vergrößernverkleinern
Shooting Guard Bryce Taylor spielt seine erste Saison bei ALBA Berlin © getty

Nach einer turbulenten Saison treffen sich ALBA und Oldenburg im Playoff-Viertelfinale. Berlins Coach warnt vor Überschwang.

Von Philipp Langer

München - Wechselhafte Leistungen, viel Unzufriedenheit und personelle Wechsel:

Hinter ALBA Berlin und den EWE Baskets Oldenburg liegt alles andere als eine ruhige Hauptrunde.

Im direkten Aufeinandertreffen im Playoff-Viertelfinale (Sa., ab 18.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wollen beide Teams den turbulenten Saisonverlauf jedoch vergessen machen - und eine Art Neustart einleiten.

"Wir sind alle sehr aufgeregt. Man merkt eine ganz andere Spannung im Training, weil jetzt der eigentliche Part der Saison losgeht", erklärte Berlins Heiko Schaffartzik (DATENCENTER: Playoffs).

"Wir sind bereit!"

Und auch Teamkollege Yassin Idbihi scheint die Playoffs kaum noch erwarten zu können.

"Ich hatte noch nie so viel Spaß beim Basketball. Wir sind bereit", bestätigt der Center im "Berliner Kurier", dass der Systemwechsel durch ALBA-Coach Muli Katzurin endlich greift.

Ohnehin sorgte die aufsteigende Form der "Albatrosse" zuletzt für positive Stimmung bei Fans und Verantwortlichen - nur Katzurin warnt.

"Es fehlt noch viel, perfekt sind wir noch lange nicht", sieht der Israeli noch deutlich Luft nach oben.

Schlechte Saison als gutes Omen

Gleiches dürfte wohl für Oldenburg gelten.

[kaltura id="0_z9qmpjvf" class="full_size" title="Wer gegen wen Die Playoff Analyse"]

Zu Saisonbeginn galt der Meister von 2009 neben ALBA noch als ärgster Konkurrent der Brose Baskets Bamberg, doch verlor das Team von Trainer Predrag Krunic den Titelverteidiger schnell aus den Augen.

Am Ende der Hauptrunde reichte es nur zu Rang sechs - der schlechtesten Platzierung der letzten vier Jahre.

Optimisten sehen darin dennoch etwas Positives, schied Oldenburg schließlich im letzten Jahr als Spitzenreiter der Beko BBL in der ersten Playoff-Runde aus.

McElroy kehrt zurück

Das will Coach Krunic diesmal verhindern, auch wenn er sich um die Schwere der Aufgabe bewusst ist: "Gegen Berlin darf man sich praktisch keine Fehler erlauben."

Auch sein Gegenüber Katzurin sieht ALBA mittlerweile gefestigt: "Wir sind nicht mehr so abhängig von einzelnen Spielern. Jeder kann Verantwortung übernehmen."

Über die Rückkehr von Abwehrspieler Immanuel McElroy, der wegen einer Rückenverletzung lange fehlte, dürfte sich der Coach der "Albatrosse" wohl dennoch freuen.

Hexenkessel Berlin

Die Vorzeichen für das Weiterkommen gegen Oldenburg stehen bei ALBA demnach nicht schlecht, zumal die Berliner als Tabellendritter in der "Best-of-Five"-Serie zunächst das Heimrecht genießen.

Ohne Frage ein Vorteil: 10.451 Zuschauer besuchten im Durchschnitt die Heimspiele der Berliner - der höchste Zuschauerschnitt aller nationalen Ligen Europas!

"Die Begeisterung bekommen wir auf dem Feld natürlich mit", hofft Idbihi auch in den Playoffs auf einen Berliner Hexenkessel.

Statistik spricht für ALBA

Auch die Statistik spricht für Berlin: 2006 und 2008 zog der achtmalige Deutsche Meister gegen Oldenburg in die nächste Playoff-Runde ein.

In der Favoritenrolle sieht Katzurin sein Team dennoch nicht: "In den Playoffs setzt sich immer das Team durch, das besser mit dem Druck umgehen kann."

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel