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Forward Immanuel McElroy wechselte 2008 von den Köln 99ers zu ALBA Berlin © imago

Mit Unterstützung von höchster Stelle soll es für Berlin in den Playoffs noch weit gehen. Im Halbfinale warten die Skyliners.

München - Die erste Hürde hat ALBA Berlin nach einigen Mühen im letzten Anlauf genommen.

Mit Unterstützung von höchster Stelle soll es für den ehemaligen Serienmeister in den Playoffs der Beko BBL aber noch ganz weit gehen. (DATENCENTER: Playoffs)

"Ich habe den Spielern gesagt, dass ich sie am Ende dieses Weges gern auf dem Balkon im Rathaus empfangen würde", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit nach dem Einzug ins Halbfinale.

Am Mittwoch steht das erste Spiel bei den Deutsche Bank Skyliners (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) auf dem Programm. (STENOGRAMME: Die Playoffs)

Wowereit gratuliert

Direkt nach dem 99:68 (50:32) im entscheidenden fünften Viertelfinalspiel gegen die EWE Baskets Oldenburg (Bericht) war Wowereit in die Kabine gegangen, um den Berlinern zum Halbfinaleinzug zu gratulieren.

Das Spiel hatte der Politiker von der Tribüne aus verfolgt. "ALBA hat noch einen langen Weg vor sich. Ich drücke die Daumen", gab Wowereit zu Protokoll.

ALBA tankt Selbstvertrauen

Mit dem Erfolg im "Alles-oder-Nichts-Spiel" hat der achtmalige Deutsche Meister noch einmal ordentlich Selbstbewusstsein getankt, dennoch sieht Trainer Muli Katzurin leichte Vorteile bei den Gastgebern.

"Die Frankfurter spielen zu Hause und hatten mehr Zeit, sich auf das Halbfinale vorzubereiten", sagte der israelische Coach.

[kaltura id="0_1rd462kq" class="full_size" title="ALBA im Halbfinale"]

Überbewerten will er die gute Ausgangsposition der Skyliners allerdings nicht: "Das Momentum liegt nach dem Sieg gegen Oldenburg klar bei uns. Es ist gut, dass wir zuerst in Frankfurt spielen. Der Sieg gegen Oldenburg war wichtig, aber auch die überzeugende Leistung war bemerkenswert und stimmt uns positiv."

Herbert warnt

Skyliners-Coach Gordon Herbert glaubt ebenfalls, dass der Kraftakt, den ALBA im Viertelfinale zu bewältigen hatte, seinem Team in die Hände spielen könnte.

"Für uns war es gut, dass die Serie über fünf Spiele ging", erklärte der Kanadier: "Somit hatten wir Zeit die Batterien wieder aufzuladen und Verletzungen auszukurieren. Außerdem konnten wir an einigen Dingen arbeiten."

Sein Team mahnt der 52-Jährige dennoch zur Vorsicht: "Berlin ist eine sehr gute und talentierte Mannschaft, ein gutes Basketballteam."

Außerdem haben die Hauptstädter mit dem Herbert-Team noch eine Rechnung zu begleichen. Im vergangenen Jahr scheiterte ALBA im Viertelfinale an Frankfurt, diesmal soll das Pendel in die andere Richtung ausschlagen.

Wer stoppt Wood?

Dafür müsste der achtmalige Deutsche Meister allerdings erst mal Skyliners-Spielmacher DaShaun Wood ausschalten.

Der Aufbauspieler war der Hauptgrund dafür, dass Vizemeister Frankfurt in dieser Saison in der Beko BBL noch souveräner als im letzten Jahr durch die Punktrunde marschierte und die Saison auf Platz zwei beendete.

Von den Experten wurde der 25-Jährige kürzlich beinahe einstimmig zum "wertvollsten Spieler" (MVP) der Liga gekürt.

"Wir haben die Qualität"

Der Zuversicht von Katzurin tut das aber keinen Abbruch, den Finaleinzug traut er seiner Mannschaft selbstverständlich zu.

"Wir haben die nötige Qualität, um noch eine Runde weiter zu kommen", sagte der Israeli: "Die vier besten Teams stehen im Halbfinale, und es ist alles offen. Das wird zwar alles andere als leicht, aber in der Punktrunde ist uns das schließlich auch schon gelungen."

Sollte es tatsächlich klappen, ginge es für die "Albatrosse" im Duell um den Titel gegen den Sieger des zweiten Halbfinales zwischen den Artland Dragons und Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg.

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