die NY Phantoms Braunschweig ebenfalls nur noch gegen Playoff-Teams.

Koch erklärte bereits im "General-Anzeiger", man könne "die Playoffs abhaken" und "am Aufbau für die nächste Saison" arbeiten.

Ob Koch, der als möglicher Nachfolger von Bundestrainer Dirk Bauermann gilt, wenn sich DBB und BBL nicht über dessen Doppelfunktion einig werden, dann womöglich überhaupt noch auf der Bonner Bank sitzt, wird sich zeigen.

Nord-Duell zwischen Oldenburg und Eisbären

Spannung garantiert ist im Nord-Derby zwischen den EWE Baskets Oldenburg und den Eisbären Bremerhaven (So., 18 Uhr LIVESCORES).

Die Tabellennachbarn trennen momentan nur zwei Siege.

Mit einem Triumph über den Nord-Konkurrenten könnten die Eisbären sich im Kampf um die Playoffs etwas Luft verschaffen und die schwarze Serie von zuletzt drei Niederlagen in den jüngsten vier Spielen beenden.

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