vergrößernverkleinern
Tibor Pleiß (r.) war im dritten Spiel gegen Bremerhaven mit 16 Punkten bester Werfer. © imago

Der Meister wird seiner Favoritenrolle gerecht und löst das Halbfinal-Ticket. Frankfurt überrollt Göttingen nach der Halbzeit.

München - Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg und sein "Vize" Deutsche Bank Skyliners haben in den Playoffs der Beko BBL als erste Teams den Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht.

Bamberg gewann am Sonntagabend gegen Außenseiter Eisbären Bremerhaven 86:58 (43:28) und machte damit ebenso den dritten Sieg im dritten Spiel der Serie "Best of Five" klar wie Frankfurt mit dem 82:59 (34:31) gegen die BG Göttingen.

Die Brose Baskets ließen gegen die Eisbären nach einem offenen ersten Viertel nichts mehr anbrennen und zogen unaufhaltsam davon.

Vor 6800 Zuschauern war Nationalspieler Tibor Pleiß mit 16 Punkten bester Werfer der Bamberger, die nun auf Braunschweig oder Quakenbrück treffen. Auch Anton Gavel (14 Zähler) und Kyle Hynes (13) zeigten sich treffsicher (DATENCENTER: Playoffs).

"Haben alles versucht"

"Wir haben alles versucht, aber Bamberg war heute einfach zu stark", musste auch Eisbären-Manager Jan Rathjen eingestehen.

"Unter dem Strich können wir mit unserem Abschneiden und besonders den ersten beiden Spielen aber sehr zufrieden sein. Gegen den Titelverteidiger auszuscheiden, ist sicher keine Schande", erklärte Rathjen weiter.

Vor allem die Routine und Abgeklärtheit des Titelverteidigers vor 7000 heimischen Zuschauern in "Freak City" beeindruckt.

Bereits zur Halbzeit hieß es 43:28 für Bamberg, ehe der Favorit mit einem 7:2-Run zu Beginn des dritten Viertels jegliche Hoffnungen des Gastes zunichtemachte.

Herbert lobt Team und Gegner

Die Deutsche Bank Skyliners konnten sich im dritten Viertel (28:12) entscheidend von Göttingen absetzen und verteidigten ihren großen Vorsprung anschließend souverän (Stenogramme: Die Playoffs).

Frankfurt-Coach Gordon Herbert schien nach dem Halbfinaleinzug mit seinem Team rundum zufrieden, honorierte aber auch die Leistung des Gegners.

"Wir haben heute ein sehr gutes Team geschlagen, dass sehr hart spielt. In der ersten Halbzeit war ihre Verteidigung exzellent, doch in der zweiten haben wir unseren Fokus besser gefunden", erklärte Herbert.

"Ich bin stolz auf das Team"

Und auch sein Gegenüber zeigte sich trotz des Ausscheidens mit seinem Team zufrieden.

"Ein großes Kompliment an meine Mannschaft. Trotz einer schweren Saison haben wir es in die Playoffs geschafft. Ich bin stolz auf das Team, trotz der Niederlage gegen einen schweren Gegner", bolanzierte Göttingens Trainer John Patrick.

DaShaun Wood glänzt erneut

Bester Werfer der Frankfurter, die im Halbfinale auf ALBA Berlin oder die EWE Baskets Oldenburg treffen, war BBL-Topscorer DaShaun Wood mit 19 Punkten, hinzu kamen sechs Assists.

Damit unterstrich der US-Amerikaner die vor dem Spiel an ihn überreichten Auszeichnungen zum "Best Offensive Player" und "Most Valuable Player".

Aber auch Roger Powell (15 Zähler), Pascal Roller (14), Jimmy McKinney und Jevohn Shepherd (beide 12) wussten sich durchaus in den Vordergrund zu spielen und kamen auf eine zweistellige Ausbeute.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel