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Bryan Bailey (l.) und Tyrese Rice legen in dieser Saison 11,5 und 17 Punkte auf © imago

Bryan Bailey und Tyrese Rice sind für SPORT1-Experte Stephan Baeck Artlands Schlüssel, um Titelverteidiger Bamberg zu knacken.

Von Raphael Weber

München - 49 Punkte, 9 Assists, 6 Rebounds ? so lautete die gemeinsame Ausbeute von Bryan Bailey und Tyrese Ryce beim 99:69-Sieg (Bericht) im entscheidenden fünften Spiel gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig.

Mit einer Topleistung führte das Guard-Duo die Artland Dragons nach einer turbulenten Serie ins Playoff-Halbfinale derBeko BBL ein.

Im ersten Spiel (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) wartet mit den Brose Baskets Bamberg ausgerechnet der Titelverteidiger auf die Drachen ? ein Gegner wie er schwerer nicht sein kann.

SPORT1-Experte Stephan Baeck räumt Artland dennoch gute Chancen ein, weil die Dragons in den entscheidenden Matchups gut aufgestellt sind. (DATENCENTER: Playoffs)

Gutes Rezept gegen Bamberg

"Sie haben vor allem mit Rice und Bailye sehr schnelle, flinke und aggressive Guards die dem Druck der Bamberger standhalten können", so Baeck.

Das Guard-Quartett der Franken mit John Goldsberry, Anton Gavel, Brian Roberts und Karsten Tadda hat in dieser Saison mit seiner starken Defense vielen Gegnern Kopfzerbrechen bereitet.

Darin liegt ein Grund für die Bamberger Dominanz in dieser Saison: "Sie spielen Verteidigung am Ball wie kaum eine andere Mannschaft." (STENOGRAMME: Die Playoffs)

Schlüsselrolle für Bailey und Rice

Gerade deshalb sind Bailey und Rice die Schlüsselspieler für die Dragons. Bamberg ist gewarnt, denn beide haben ihre "sehr guten Werte in den Playoffs nochmals verbessert", wie Baskets-Co-Trainer Arne Woltmann feststellt.

"Derr Schlüssel gegen Bamberg ist, dass man dem Druck der Aufbauspieler standhalten muss", erklärt Baeck.

Dass ihnen das gelingen kann, haben die Dragons in dieser Saison bereits gezeigt. Beide Duelle in der Liga und das Halbfinale im Pokal gingen nur knapp an die Franken.

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"Wissen, dass wir mithalten können"

Gerade im Top Four machten die Dragons dem Favoriten arge Probleme und mussten sich erst nach der Verlängerung mit 93:101 geschlagen geben.

"Wir wissen, dass wir mit Bamberg mithalten können", gibt sich Dragons-Co-Trainer Tyron McCoy kämpferisch, warnt aber auch:

"Bamberg spielt sehr physisch und hat zudem extrem enthusiastische Fans in einer ausverkauften Arena hinter sich."

Auch Baeck sieht die Dragons durchaus in einer guten Position: "Sie können Bamberg das Leben schwer machen."

Bamberg im Schnelldurchlauf

Der Titelverteidiger und aktuelle Pokalsieger hatte in seiner Viertelfinal-Serie zumindest auf den ersten Blick weniger Mühe als die Dragons.

Allerdings war die Serie gegen Bremerhaven bei weitem nicht so klar, wie es das Endergebnis von 3:0 erscheinen lässt.

"Gerade die ersten beiden Spiele waren denkbar knapp", erinnert sich Baeck. 91:80 und 88:84 gewann Bamberg die beiden Partien. Erst im letzten Aufeinandertreffe dominierte der Favorit mit 86:58.

Ausgeglichener Titelverteidiger

Bamberg geht ausgeruht in die Serie gegen die Dragons, das letzte Spiel der Franken liegt über eine Woche zurück. Zudem kann Coach Chris Fleming, der bis 2008 Trainer in Quakenbrück war, auf den wohl tiefsten und Kader der Beko BBL zugreifen.

"Bamberg zieht seine Stärke aus der absoluten Konstanz" analysiert Baeck. Der Meister ist defensiv bärenstark und offensiv kaum auszurechnen.

Alleine sechs Akteure punkten zweistellig, wobei Predrag Suput und Casey Jacobsen mit je 12,3 Punkten pro Spiel die gefährlichsten Bamberger sind.

Auch deshalb lautet Baecks Fazit: "Es wird für jede Mannschaft schwer, sie in einer Serie zu schlagen."

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