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Louis Campbell (r. mit Bryce Taylor) wechselte 2010 von Bremerhaven nach Oldenburg © imago

In den Playoff-Viertelfinals können Berlin und Phantoms die Matchbälle nicht verwerten. ALBA patzt in den wichtigen Momenten.

München - Die vierte Episode ist gelaufen, das Finale steigt am Wochenende:

In den Playoffs der Beko BBL haben es ALBA Berlin und die Phantoms Braunschweig nicht geschafft, ihre Serien vorzeitig zu einem guten Ende zu bringen.

Im fünften Teil des Viertelfinales hat der achtmalige Meister aus Berlin am Sonntag (ab 16.55 Uhr im LIVESTREAM) vor Heimkulisse die Chance, seinen dritten Matchball gegen die EWE Baskets Oldenburg zu verwandeln.

Braunschweig muss bereits am Samstag (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) im Entscheidungsspiel bei den Artland Dragons bestehen (DATENCENTER: Playoffs).

Viele Fehler

"Das war ein typisches Playoff-Spiel. Wir haben zwar die meiste Zeit der zweiten Hälfte geführt, aber am Ende hat uns das nichts genutzt", sagte ALBA-Trainer Muli Katzurin nach dem unnötigen 79:80 (40:32) in Oldenburg.

In der spannenden Begegnung hatten die Berliner am Schluss ihr Schicksal selbst in der Hand und beste Aussichten, das Halbfinalticket durch den dritten Sieg zu lösen.

Doch die "Albatrosse" leisteten sich bei den "Donnervögeln" zum falschen Zeitpunkt viele Fehler.

Schwache Würfe

Beim Stand von 79:79 waren noch 21 Sekunden auf der Uhr, als ALBA-Guard Taylor Rochestie mit einem schlecht vorbereiteten Wurf scheiterte (Stenogramme: Die Playoffs).

Anschließend verwandelte Luka Bogdanovic auf der Gegenseite nach einem schnellen Foul der Berliner nur einen seiner zwei Freiwürfe und gab ALBA die Gelegenheit, mit einem Treffer aus dem Feld alles klarzumachen.

Doch auch Immanuel McElroy und Sven Schultze brachten den Ball aus schwierigen Positionen nicht im Korb unter.

[kaltura id="0_jm8hkvqp" class="full_size" title="Oldenburg gleicht gegen ALBA aus"]

"Das war ein großer Sieg"

ALBA hat durch die Pleite im Krimi nicht nur seine 2:0-Führung verspielt, im letzten Spiel der Serie best of five liegt der psychologische Vorteil jetzt beim glücklichen Ex-Meister aus Oldenburg.

Trainer Predrag Krunic dachte unmittelbar nach dem Spiel aber noch nicht an den Sonntag, in erster Linie freute sich der Bosnier über den neuerlichen Coup gegen den Favoriten.

"Das war ein großer Sieg. Wir haben immer an uns geglaubt und nicht aufgehört zu kämpfen. Am Ende sind wir dann dafür belohnt worden", sagte Krunic und bedankte sich beim Publikum: "Dieses Spiel haben wir zusammen gewonnen."

Enge Partie in Braunschweig

Im zweiten Thriller des Abendprogramms lieferten sich Phantoms und Dragons über 40 Minuten ebenfalls ein packendes Duell, kein Team konnte sich im Spielverlauf mit mehr als fünf Punkten absetzen.

Wenige Sekunden vor dem Ende brachte Bryan Bailey die Gäste aus Quakenbrück durch zwei verwandelte Freiwürfe mit 77:73 nach vorn, Braunschweig nahm eine Auszeit.

Anschließend scheiterten Marcus Goree und Jason Cain kurz hintereinander jeweils mit dem Versuch, von der Dreierlinie auf einen Punkt zu verkürzen, das Spiel war verloren.

Gorees Korb zum Endstand war lediglich Ergebniskosmetik.

"Es war großartig"

"Ich bin enttäuscht", sagte Phantoms-Coach Sebastian Machowski: "Es war knapp, es hätte anders laufen können, doch die Gründe müssen wir bei uns suchen."

Ganz anders sah es natürlich in der Gefühlswelt von Machowskis Gegenüber Stefan Koch aus.

"Es war großartig, ich bin sehr stolz. Die Mannschaft hat stets die Ruhe bewahrt, und da müssen wir Samstag weitermachen", sagte der Dragons-Trainer nach dem überlebenswichtigen Auswärtssieg.

Bamberg wartet

Sollte das Team aus Quakenbrück am Wochenende zu Hause den dritten Sieg holen, kommt es im Halbfinale zum Aufeinandertreffen mit Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg.

Der Sieger des Duells zwischen Berlin und Oldenburg trifft auf Vizemeister Frankfurt Skyliners.

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